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Tanja Becker: presse@umwelt-campus.de oder telefonisch: 06782 17-1816

(Öffnet externen Link in neuem FensterPressemitteilungen der FH Trier)

 

August 2010 - Summer School Nachhaltigkeit 'RETTE DEINE ZUKUNFT'

Es wird viel geredet. Über Klimawandel. Über Ungerechtigkeit in der Welt. Über Energieverschwendung und Bevölkerungsexplosion. Auch über zu viel oder falschen Konsum. Aber selten wird darüber im Zusammenhang gesprochen. Selten nimmt man sich die Zeit, um zu verstehen, was Nachhaltigkeit bedeutet. Und oft wird das Wichtigste vergessen: Wir müssen Handeln!

Das sahen Schüler aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland genauso und verbrachten gemeinsam eine Woche an der Europäischen Akademie Otzenhausen, um unter dem Motto „Rette deine Zukunft“ globale und regionale Herausforderungen kennenzulernen und Lösungen für die wichtigsten Probleme unserer Zeit zu erarbeiten.

In Workshops behandelten die Schüler und Schülerinnen zwischen 14 und 20 Jahren Themen Ihrer Wahl, wie zum Beispiel: „Konsum - Vom Homo Oeconomicus zum Homo Sustinens.“ Studierende des Umwelt-Campus Birkenfeld begleiteten und unterstützen die Gruppen und gaben Tipps zur wissenschaftlichen Recherche, Methodik und Präsentation. Zudem standen zwei Exkursionen auf dem Programm.

Am Umwelt-Campus Birkenfeld wurden die Teilnehmer von Prof. Dr. Klaus Helling begrüßt. Sie konnten sich ein Bild davon machen wie spannend wissenschaftliche Arbeit zu Zukunftsfragen aussieht und sich über das breite Spektrum der Studienmöglichkeiten informieren.

Der Besuch des UNESCO Biosphärenreservat Bliesgau bot einen besonderen Ausflug in die Natur. Unterstützt wurde die Summer School von den Trägern der Bildungsinitiative Mut zur Nachhaltigkeit und dem Umwelt-Campus Birkenfeld. Während dem Abschluss-Event präsentierten die Teilnehmer ihre Ergebnisse im Rahmen einer Podiumsdiskussion. Neben innovativen Konzepten zu Mobilität und Konsum, erläuterten die Jugendlichen wie nachhaltige Schulformen und Unterrichtsfächer gestaltet werden können.  Im Anschluss hatten sie die Möglichkeit sich unter anderem mit Susanne Conrad vom Hessischen Umweltministerium, Klaus Wiegandt von der Stiftung Forum für Verantwortung, Martin von Hohnhorst von der Staatskanzlei des Saarlandes auszutauschen.   „"Die Motivation und das Engagement der jungen Menschen, die wir hier erlebt haben, machen Hoffnung, dass wir die notwendigen Verhaltensänderungen in unserer Gesellschaft in der nächsten Dekade erreichen können," so Michael Matern, Studienleiter der Europäischen Akademie Otzenhausen und Leiter der Summer School.  

Nächstes Jahr wird die Summer School erneut motivierte junge Erwachsene zusammenbringen, um gemeinsam „vom Wissen zum Handeln“ zu kommen.

Die Gruppe bei der Studiengangsvorstellung am Umwelt-Campus

August 2010 - Gastspiel der Birkenfelder Kinder-Uni auf der Insel Föhr

Prof. Dr. Klaus Helling bei seiner Vorlesung in Wyk

In den Sommerferien war die Birkenfelder Kinder-Uni zu Gast auf der Nordseeinsel Föhr. Prof. Dr. Klaus Helling hielt auf Einladung der Kurverwaltung Föhr einen Vortrag zum Thema „Wasser – wertvollster Rohstoff unserer Zeit“. Mehr als 60 Kinder nahmen an der Kinder-Uni-Vorlesung in Wyk teil. Unterstützt von seinem Sohn Malte konnte Prof. Helling den Kindern erklären,  warum Wasser so wichtig und wertvoll ist? Ohne Wasser gäbe es kein Leben auf der Erde. Spielerisch wurden viele Fragen rund um die wichtigste Flüssigkeit der Welt beantwortet. Woher kommt eigentlich das Wasser, das zu Hause aus dem Wasserhahn oder der Dusche läuft? Wie kann man verschmutztes Wasser reinigen? Kleine Experimente und Mitmachaktionen vermittelten neues Wissen zum Wasser, dem wichtigsten und wertvollsten Rohstoff.

Als Schirmherr für die Kinder-Uni Föhr konnte für das Jahr 2010 Mojib Latif gewonnen werden. Mojib Latif ist Professor am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel.  In vielen deutschen Fernsehsendern ist der Wissenschaftler überdies ein beliebter fachkundiger Studiogast zum Thema Klimawandel. Im Rahmen der Kinder-Uni Föhr hielt Mojib Latif eine kindgerechte Vorlesung zum Thema Wattenmeer und ging dabei auf die Geheimnisse der Klima- und Wetterforschung ein. Zum Abschluß der diesjährigen Kinder-Uni auf Föhr gibt es eine Vorlesung von Comedien Bernhard Hoëcker mit dem Titel: „Der Matsch im Stiefel“. Weitere Informationen zur Kinder-Uni auf der Insel Föhr finden sich im Internet unter www.kinderuni-foehr.de

Juli 2010 - Wirtschaft profitiert von Artenvielfalt - Campus organisierte Gastvortrag über den Nutzen der Biodiversität

Bild (von links nach rechts): Prof. Dr. Klaus Rick und Dr. Dietrich Weder umringt von Studierenden im Hörsaal

Zu einem spannenden Vortrag lud Prof. Dr. Klaus Rick kürzlich den namhaften Volkswirt und Autor Dr. Dietrich Weder an den Umwelt-Campus ein. Der preisgekrönte Frankfurter Wirtschafts- und Umweltjournalist, der gerade ein neues Buch über die Bedrohung und Bewahrung der Natur im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung verfasst hat, referierte über das anthropogene, also menschgemachte, Artensterben und die damit verbundenen unwiederbringlichen Verluste – auch für die Wirtschaft. Kennengelernt haben sich die beiden bereits vor Jahren auf einer Gewässerschutzkonferenz in Südafrika im Kwazulu National Park. Als Rick den Autor kürzlich in Mexico wieder traf, konnte er ihn davon überzeugen, den Campus zu besuchen.

Der 72-jährige Weder, der bis zu seinem Ruhestand beim Rundfunk war und maßgeblich Reportagen und Beiträge, zuletzt beim Hessischen Rundfunk, zu den Themengebieten Ökonomie und Ökologie prägte, erläuterte vor den Studierenden im randvollen Hörsaal anhand vieler Beispiele die bedauernswerte Umwelt- und Naturzerstörung, die immer mehr Spezies den Lebensraum nimmt und sie auslöscht.  

Gerade die junge Generation müsse dafür gewonnen werden, die Bedrohung der vielen Vogel- und Fischarten, Säugetiere sowie wichtigen Insektenarten zu erkennen und dem entgegenzuwirken. Auch angehende Betriebswirte und Ingenieure „werden verstehen, dass wir alle in einem Boot sitzen, nur diese eine Erde haben“. So wählte Weder als bekanntes ökonomisches Anschauungsbeispiel die rätselhaft stark dezimierten Bienenvölker in der Welt, die wesentliche Teile der Nahrungsmittelproduktion erst ermöglichen: „Allein ihr Nutzen in Geld gemessen ist viele Milliarden Euro wert.“ In den USA gebe es immer mehr umher fahrende Imker, die mit mobilen Bienenvölkern der örtlichen Landwirtschaft aushelfen müssen, um die Produktion zu sichern.

Auch viele arzneiwirksame Pflanzen aus tropischen Gebieten, deren Herkunftsländer oft ökonomisch schwach sind, daher Umweltfrevel allzuleicht zulassen, müssten dringend geschützt werden. So wurde eine auf Madagaskar vorkommende Pflanze mit dem lat. Namen Catharantus roseus entdeckt, die die Heilungschance bei Kinderleukämie von 20 auf 90 Prozent erhöht. Ihr Verlust wäre fatal. So wird auch Vertretern der Wirtschaft inzwischen klar, dass die Fülle an nachwachsenden Rohstoffen, die heilenden Eigenschaften der Flora und Fauna, die wir großenteils noch gar nicht kennen, an sich ein hohes Gut ist, und ohne die Naturerzeugnisse kein Wirtschaften und kein Produzieren möglich ist.

Prof. Rick, dessen Lehrgebiet umweltorientierte Unternehmensführung und Businessethik umfasst, kommentierte, der Vortrag zeige, dass wir die „genetische Bibliothek, ihr Wissen und ihren Nutzen“ schrittweise wegen kurzfristigen Gewinnstrebens vernichten, ohne die „Bücher, die wir wegwerfen je gelesen zu haben.“ Dieses Fehlverhalten müsse einer zugegeben schwieriger zu gestaltenden nachhaltigen Wirtschaftsweise weichen – und zwar schnell, sonst bricht „der Ast, auf dem wir sitzen.“ Glücklicherweise laufen lt. Rick derzeit Kampagnen der EU und von Naturschutzverbänden an, die „Wirtschaft & Biodiversität“ in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen, um Bewusstsein zu schaffen.

Verlässliche Studien belegen, so Rick, dass „die Natur derzeit bereits mindestens ca. 100 Arten pro Tag durch exzessiven Rohstoffabbau, von Monokulturen dominierte Landwirtschaft, Gifte, Lärm und Klimaphänomene verliert“. Manche Arten gibt es Biodiversitäts-Wissenschaftlern zufolge sogar nur einmal: eine extrem seltene Pflanze namens Calophyllum langerium welche das Fortschreiten von AIDS hemmen kann, lt. Weder von Forschern der Universität zufällig im Urwald Sarawaks entdeckt, ist offenbar bereits verloren: nachdem die heilende Wirkung erkannt worden war, brachen Forscher zur Fundstelle auf - doch der gesamte Wald war abgeholzt, kein weiterer Fund gelang.

Juli 2010 - Übergabe des Zuwendungsbescheides für die Praxisphase des Projektes ELKE

Foto (von links nach rechts): Frank Wagener (Projektleitung ELKE), Prof. Dr. Peter Heck (Geschäftsführender Direktor des IfaS), Julia Klöckner (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Prof. Dr. Norbert Kuhn (Vizepräsident FH Trier), Prof. Dr. Jörg Wallmeier (Präsident FH Trier), Dr. Bernhard Alscher (Verbandsbürgermeister), Dr. Torsten Gabriel (Leiter Öffentlichkeitsarbeit Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

Klöckner: „Zu viel landwirtschaftliche Nutzfläche geht an Siedlung und  Infrastruktur verloren“.

Forscher sehen im extensiven Energiepflanzenanbau eine Lösung

Jeden Tag gehen in Deutschland über 100 Hektar Land für Siedlung und Infrastruktur verloren. Ein beträchtlicher Teil davon ist wertvolle landwirtschaftliche Nutzfläche. „Dieser Verlust ist nicht hinnehmbar, wenn die Gesellschaft die großen Herausforderungen Welternährung, Rohstoffversorgung und Klimaschutz meistern will“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesagrarministerin, Julia Klöckner, heute in Birkenfeld bei der Übergabe eines Förderbescheides an die Fachhochschule Trier. Dort untersuchen Forscher inwieweit der extensive Energiepflanzenanbau dazu geeignet ist, Eingriffe in Natur- und Landschaft auszugleichen.

Bei solchen extensiven Landbausystemen mit nachwachsenden Rohstoffen könnte ein Ausgleichspflichtiger Zahlungen an einen Landwirt zum Anbau von Energiepflanzen leisten. Das Konzept „Schützen durch Nutzen“ wäre sowohl ein Gewinn für die Natur als auch - durch die Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen - für Landwirtschaft und Wertschöpfung im ländlichen Raum sowie für die Gesellschaft und das Klima. Mit fast 1,5 Millionen Euro unterstützt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) daher den Praxistest des Projekts „ELKE“  „Entwicklung extensiver Landnutzungskonzepte für die Produktion nachwachsender Rohstoffe als mögliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen“ – des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Fachhochschule Trier.  

Hintergrundinformationen

Bauherren müssen Naturschutz-Ausgleichsflächen finanzieren, wenn sie andernorts zum Beispiel durch den Bau von Straßen naturnahe Flächen verbrauchen. Mit den Mitteln, die bislang in den Kauf von Flächen für Ersatzmaßnahmen investiert wurden, könnte in Zukunft - mit Zustimmung der zuständigen Behörden – der extensivierte landwirtschaftliche Anbau von Energiepflanzen unterstützt werden.

Bei dem Konzept ELKE führen die Landwirte selbst die ökologischen Ersatzmaßnahmen durch. Sie verfügen weiterhin über ihre Flächen und bauen extensiv Energiepflanzen oder Pflanzen für die stoffliche Nutzung zum Beispiel in Form von Kurzumtriebs- oder Wertholzplantagen an. Die finanziellen Mittel, die die Bauherren als Verursacher der Ausgleichsmaßnahme zu tragen haben, würden dann nicht mehr überwiegend für den Ankauf von Flächen verwendet, sondern in einen Fonds gezahlt, der die Mindereinnahmen der Landwirte kompensiert. Ein großer Vorteil: Biotopflächen könnten weiträumiger vernetzt werden. Zudem würden Landwirte Rohstoffe wie zum Beispiel Holz produzieren, die auch im Rahmen regionaler Wirtschaftskreisläufe vermarktet werden.

Für die Anerkennung als ökologische Ersatzmaßnahme ist nun der praktische Nachweis der ökologischen Wertigkeit notwendig. Die entsprechende Begleitforschung wird von unterschiedlichen Partnern in vier Modellregionen in Bayern, dem Saarland, Brandenburg und Niedersachsen durchgeführt. Die erzeugte Biomasse soll in allen vier Modellregionen an regionale Anlagen vermarktet werden. Auch Partner aus der Wirtschaft beteiligen sich an dem Projekt. Der hessische Heizungsbauer Viessmann und der badische Energieversorger Badenova entwickeln derzeit eigene Projekte, die das ELKE-Konzept umsetzen.

Betreut wird das Vorhaben im Auftrag des BMELV von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.fnr.de.

Juli 2010 - Zwei Promotionen am Umwelt-Campus Birkenfeld

Vizepräsident und Dekan gratulieren zum Doktortitel von links: Prof. Dr. Klaus Helling, Dr. Michael Knaus, Dr. Alexander Reis, Prof. Dr. Kuhn

Der Umwelt-Campus Birkenfeld gratuliert Herrn Dr. Michael Knaus und Herrn Dr. Alexander Reis zum Doktortitel. Beide hatten in Birkenfeld studiert und anschließend im Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) als wissenschaftliche Mitarbeiter gearbeitet. Auf Grund der hervorragenden internationalen Kontakte des IfaS gelang beiden die Promotion in Kooperation mit ausländischen Partneruniversitäten. Nach Frau Dr. Dunja Hoffmann und Frau Dr. Hongyen Lu, die beide ihre Promotion in Zusammenarbeit mit der Universität Saarbrücken abschlossen, sind mittlerweile vier Promotionen unter Mitwirkung des IfaS erfolgt. Für FH-Absolventen liegen die Hürden bis zum Doktortitel höher als für die von der Universität: Wer promovieren möchte, muss immer einen sehr guten Abschluss vorweisen, viel Selbstdisziplin mitbringen und Interesse an ungelösten Forschungsfragen zeigen. Fachhochschulen bilden traditionell für die Praxis aus, die FH-Professoren dürfen nur in Zusammenarbeit mit Universitäten Doktorarbeiten betreuen. Umso erfreulicher ist es, dass die Grenzen zwischen Fachhochschulen und Universitäten immer durchlässiger werden und somit auch Absolventen der Fachhochschule in Birkenfeld, die Möglichkeit zur Promotion wahrnehmen können.

Herr Dipl.-Betriebswirt (FH) Michael Knaus schloss seine Promotion zum Thema „Evaluating additionality and sustainability of clean development mechanism projects through material flow analysis: the case of regional scale sustainable development an der Universität Limerick in Irland ab. Inhaltlich beschäftigte sich Herr Knaus mit der Fragestellung, ob die bestehenden Emissionshandelsmöglichkeiten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (Kyoto Protokoll) geeignet ist, um eine nachhaltige Wirtschaftsweise in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern. Hierzu untersuchte er anhand zweier Projektbeispiele in China und Chile, die er als Abteilungsleiter am Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) selbst mit entwickelt hat, ob der Verkauf von Emissionsrechten den Transfer von innovativer Umwelttechnologie aus Deutschland für diese Länder finanzierbar macht und welche positiven Umweltauswirkungen bei der Projektumsetzung erzielbar sind.

Herr Dipl.-Ing. (FH) Alexander Reis führte sein Promotionsvorhaben zum Thema Entwicklung der Biogastechnologie für aufstrebende Märkte durch und schloss dieses erfolgreich an der “University of Agronomical Sciences and Veterinary Medicine” Timisoara, Rumänien ab. Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Entwicklungspotenzial der Biogastechnologie für aufstrebende Märkte. Im Rahmen der Doktorarbeit wurden Kennzahlen entwickelt, welche in einer Bewertungsmatrix den Nachweis über positive Markteffekte durch den Einsatz von Biogasanlagen aufzeigen. Anhand von 5 Fallbeispielen im internationalen Kontext wurden neben technischen Aspekten auch die Auswirkungen durch die Anwendung von regionalem Stoffstrommanagement.

Juli 2010 - Köpfe der Wissenschaft im Ausland

Prof. Dr. Dirk Löhr
Gespräch mit dem Management einer Kautschuk-Plantage

Bericht über das Forschungsfreisemester von Prof. Dr. Dirk Löhr

Das Königreich Kambodscha liegt am Golf von Thailand zwischen Thailand, Laos und Vietnam. Das Landschaftsbild wird durch eine Zentralebene geprägt, die teilweise von Gebirgen umgeben ist. In ihr liegt im Westen Kambodschas der See Tonle Sap, durch den Osten fließt der Mekong, einer der zehn längsten Flüsse der Welt. Während 1975 und 1979 lebte Kambodscha eine grauenvolle Leidensgeschichte durch, die bis heute nachwirkt: Nach dem Ende des Vietnamkrieges, der auch auf dem Territorium Kambodschas ausgetragen wurde, wollten die „Roten Khmer“ um „Bruder Nummer Eins“, Pol Pot, dem Land (ehemals ein französisches Protektorat) einen Steinzeitkommunismus aufnötigen. Ein großer Teil der Bevölkerung wurde auf das Land in Arbeitslager deportiert. Die Hauptstadt Phnom Penh wurde innerhalb eines Tages zur menschenleeren Geisterstadt. Das Eigentum wurde abgeschafft, die Grundbücher und sämtliche anderen „Institutionen des Kapitalismus“ vernichtet. Die gesamte Intelligenz wurde während dieser Zeit ausgerottet. Die Anzahl der Toten wird auf bis zu 3 Mio. (einem Drittel der Bevölkerung) geschätzt. Dem Spuk der Roten Khmer wurde erst durch den Einmarsch der Vietnamesen ein Ende bereitet. Die Roten Khmer zogen sich in den Nordwesten Kambodschas zurück und begannen einen Guerillakrieg, der bis Ende der 90er Jahre fortdauerte. Immer noch lauern zwischen vier und sechs Millionen Landminen an Wegen, auf Feldern oder in der Nähe von Brunnen und Schulen. Kambodscha hat die meisten minenamputierten Menschen der Welt.

Die Hauptziele der Entwicklungszusammenarbeit sind die Entwicklung von Institutionen und die Ausbildung der Menschen. So war Prof. Dr. Dirk Löhr, ein Ökonom vom Umwelt-Campus Birkenfeld, im Rahmen eines halben Forschungsfreisemesters im Herbst 2009 an der Royal University of Agriculture in Phnom Penh tätig. Gleichzeitig führte er bis Mitte 2010 mehrere Einsätze für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) als Consultant durch, welche die Regierung Kambodschas u.a. im Bereich der Landadministration, des Landmanagements und der Landverteilung unterstützt. Die Verteilung von Land ist eines der vordringlichsten Probleme Kambodschas, das noch zu einem der ärmsten Länder der Welt zählt. Kambodscha ist ein agrarisches Land: Ca. 80 % der Bevölkerung Kambodschas (aktuell ca. 14 Millionen Menschen) lebt auf dem Land. Ca. 21% der ländlichen Haushalte sind jedoch unfreiwillig landlos, weitere 45% landarm (d.h., sie haben weniger als 1 ha pro Haushalt). Mindestens 1/3 der Bevölkerung leidet unter Unterernährung oder Hunger. Dies ist vor dem Hintergrund erstaunlich, dass Kambodscha reichlich Land, und zudem gutes Land besitzt. Das Durchschnittseinkommen beträgt ca. 1,5 US-Dollar pro Tag. Toiletten, sanitäre Anlagen etc. sind v.a. auf dem Land weitgehend unbekannt.

Die extreme Armut bedeutet jedoch nicht, dass es kein Geld in Kambodscha gibt. Vermögen, Einkommen und v.a. Land sind allerdings so ungleich verteilt wie in keinem anderen südostasiatischen Land. Zwischen 2004 und 2008 kam es zu Wellen massiver Bodenspekulation. Die Landpreise stiegen z.T. um 40-60% pro Jahr, in einigen Regionen sogar mehrere hundert oder tausend Prozent. Prof. Löhr führte entsprechende Erhebungen im Rahmen einer ersten Feldstudie für die GTZ durch, zumal es noch keine entsprechenden Statistiken in Kambodscha gibt. Er konnte auch feststellen, dass der Anstieg der Bodenpreise – in Ermangelung von Anlagealternativen - eine Einladung zum „Land grabbing“ waren: Betuchte Kambodschaner, aber auch ausländische Investoren erwarben entweder das Eigentum an Land oder sog. „Economic Land Concessions“, die langfristige Pachtverträge an großen Agrarflächen zu einem lächerlich geringen Pachtzins darstellen. Neben der Spekulation spielten dabei auch die Sicherung von Flächen zum Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln sowie von Agrartreibstoffen eine Rolle. Mittlerweile sind von den ca. 5,3 Mio. ha Agrarland Kambodschas ca. 1,4 Mio. ha als Economic Land Concessions verteilt. Nimmt man den Großgrundbesitz in Privathand, Konzessionen für die Ausbeutung von Bodenschätzen, Wasserenergieprojekte etc. dazu, bleibt für die bedürftigen Kleinbauern nahezu kein Land mehr übrig. Es verwundert nicht, dass gewaltsam ausgetragene Landkonflikte an der Tagesordnung sind. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Aufgabe der GTZ, an der Verteilung von Land an Landlose und Landarme mitzuwirken. Eine weitere Aufgabe von Prof. Löhr bestand daher darin, nach neuen Wegen der Landverteilung zu suchen. Dabei wurde v.a. ausgelotet, inwieweit es Sinn ergibt, deswegen auf Großgrundbesitzer zuzugehen. Ernsthafte, nicht nur an purer Spekulation interessierte Investoren werden häufig durch Landbesetzungen an der Inwertsetzung ihrer Plantagen gehindert, auf der anderen Seite müssen die Landbesetzer täglich mit Vertreibung rechnen, die auch gewaltsam ablaufen können. Tatsächlich konnte Löhr in einer weiteren Feldstudie Fälle entdecken, in der sich rational denkende „Agrarkapitalisten“ sowie illegale und informelle Siedler arrangiert hatten. Die Agrarunternehmen verzichteten dabei zugunsten der Siedler auf einen Teil ihres Landes und statteten dies mit Infrastruktur (Schulen, Strassen, Wasserversorgung) aus, auf der anderen Seite erhielten die illegalen Siedler neben dem Land nunmehr auch die Möglichkeit, auf den Plantagen (entweder als Arbeiter oder im Rahmen von Vertragsanbau) Einkommen zu generieren. Zurzeit wird darüber nachgedacht, inwieweit derartige Arrangements systematisch ausgeweitet werden können, um den Agrarsektor Kambodschas zu stärken und die Landnot der Bevölkerung zu lindern. Dementsprechend steht ein weiterer Einsatz von Prof. Löhr in Kambodscha im Spätsommer bevor; mittlerweile ist dies schon die fünfte Reise nach Kambodscha innerhalb eines Jahres.

"Feldstudie" mit Pannen....
"My sweet home": Nach der Landzuteilung
Das touristische Kambodscha: Angkor Wat
Lachende Gesichter
Weiteren Hütten in Konstruktion und einer Schule

Juli 2010 - Umwelt-Campus Birkenfeld unter den grünsten Hochschulen Deutschlands!

Zum zweiten Mal haben Studierende die Grünste Hochschule Deutschlands gewählt. Das Hochschulranking wurde von der Utopia AG, dem führenden Webportal für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil im deutschsprachigen Raum, durchgeführt.

Bei einer möglichen Gesamtpunktzahl von 32 zeigen sich beim Spitzenquartett nur marginale Unterschiede:

Sieger mit 28,6 Punkten ist die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft nach Alfter bei Bonn. Den zweiten Platz teilen sich die Fachhochschule Trier und der Umwelt-Campus Birkenfeld (28,2) mit einem der Vorjahressieger, der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH). Die 0,1 Prozentpunkte zwischen der FH Trier mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld zur Hochschule Eberswalde sind so gering, dass sie gemeinsam auf Platz Zwei gewertet wurden. Auch wenn der Umwelt-Campus Birkenfeld zur FH Trier gehört, erschien der Standort so exklusiv, dass er getrennt von seiner Mutter-Einrichtung bewertet werden konnte. Tatsächlich erreichten beide mit 28,2 Punkten das exakt gleiche Ergebnis. Auf Platz Drei rangiert die renommierte Leuphana Universität Lüneburg mit 27,7 Punkten.

Wie auch im vergangenen Jahr waren es die Studenten selbst, die einen Online-Fragebogen ausfüllen und damit Bemühungen um nachhaltige Handlungsweisen und den grünen Geist an ihrer Hochschule bewerten konnten. Das macht die Auszeichnung besonders wertvoll. Dem eigenen Oberen zeigt sich die Gefolgschaft oftmals besonders skeptisch. Das gilt auch für Studierende und ihre Bildungseinrichtungen, insbesondere in Zeiten von Hochschulreformen.

Der Fragen- und Antworten-Katalog wurde nach wissenschaftlichen Maßstäben von Studenten vom Strascheg Center for Entrepreneurship an der Hochschule München konzipiert. Insgesamt konnten 344 deutsche Hochschulen bewerten werden. Ausgefüllt wurde der Fragebogen von über 6000 Studenten.  

Klare Sieger bei den Fragen „Wie Wird Energie genutzt?“, „Wie wird Energie gespart?“ und „Wie wird Wasser genutzt?“ sind der Umwelt-Campus und die FH Trier. Auch die Utopia AG stimmt zu: „Der erste Platz des Umwelt-Campus ist mehr als verdient. Es ist wirklich beeindruckend wie hier Nachhaltigkeit praktiziert und vorgelebt wird.“

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner! Weiter so!

Juni 2010 - 3. IGSSM Tagung zum Thema Trends und Entwicklungen der Pflege – Herausforderungen des demographischen Wandels“

Zum dritten Mal infolge fand am Freitag, den 25.06.2010 am Umwelt-Campus Birkenfeld eine Tagung des  Instituts für Gesundheits-, Senioren- und Sozialmanagement (IGSSM) statt. Das Thema der diesjährigen Tagung lautete: „Trends und Entwicklungen der Pflege – Herausforderungen des demographischen Wandels“.  Die Veranstaltung wurde von Studierenden des Umwelt- Campus unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Heuer organisiert. Schirmherrschaft übernahm Frau Malu Dreyer, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz.  Herr Prof. Dr. Helling ,  Dekan  des Fachbereichs Umweltwirtschaft/Umweltrecht eröffnete die Tagung und wünschte allen einen guten Verlauf. Rund 50 Teilnehmer aus den Bereichen Pflege, Gesundheit und Sozialem erlebten spannende und informative Vorträge. Referiert haben:  Herr Sellmann, Referent des saarländischen Schwesternverbandes e.V., Herr Dr. med. Paulini, Oberarzt am Josephskrankenhaus in Neunkirchen (Saar), Frau Gebel, Leiterin des Pflegeheims „Haus am See“ in Tholey, Herr Bettinger, Leiter des Kura Seniorenheims in Ramstein-Miesenbach und Herr Vief, Vertreter des MDK Saarland. Eine erfolgreiche Tagung endete mit einer abschließenden Podiumsdiskussion, die von Herrn Prof. Dr. Moser geleitet wurde.

Juni 2010 - Hochschule trifft Wirtschaft – reges Interesse an Kooperation und Wissenstransfer

Prof. Dr. Helling informiert in seinem Vortrag die Veranstaltungsteilnehmer über das Duale Studienangebot „Nachhaltige Ressourcenwirtschaft“

Auf große Resonanz stieß die zweite Veranstaltung der Reihe „Hochschule trifft Wirtschaft“ zum Thema „Gewinnung von Unternehmen als Partner für die Dualen Studiengänge und Planung einer Ausbildungsbörse mit Firmenkontaktmesse am Umwelt-Campus“, initiiert vom Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier, in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung Birkenfeld und dem Förderverein Freunde Fachhochschule.

Unternehmen der Region diskutierten gemeinsam mit Vertretern der Fachhochschule Möglichkeiten zur Intensivierung der Kooperationen, um den beiderseitigen Wissenstransfer zu fördern. Im Fokus standen dabei insbesondere das Duale Studienangebot des Umwelt-Campus sowie die Planung einer Ausbildungsbörse mit Firmenkontaktmesse am Umwelt-Campus.

Am Umwelt-Campus Birkenfeld der FH Trier werden zwei Duale Studiengänge angeboten: „Nachhaltige Ressourcenwirtschaft“ und „Produktionstechnologie“. Diese kombinieren die berufliche Ausbildung mit einem wissenschaftlichen Studium. Neben der Verzahnung von Theorie und Praxis bieten diese Studiengänge Unternehmen zudem die Möglichkeit, frühzeitig und zielgerichtet überdurchschnittlich qualifizierte und motivierte Nachwuchskräfte mit maßgeschneidertem unternehmensspezifischem und praxisorientiertem Know-how zu gewinnen, um den zukünftigen Fach- und Führungskräftebedarf zu decken. „Dies ist ein bedeutsamer Vorteil gerade in Zeiten des demografischen Wandels“, betonte Prof. Dr. Klaus Helling, Dekan des Fachbereichs Umweltwirtschaft/-recht, der über den kaufmännisch ausgeprägten Studiengang „Nachhaltige Ressourcenwirtschaft“ referierte. Der technisch orientierte Studiengang „Produktionstechnologie“ wurde von Prof. Dr. Thomas Preußler vorgestellt. Erfahrungen aus der Wirtschaft erhielten die Veranstaltungsteilnehmer von der Wolfgang Loch e.K., die bereits im Rahmen des Dualen Studiengangs „Produktionstechnologie“ erfolgreich mit dem Umwelt-Campus kooperierten. Ihr Azudent, Herr Jan Henrik Setz, gewährte in seinem Vortrag Einblicke in sein erstes Ausbildungsjahr als Dualer Student. Seine Entscheidung – ein Studium ganz nah an der Praxis – sei genau die richtige Wahl gewesen und er kann das Duale Studium nur jedem weiterempfehlen.

Zudem wurde über mögliche Kooperationen diskutiert, die bei der Initiierung einer Firmenkontaktmesse gekoppelt mit einer Ausbildungsbörse bestehen. Zwei Zielgruppen können mit dieser Veranstaltung abgedeckt werden: Zum einen richtet sich das Angebot an  Schülerinnen und Schüler der Gymnasien und anderer weiterführender Schulen im Einzugsbereich des Umwelt-Campus, die sich für ein Studium, ein duales Studium oder eine Ausbildung interessieren, zum anderen an Studierende des Umwelt-Campus Birkenfeld, die einen Praktikumsplatz, ein Unternehmen für eine Bachelor- oder Masterarbeit oder einen Arbeitsplatz suchen. Das Interesse an solch einer Börse von Seiten der Unternehmen ist da, die Ausgestaltung der Börse wird im Nachgang der Veranstaltung konkretisiert.

Zum Ende der Veranstaltung stellte Frau Heidrun Hausen, Geschäftsführerin der Campus-Company, den „Outdoor-Hörsaal auf dem Umwelt-Campus“, den neueröffneten Hochseilgarten vor. Unter dem Motto „Grenzen überwinden – Bildung erleben!“ wird Spannung, Nervenkitzel, Spaß und konzentriertes Arbeiten optimal miteinander verbunden und bietet ein ideales Angebot für Firmen (Teamtrainings, Unterstützung von Seminaren etc.). Bei einem Schnuppertraining im Hochseilgarten fand die Veranstaltung bei interessanten und angeregten Gesprächen Ihren Ausklang.

Juni 2010 - Grundschule Oberkichen zu Besuch am Umwelt-Campus Birkenfeld

Am 24.06.2010 besuchte die Klasse 2b der Grundschule Oberkirchen mit ihrer Lehrerin, Frau Annemarie Jung, den Umwelt-Campus Birkenfeld im Rahmen einer Veranstaltung der Kinder-Uni. Pünktlich um 9.30 Uhr trafen die Kinder mit ihrer Lehrerin und einigen Eltern und Großeltern am Campus ein. Dort wurden sie von der Verwaltungsleiterin, Frau Claudia Hornig, und dem Vizepräsidenten, Prof. Dr. Norbert Kuhn, begrüßt. Nach einem stärkenden Frühstück begaben sich die Kinder ins Physiktechnikum, wo ihnen Prof. Dr. Stefan Trapp und sein Team anhand vieler Experimente erklärte, was ein Drehimpuls ist und wie ein Fahrrad funktioniert. Danach ging es auf die grüne Wiese, wo ein mit Helium gefülltes Luftschiff, ausgestattet mit einer Kamera, den Kindern unten zeigte, wie die Welt von oben aussieht. Abschließend zeigte ihnen Christian Seibert, Leiter des Technikums Maschinenbau, was eine CNC-Fräse alles kann und jedes Kind erhielt einen Bleistift mit eingefrästem Namen. Nach soviel neuen Eindrücken und Wissensvermittlung mussten sich die Kinder nochmals stärken, bevor sie die Heimfahrt antraten und pünktlich um 12.45 Uhr wieder in Oberkirchen eintrafen. Nochmals herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses tollen Vormittages beigetragen haben.

Juni 2010 - Neuer „Contrat de coopération“ zwischen Hochschule in Nantes und Birkenfeld

Kevin Kaiser, Otti Bocquet, Prof. Dr. Klaus Helling, Aloisia Sens, Matthew Lay

Was vor zehn Jahren auf dem Deutsch- Französischen Forum in Mainz begann, wurde nun offiziell bestätigt: Der Kooperationsvertrag zwischen dem Umwelt-Campus Birkenfeld und der École Nantaise de Commerce – kurz ENACOM – wurde am 18. Juni 2010 von Prof. Dr. Klaus Helling, Dekan des Fachbereichs Umweltwirtschaft / -recht, am Umwelt-Campus unterzeichnet. Durch diesen Vertrag erhalten die Studierenden aus Birkenfeld die Möglichkeit ihr Praxissemester in Nantes zu absolvieren; Studierende der ENACOM können künftig ihren Bachelor  im Studiengang Umwelt- und Betriebswirtschaft am Campus ablegen. Aufgebaut wurde die erfolgreiche deutsch-französische Kooperation von der Campus-Professorin Dr. Cornelia Strieder und der Auslandsbeauftragten der ENACOM Madame Otti Bocquet. Dass die Zusammenarbeit lebt, zeigt das Foto, auf dem u.a. der „zukünftige“ französische „Campus“- Student Matthew Lay mit seinem deutschen Kommilitonen Kevin Kaiser zu sehen ist. Sarah Schäfer, eine Umweltwirtschaft-Studierende wird im September zu ihrem Studium nach Nantes aufbrechen – eigentlich nichts Ungewöhnliches, da es schon viel Studierende gab, die dieses Angebot in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich angenommen haben. Ein weiteres hervorragendes Beispiel ist die französische Studentin Helene Marre, die im Juli 2009 den Bachelorabschluss in Birkenfeld ablegte und mittlerweile im deutsch-japanischen Masterstudiengang „International Material Flow Management“  in Beppu (Japan) studiert und ab Herbst für das letzte Studienjahr nach Birkenfeld zurückkehrt.

 

Juni 2010 - "Nachwuchs-Forscher" am Campus

Bild: Maike Lang (Laborantin) zeigt den „Nachwuchs-Forschern“ der KiTa St. Jakobus die Herstellung von Elefanten-Zahnpasta

Auf Einladung des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) besuchten 25 „Nachwuchs-Forscher“ der katholischen Kindertagesstätte St. Jakobus mit Eltern und Betreuerinnen den Umwelt-Campus Birkenfeld und verbrachten einen spannenden Vormittag.

Nachdem die kleinen Entdecker den Heizungskeller und die Solarthermie-Anlage auf dem Dach des Zentralen Neubaus genauestens unter die Lupe nahmen,  erklärte  Dr. Michael Knaus den Vorschulkindern in einer kleinen Vorlesung „Wie aus einem Misthaufen Strom gemacht werden kann“ und den Unterschied zwischen fossiler und erneuerbarer Energie. Er zeigte anhand einer Biogasanlage wie Biomasse (z.B. Holz, aus Pflanzen, Biomüll oder Gülle) erwärmt und in einem luftdicht verschlossenen Behälter gelagert wird, in dem die Masse dann mithilfe von Bakterien anfängt zu faulen und zu gären. Durch diesen Prozess entsteht Biogas, das dann zur Stromproduktion verwendet werden kann. Danach führte Michael Emrich im Technikum den Kids den intelligenten Roboter vor, der sogar schreiben kann. Nach einer kurzen Ruhepause und ruhigen Bibliothek-Führung, führte Maike Lang einige chemische „Zaubertricks“ vor und brachte so den jungen Forschern das Thema der chemischen Reaktion näher. Gespannt verfolgten die kleinen Entdecker, wie aus verschiedenen Flüssigkeiten eine Elefanten-Zahnpasta wurde.

Das Ganze entstand aus einer Reaktion von Wasserstoffperoxid (bekannt als Bleichmittel), Kaliumiodid (ein Salz, dass unter anderem für Strahlenschutztabletten genutzt wird) und handelsüblichem Spülmittel. Bei dieser Reaktion entwickelt sich heißes Gas im Messzylinder , das allerdings nicht zu sehen ist. Sehr wohl zu sehen war aber, wie heiß der Schaum war, als ihn die Nachwuchswissenschaftler in die Hand nahmen. Gibt man noch Farbstoffe hinzu sieht der Schaum aus wie überdimensionierte Zahnpasta - eben gemacht für Elefanten.

Bei schönem Wetter wurden dann noch vor dem großen Audimax Würstchen verspeist, bevor die Kids den Rückweg in die KiTa antraten. Die jungen Forscher zeigten sich schwer beeindruckt. Manch eine(r) hat noch am gleichen Tag beschlossen, nach der Schule, die für alle nach den Sommerferien beginnen wird, an dem Campus zum „Forschen“ zu kommen.

Juni 2010 - Wassertag am Umwelt-Campus Birkenfeld

Bild: (von links nach rechts): Daniela Eimermann (Barmer GEK), Monika Buss (Barmer GEK), Thomas Schulz (HUK-Coburg), Ingo Petry (Gewinner)

Viel und gesund trinken hält körperlich und geistig fit!

Der Umwelt-Campus will etwas für die Gesundheit seiner Studenten und Mitarbeiter tun und bot am Donnerstag 17. Juni ab 11 Uhr den "Wassertag" im Zentralen Neubau an. Dabei wurden die Besucher mit Hilfe einer Wasserbar kostenlos mit Mineralwasser versorgt und so animiert, ausreichend zu trinken.  Ermöglicht wurde dies durch die Kooperation mit dem Mineralwasserbetrieb Schwollener Sprudel GmbH & Co. KG und den Gesundheitsexperten der Barmer GEK Krankenkasse.

Regelmäßig über den Tag verteilt ausreichend trinken – gerade bei hohen Temperaturen – ist die Grundvoraussetzung, um körperlich und geistig fit und gesund zu bleiben. Trotzdem trinken viele Menschen zu wenig und zum falschen Zeitpunkt, z.B. weil sie durch Arbeit, Stress oder andere Ablenkungen einfach nicht daran denken. Schlappheit und Kopfschmerzen sind häufig die Folge. Wassermangel kann sogar krank machen. Während uns die Anzeige in unserem Auto automatisch daran erinnert, nachzutanken, meldet sich der Körper erst mit einer Art Notsignal – dem Durstgefühl. Hierauf darf man sich allerdings nicht verlassen. Denn wenn wir Durst haben, besteht bereits ein erheblicher Mangel an Flüssigkeit.

Neben der Wasserbar warteten noch weitere reizvolle Überraschungen und ein Gewinnspiel auf die Besucher. Mit einem Wii Fit Balance Bord sollte bei den Besucher die Lust an Sport und Bewegung geweckt werden. Die HUK-COBURG Versicherung nahm  als Kooperationspartner der Barmer GEK ebenfalls an der Veranstaltung teil und stiftete den 1. Preis des Gewinnspiels, ein Navigationsgerät.

 

Juni 2010 - Arbeitskreis für Bildung und Wissenschaft der FDP-Landtagsfraktion

Zu einem informellen Meinungsaustausch besuchten die FDP Landtagsmitglieder Werner Kuhn, Nicole Morsblech und Rita Wagner als Mitglieder des Arbeitskreises für Bildung und Jugend, für Wissenschaft und Kultur, Europa, und für Gleichstellung und Frauen den Umwelt-Campus Birkenfeld. Prof. Dr. Norbert Kuhn, Vizepräsident der Fachhochschule Trier, Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis und Prof. Dr. Rita Spatz, als Dekan und Pro-Dekanin im Fachbereich Umweltplanung/Umwelttechnik, sowie der Dekan des Fachbereichs Umweltwirtschaft/Umweltrecht, Prof. Dr. Klaus Helling informierten die Delegation über die neuesten Entwicklungen an der Hochschule. Neben der überaus positiven Entwicklung der Studierendenzahlen in Birkenfeld hob Prof. Kuhn dabei auch besonders die Stellung der FH Trier als führende Fachhochschule im Bereich der Drittmittelforschung hervor.

Wesentliche Punkte des Gesprächs waren die Novellierung des Hochschulgesetzes, die Forschungsförderung und die Hochschulfinanzierung in Rheinland-Pfalz. Neben den „normalen“ Mitteln im Landeshaushalt werden in den letzten Jahren zunehmend projektbezogen Gelder an die Hochschulen verteilt. Nach Meinung von Prof. Helling „hat dies einerseits zu einer Verbesserung der Haushaltssituation insgesamt an den Hochschulen geführt, andererseits ist mit diesem Vergabemechanismus auch ein deutlicher und zusätzlicher organisatorischer Aufwand verbunden“, Einig waren sich die Vertreter von Landtag und Hochschule darin, dass die projektbezogene Finanzierung nicht zu einer Reduzierung einer verlässlichen Grundfinanzierung der Hochschulen im Land führen darf.

Darüber hinaus war die frauenfördernde Ausrichtung des Umwelt-Campus besonderes Thema der Diskussion. „Die Mathematikvorlesung für Frauen, die Professorin Dr. Rita Spatz seit 2009 anbietet, ist eine zukunftsweisende und erfolgversprechende Initiative. Sie zeigt, dass Frauen am Umwelt-Campus darin unterstützt werden technische Studiengänge zu wählen,“ stellte Rita Wagner fest. Frau Wagner, Mitglied des Landtages und in der FDP-Fraktion für die Bereiche Gleichstellung und Frauen zuständig, ist sich sicher, dass Absolventinnen des Umwelt-Campus ein außergewöhnliches Ausbildungsprofil erhalten, welches besonders die Stärken von Frauen fördert. Darüber, dass ein erfolgreiches technisches Studium für Frauen ebenso wie für Männer möglich ist, waren sich Prof. Dr. Spatz und Frau Wagner einig. Wichtig sei es, durch gezielte Angebote und Projekte, Vorurteile aus dem Weg zu räumen.

Auch die gute regionale Zusammenarbeit mit Unternehmen in den neuen Dualen Studiengängen ist ein wichtiges und auszubauendes Merkmal des Umwelt-Campus, bestätigte Dr. Lothar Ackermann, der Vorsitzende der FDP im Landkreis Birkenfeld und zugleich  Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Koblenz, der ebenfalls an diesem Gespräch teilnahm.  Er sagte zu, das Angebot im Rahmen seiner Möglichkeiten weiter zu unterstützen.

Zum Schluss dankte Prof. Kuhn den Abgeordneten für ihr offenes Ohr zu den Anliegen der Hochschule. Beide Seiten lobten das konstruktive und informative Klima des Treffens und bekräftigten ihre Absicht, diese die Gespräche fortzusetzen. Sowohl der Umwelt-Campus als auch der Arbeitskreis der  Landtagsfraktion  könnten davon profitieren.

 

Bild: (von links nach rechts): Prof. Dr. Norbert Kuhn, Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis, Nicole Morsblech (MdL), Dr. Lothar Ackermann, Rita Wagner (MdL), Prof. Dr. Rita Spatz, Werner Kuhn (MdL)

Juni 2010 - "Nacht der Wissenschaft“ am Umwelt-Campus Birkenfeld

Am Mittwoch, den 09.06.2010 startete um 18 Uhr die dritte Nacht der Wissenschaft am Umwelt-Campus Birkenfeld. Der Standort der Fachhochschule Trier hatte eingeladen zu Kurzvorträgen von Professoren, die aus ihren Forschungssemestern berichteten. Nach einer Begrüßung durch die Dekane der beiden Fachbereiche am Standort, Prof. Dr. Klaus Helling (Fachbereich Umweltwirtschaft/-recht) und Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis (Fachbereich Umweltplanung/-technik) eröffnete Prof. Dr.  Peter Gutheil die Vortragsreihe.

 Er erläuterte seine bisherigen Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der „CNC-Programmierung und Maschinensimulation am ICAR der Clemson- University South Carolina, USA“.  Das dort neuerrichtete Forschungszentrum ICAR (International Center for Automotive Research) an
einem neuen Standort in Greenville SC bietet Gastwissenschaftlern die Möglichkeit, auch im Bereich Produktion/CNC-Fertigung, die Einrichtungen für eigene Forschungsarbeiten zu nutzen und/oder sich an laufenden Projekten zu beteiligten. Unter anderem ist an der 3D-Simulation von 5-achsigen
CNC-Bearbeitungen gearbeitet worden, die an Beispielen dargestellt wurde.  An der Kooperation haben auch Studierende des Umwelt-Campus Birkenfeld teilgenommen, die dort ihre Praxisphase absolviert und Abschlussarbeiten angefertigt haben. Die Möglichkeiten und Grenzen des Studierendenaustausches waren ein weiterer Aspekt des Vortrags.

Prof. Reinhold Moser nahm die Zuhörer anschließend in seine Überlegungen zum Thema „Griechenland in der Krise – Bedrohung für den Euro? mit. Griechenland – EU-Mitglied seit 1981, Mitglied im Euro-System seit 2001  – steckt in einer tiefen Anpassungskrise. Der öffentliche Haushalt ist hoch defizitär, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen insgesamt unzureichend. Mittlerweile hat Griechenland Schwierigkeiten, tragfähige Konditionen für die notwendigen Umschuldungen zu erhalten. Hilfsanträge an die europäischen Partner und an den Internationalen Währungsfonds IWF sind erfolgt. Befürchtet wird, dass Griechenland kein Einzelfall bleiben könnte, sind doch andere Euro-Staaten in durchaus ähnlicher Lage. Insbesondere in Deutschland sorgt man sich um die langfristige Stabilität des Euro und fürchtet dauerhafte Zahlungen an Problemkandidaten. In seinem Vortrag wurden u.a.  Fragen nachgegangen wie „Wie konnte es zu der gegenwärtigen Lage kommen?  Ist der Euro als solcher gefährdet? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um aus dem Euro auf Dauer eine Erfolgsgeschichte zu machen?“.

Mit „Wie umweltfreundlich sind Elektroautos? Der Hoffnungsträger der Mobilität in der Diskussion“ beschäftigte sich im folgenden Vortrag Prof. Dr. Eckard Helmers. Wirtschaftssystem und persönliche Lebensweise sind heute von enormer Mobilität gekennzeichnet. Ein Großteil der Mobilität wird individuell mit dem Auto erbracht. Die Problematik der fossilen Ressourcen, toxische sowie CO2-Emissionen konventioneller Kraftfahrzeuge machen klar: Alternativen zu fossilen Treibstoffen sind unumgänglich. In seinem Vortrag wurden unter anderem  Fragen angesprochen, wie „Welche Alternativen zu fossilen Treibstoffen und Verbrennungsmotoren sind verfügbar und sinnvoll? und „Welches Potential haben Elektroautos aktuell?“.

In seinem Vortrag "Zero-Emission-Strategien für Unternehmen – mit betrieblichem Stoffstrommanagement die Umwelt entlasten und die Kosten senken" zeigt Prof. Dr. Klaus Helling mit Hilfe von Best Practice-Beispielen, dass sich Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg nicht ausschliessen. Die zunächst absurd klingende Idee einer Produktion ohne Emissionen wurde bereits im Jahr 1997 von Gunter Pauli formuliert. In einer echten Kreislaufwirtschaft sind demnach alle Outputs eines Produktionsprozesses wieder als Input für einen nachfolgenden Produktionsprozess zu verwenden. "Zero-Emissions" sind somit als ultimatives Ziel des produktionsintegrierten Umweltschutzes zu verstehen.
Prof. Dr. Klaus Helling ist im Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) verantwortlich für den Bereich des betrieblichen Stoffstrommanagements. Er leitet im Rahmen der rheinland-pfälzischen Initiative "EffCheck" Projekte, die Unternehmen helfen, die Umwelt zu entlasten und die Produktionskosten zu senken. Aktuell wurden EffCheck-Projekte bei der Firma Natus und Trierischen
Volksfreund sowie bei der Firma Mertes in Bernkastel-Kues erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus betreut Prof. Helling für das Ifas in Worms ein Energieeffizienznetzwerk, in dem 15 Unternehmen gemeinsam daran arbeiten, Energie zu sparen.

Beim anschließenden Get Together mit regionaler Küche klang der gelungene Abend mit angeregten gemeinsamen Gesprächen aus.

 

Foto(von links nach rechts): Prof. Dr. Helling, Prof. Dr. Helmers, Prof. Moser, Prof. Dr. Gutheil

Mai 2010 - Studierendenwerk Trier ermöglicht umweltfreundliches Service-Angebot „Carshare“ für die Studierenden des Umwelt-Campus Birkenfeld

Etwa jeder 10. Studierende für den das Studierendenwerk Trier zuständig ist, lernt (und lebt) auf dem Umwelt-Campus in Birkenfeld. Trotz exzellenter Bahnverbindungen am Hochschulgelände sind einige nahe gelegene Ausflugsziele – wie z.B. der Bostalsee – besser mit dem PKW zu erreichen. Dass der durchschnittliche deutsche Studierende jedoch ein ehr knappes Budget zur Verfügung hat, ist nichts Neues. Die Finanzierung eines eigenen Autos während des Studiums kann sich nicht jeder leisten. Diese Probleme sind auch dem Studierendenwerk Trier bekannt. Geschäftsführer  Andreas Wagner und sein Team hatten es sich daher zum Ziel gesetzt, den Studierenden des Umwelt-Campus die Möglichkeit zu bieten, diese Ziele kostengünstig und flexibel zu erreichen - und ganz im Sinne des Zero-Emmision Konzepts der Hochschule sollte dies auch noch umweltschonend sein!

Auf Anregung des IfaS-Instituts (Institut für angewandtes Stoffstrommanagement), einem In-Institut der FH Trier, hat das Studierendenwerk nun drei mit Pflanzenöl betriebene Fahrzeuge beschafft, von denen zwei den Studierenden des Institutes im Rahmen eines Dauermietvertrages zur Verfügung stehen. Das dritte Fahrzeug ergänzt als umweltfreundlicher Kombi das Service-Angebot für die Studierenden vor Ort, indem es von den Studierenden zu günstigen Preisen für private Zwecke und zum Car-Sharing angemietet werden kann.

Bei der Suche nach Firmen, die eine Anpassung der Motoren für Pflanzenöl durchführen und diese Fahrzeuge im Rahmen eines Leasing-Vertrages zur Verfügung stellen, hat das Studierendenwerk Trier keine Mühen gescheut. Erst im mittelsächsischen Brand-Erbisdorf wurde man fündig. Am Tag der offnen Tür des Umwelt-Campus fand schließlich die offizielle Übergabe der drei pflanzenöltauglichen Fahrzeuge statt. Vertreter des Projekts ‚tanklust’ aus Sachsen waren vor Ort.

Zum Betrieb der Fahrzeuge steht auf dem Umwelt-Campus eine Pflanzenölzapfsäule zur Verfügung. Die Fahrzeuge können gegen ein geringes Entgelt angemietet werden. So bleibt es erschwinglich, einen Ausflug zum nahe gelegenen See oder in die nächst größere Stadt zum Einkaufen zu machen und gleichzeitig die Umwelt und den Geldbeutel zu schonen. Ein rundum gelungenes Projekt. Na dann, „Pack die Badehose ein und los geht’s!“

Weitere Informationen über die Aktivitäten des Studierendenwerkes Trier und des Umwelt-Campus Birkenfeld finden Sie unter: www.studiwerk.de  und www.umwelt-campus.de

Das Bild zeigt (von links nach rechts): Sascha Wagner (Vertreter des Projekts 'tanklust'), Prof. Dr. Helling, Andreas Wagner (Geschäftsführer des Studierendenwerk Trier, Prof. Dr. Norbert Kuhn und Frau Claudia Hornig bei der Übergabe der Pflanzenölautos an den Umwelt-Campus Birkenfeld

Mai 2010 - „Die Welt steht kopf – Wie kommt das Bild in den Fotoapparat“

Eine interessante und faszinierende Projektwoche erlebten 30 Schülerinnen und Schüler der Grundschule in Hoppstätten-Weiersbach vom 25.05 – 29.05.2010. Durchgeführt wurde diese von Studierenden des Umwelt-Campus Birkenfeld, unterstützt durch das Zentrum für Umwelt-Kommunikation und dem Verein Kids am Campus.

Das spannende Thema „Die Welt steht kopf – Wie kommt das Bild in den Fotoapparat“ beschäftigte die Kinder eine Woche lang. Anhand von Experimenten und Rätseln wurde das Prinzip und die Geschichte der Kamera einfach und spielerisch erklärt. In Kleingruppen von jeweils 3 Schülern wurde eine eigene Kamera („Camera Obscura“) nachgebaut. Nach der Fertigstellung hieß es geeignete Motive suchen. Durch die Fantasie der Kinder entstanden dabei viele tolle Bilder mit einem ganz eigenen Charme.

Auch das Prinzip der Entwicklung blieb dabei kein Geheimnis. Die Grundschule stelle einen Raum zur Verfügung, der kurzer Hand in eine Dunkelkammer umgebaut wurde. Hier konnten die Kinder selbst dabei zuschauen wie aus einfachem weißem Fotopapier ihre Bilder entstanden. Nicht nur die Schüler sondern auch die Lehrer und Studierenden waren erstaunt und begeistert welche super Werke dabei zum Vorschein kamen. Während des Projektes konnten Erfahrungen und praktische Kenntnisse im Umgang mit technischen Medien und ihrer Anwendung gesammelt werden. Die Schüler erkundeten wie Bilder entstehen und erweiterten dabei, neben den Erfahrungen und praktischen Kenntnissen, das allgemeine Verständnis über den Mechanismus einer Kamera.

Ein weiterer Erfolg war dann die Eröffnung der Ausstellung am 29.05.2010 im Rahmen des „Tag der offenen Tür“ des Umwelt-Campus. Neben vielen Eltern waren auch Lehrer, Professoren, Mitarbeiter und Studierende der Einladung gefolgt um sich die Bilder der stolzen Kinder anzuschauen.

Kids am Campus e.V.

Mai 2010 - Tag der offenen Tür auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld

 

Forschung aus erster Hand, Wissenschaft „zum Anfassen“  und ein vielfältiges Unterhaltungsangebot – all das gab es am „Tag der offenen Tür“ am 29. Mai 2010 auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld zu sehen und zu erleben.

Das umfassende Programm mit Mitmach-Experimenten,  interessanten Vorträgen und Führungen , zu den Themen LEBEN, LERNEN und TECHNIK am Campus war praktisch überall ausgebucht. Besonders begehrt waren die Führungen zum Thema Technik, die  Dr. Christoph Kaup, Chef des Klimatechnik-Unternehmens Howatherm, durchführte. Gleichzeitig stellten über 20 Unternehmen und Behörden ihre Leistungen vor, von denen viele ihren Firmensitz auf dem Umwelt-Campus haben. Bei der gemeinsamen Eröffnung stellten Vizepräsident Prof. Dr. Norbert Kuhn und die Geschäftsführerin der Campus Company, Heidrun Hausen die Vorzüge  des Studiums auf dem Umwelt-Campus vor. Individuelle Betreuung durch die Dozenten, ein vielfältiges Angebot im Freizeitleben, über 10 Firmen direkt auf dem Campus und jede Menge Raum, sich selbst einzubringen, seien gute Gründe die Ausbildung auf dem Umwelt-Campus zu beginnen.

 Schon ab Freitag  feierten die Studenten ihr „Green Hill Festival“ mit zahlreichen Live Bands, Frühschoppen und Flohmarkt.

Große Freude herrschte bei allen drei Veranstaltern auf dem Campus  über den unerwarteten Besucheransturm, da viele Besucher  auch eine längere Anfahrt in Kauf genommen hatten, um sich auf dem Campus umzusehen.

Prof. Kuhn und Frau Hausen kündigten schon fürs kommende Jahr einen weiteren Tag der offen Tür auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld an. Beide dankten allen Mitwirkenden für die Unterstützung, die einen so erfolgreichen Tag möglich gemacht hatten.

 

Mai 2010 - Die Welt in Birkenfeld

„Explore Sustainability in Germany“ – unter diesem Motto findet von April bis Juli 2010 am Umwelt-Campus Birkenfeld bereits zum zweiten Mal das internationale Studiensemester „Principles of Sustainable Business“ statt. Im Rahmen dieses Programms hat der Umwelt-Campus internationale Gaststudenten von Partnerhochschulen aus der ganzen Welt eingeladen, um gemeinsam mit deutschen Studierenden Themen der Nachhaltigkeit aus einer globalen Sichtweise zu erforschen. In diesem Jahr wurden 20 Studierende aus China, Südkorea, USA, Kolumbien, Brasilien, Zypern und Frankreich ausgewählt.

Am 9. April wurde das Study Semester offiziell mit einer Welcome-Party für die Neuankömmlinge eingeläutet. Nun thematisieren die Studierenden in gemeinsamen Vorlesungen und Seminaren mit Bachelor-Studierenden vom Umwelt-Campus Birkenfeld wirtschaftliche, rechtliche als auch technische Aspekte. Sämtliche Veranstaltungen werden in englischer Sprache gehalten. Daneben werden zahlreiche Exkursionen und Freizeitaktivitäten angeboten. Auf dem Programm stehen unter anderem Besichtigungen der Energielandschaft Morbach und des Geothermiekraftwerkes in Landau sowie Stadtführungen und Kultur-Veranstaltungen. So können sich die Studierenden aus aller Welt vor Ort ein Bild von den regionalen Nutzungsmöglichkeiten für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien machen und sich davon überzeugen, wie man das theoretische Wissen von der Hochschule direkt in zukunftsweisenden Projekten anwenden kann. „Das Study Semester ist eine einmalige Chance für uns, denn am Campus haben wir die Möglichkeit die Entwicklung und Implementierung der neuesten Technologien im Bereich Erneuerbare Energien hautnah mitzuerleben. Die Vielfalt dieser Energiequellen hat uns sofort beeindruckt. Es ist sehr spannend sich mit Menschen aus ganzen Welt zu diesen Themen auszutauschen, Ideen zu entwickeln und ein Netzwerk aufzubauen,“ erzählt Beatriz Slikta de Sousa aus Brasilien. 

Nicht nur Umwelttechnik "made in Germany" ist international sehr gefragt und exzellent positioniert – Deutschland ist auch ein attraktiver Bildungsstandort im Bereich Nachhaltigkeit. Als eine der führenden Hochschulen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit ist der Umwelt-Campus bestrebt, Interdisziplinarität zu fördern und die Vernetzung zu internationalen Bildungs- und Forschungsinstituten zu vertiefen. Damit liegt die wachsende globale Präsenz des Umwelt-Campus ganz im Trend der bildungs- und innovationspolitischen Ziele der Bundesregierung. Laut Bundesministerium für Bildung und Forschung muss „die internationale Ausrichtung deutscher Hochschulen vorangetrieben werden, um die Attraktivität deutscher Bildungseinrichtungen für ausländische Studierende und Wissenschaftler zu steigern. Nur wenn Deutschland international orientierte und kompatible Studiengänge, internationale Studienabschlüsse und Graduiertenkollegs anbietet, können die besten Köpfe weltweit gewonnen und gehalten werden.“ Das neue Kursangebot am Umwelt-Campus ist ein großer Schritt in diese Richtung. Renommierte ausländische Hochschulen zeigten bereits großes Interesse an der Teilnahme ihrer Studierenden und die Anzahl der Bewerbungen übertraf die Erwartungen bei weitem.

 „Wir wollen den Studenten das Handwerkszeug mitgeben, mit dem sie ihre Zukunft nachhaltig gestalten können: In einem multikulturellen Team innovative Ideen erkennen, ihren rechtlichen und ökonomischen Rahmen verstehen und modellieren und das geschickt zu kommunizieren und schließlich umzusetzen – so entstehen neue innovative Unternehmen!“ sagt Prof. Dr. Christian Kammlott, einer der Initiatoren des Projektes.

Forschen und lernen in Birkenfeld bietet somit die Basis für neues globales Handeln. Vielleicht werden die Study Semester Absolventen aus China – dem inzwischen größten CO2–Emittenten der Welt – bald als neue Generation umweltorientierter Unternehmer ihr Land umkrempeln?

Mai 2010 - Grüne Softwaretechnik - Forschungsprojekt am Umwelt-Campus Birkenfeld

(v. l. n. r.) Dipl.-Inform. (FH) Markus Dick, M.A., Ahmet Atmaca (Student der Angewandten Informatik), Prof. Dr. Stefan Naumann. Ahmet Atmaca demonstriert den Energiebedarf verschiedener Webseiten.

„Welche Webseiten werden mit erneuerbaren Energien betrieben? Wie kann man den Stromverbrauch von Office-Anwendungen senken? Hat Software überhaupt einen Strom- und Ressourcenverbrauch?“ Diesen und weiteren Fragen geht das Forschungsprojekt „Green Software Engineering“ am Umwelt-Campus Birkenfeld auf den Grund. Das Projektteam um Prof. Dr. Stefan Naumann untersucht die Auswirkungen von Softwareprodukten, wie beispielsweise Web-Browsern, Internetanwendungen oder Bürosoftware auf die Umwelt.

In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels ist es selbstverständlich geworden, dass bei Kühlschränken, Waschmaschinen, Spülmaschinen, Autos und Autoreifen Angaben über den durch die Benutzung zu erwartenden Energieverbrauch oder den Kohlendioxidausstoß gemacht werden. Das bezeugen die EU-Energielabels, die Auskunft über die Energieeffizienzklassen von Haushaltsgeräten und Leuchtmitteln geben. In der IT-Branche wurden entsprechende Gütesiegel für IT-Geräte, wie der ENERGY STAR, erst im Zuge der Green IT-Debatte der letzten Jahre salonfähig. Bisher wurde aber vor allem die Hardware betrachtet. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob die durch die Informationstechnologie verursachten Verbräuche an natürlichen Ressourcen und Energie ursächlich der Elektronik und somit der Hardware zuzurechnen sind, oder ob sie nicht vielmehr der Software zugerechnet werden müssen, die mit ihren Funktionen und Diensten die Hardware benutzbar macht.

„Bei der Entwicklung materieller Produkte wie Kühlschränke oder Fahrzeuge hat die Betrachtung ihrer Umweltwirkungen von der Herstellung über die Anwendung bis hin zur Entsorgung längst Einzug gehalten. Bei Softwareprodukten hingegen bleiben Umweltwirkungen bisher weitgehend unberücksichtigt“ stellt Prof. Naumann fest. Ein wesentliches Ziel des Projektes liegt daher darin, die Prinzipien eines ökologischen Produktentwurfs auch auf die Entwicklung und Nutzung von Software zu übertragen. Als Vorarbeit messen hierzu Studierende der Angewandten Informatik den Stromverbrauch von Web-Browsern bei der Darstellung unterschiedlicher Webseiten.

Für Softwareentwickler, Administratoren und Endanwender sollen im Rahmen des Projekts Hilfsmittel, Leitfäden und Handlungsempfehlungen bereitgestellt werden. Diese Werkzeuge sollen zum einen die unmittelbaren Umweltwirkungen (z. B. Energieverbrauch) berücksichtigen, die sich durch den Betrieb eines Softwareproduktes ergeben. Mit ihnen sollen aber auch die zu erwartenden mittelbaren Auswirkungen eines neuen Softwareproduktes auf Umwelt, Gesellschaft, Arbeitswelt und Wirtschaft abgeschätzt werden können. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 17N1209) über einen Zeitraum von drei Jahren mit knapp 260.000 Euro gefördert. Erste Projektergebnisse sind auf der Homepage http://www.green-software-engineering.de/ zu finden. Das Projektteam steht am Tag der offenen Tür des Umwelt-Campus Birkenfeld am 29. Mai 2010 für anregende Diskussionen gerne zur Verfügung.

Für Rückfragen stehen Ihnen Dipl.-Inform. (FH) Markus Dick, M.A. unter (06782) 17-1955 / m.dick@umwelt-campus.de und Prof. Dr. Stefan Naumann (06782) 17-1217 / s.naumann@umwelt-campus.de, zur Verfügung.

 

Mai 2010 - Studierende des Umwelt-Campus gewinnen deutschlandweiten iPhone Programmierwettbewerb

Dominik Trumm, Andreas Kunze, Matthias Pape

Mit einem pfiffigen Programm für das iPhone zum Thema Fußball-Weltmeisterschaft hat ein Team aus drei Studierenden des Umwelt-Campus am 1. Mai den deutschlandweiten AppQuest Programmierwettbewerb 2010 der Deutschen Akademikerfinanz und des dpunkt.verlages gewonnen. Mit ihrem Programm „World Champ Mania - das ultimative WM-Tool!“ belegten sie den ersten Platz im Themenbereich "WM 2010", bei dem „interessante, clevere und nützliche Apps rund um die nächste WM in Südafrika“ gesucht wurden.

Andreas Kunze, Matthias Pape und Dominik Trumm, sind drei Studierende der Medieninformatik am Umwelt-Campus Birkenfeld. Zusammen entwickelten sie den WM-Planer „World Champ Mania“, der sich bei der Bewertung durch eine Expertenjury gegen die zahlreichen Mitbewerber durchsetzte.

Die „App“, wie die Programme für das iPhone genannt werden, ruft sämtliche Informationen über Spieler, Stadien, Länder sowie natürlich die aktuellen Ergebnisse und Statistiken der kommenden Fußball-WM in Südafrika aus dem Internet ab und präsentiert sie auf dem iPhone. Zusätzlich können interessante Infos zu den bisherigen Weltmeisterschaften angezeigt werden. Weiterhin enthält die App ein Tippspiel, bei dem man nicht nur gegen seine Freunde, sondern weltweit gegen alle Benutzer von World Champ Mania antreten kann.

„Mit World Champ Mania sind alle diese und viele andere Informationen nur einen Klick entfernt. So kann man überall und zu jeder Zeit durch sein Wissen groß auftrumpfen…“ beschreibt Dominik Trumm auf der eigens für die App erstellten Webseite www.worldchampmania.com die Funktionen des Programms.

„Nachdem wir den Wettbewerb entdeckt hatten, kauften wir uns einen Mac Mini und legten los“ kommentierte Matthias Pape. „Wir ahnten natürlich nicht, dass wir direkt mit unserer ersten App den ersten Platz belegen würden.“ Besonders stolz auf den Erfolg der Studierenden zeigte sich auch Vizepräsident Prof. Norbert Kuhn. „In der Wirtschaft werden im Moment verstärkt Entwickler für das iPhone gesucht. Das Ergebnis zeigt uns, welch tolles Potenzial in unseren Studierenden steckt.“

Das Programm ist ab sofort im iTunes-Store zu haben.  Die Entwickler werden es auch persönlich am Tag der Offenen Tür am Umwelt-Campus, am 29.05.2010 vorstellen.

 

Absolventenstudie bestätigt: "Der Bachelor ist in der Wirtschaft willkommen"

Die folgende Studie wurde vom Zentrum für Qualitätssicherung der Uni Mainz im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur durchgeführt. Weitere Infos unter: www.mbwjk.rlp.de

„Die Abschlüsse der neuen Studienstruktur haben im Hinblick auf die Einmündung in die Berufstätigkeit ihren ersten Praxistest bestanden“, resümiert Wissenschaftsministerin Doris Ahnen anlässlich eines Pressegesprächs mit dem Präsidenten der Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Dr. Gerhard F. Braun, zur Arbeitsmarktintegration von Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen.

„Die Ergebnisse einer aktuellen Befragung von rheinland-pfälzischen Bachelor- und Masterabsolventen zeigen, dass diese eine hohe Erwerbstätigkeitsquote aufweisen, sie gezielt und schnell einen Job finden und dem Arbeitsmarkt mit deutlich kürzerer Studienzeit zeitnäher zur Verfügung stehen“, so Ministerin Ahnen. Diese Tendenz werde auch von bundesweiten Studien untermauert.

Die Befragung der rheinland-pfälzischen Absolventen habe ergeben, dass Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen teilweise weniger Bewerbungsanläufe benötigt hätten, als Absolventinnen und Absolventen der traditionellen Studiengänge. 82% der Befragten seien zum Abfragezeitpunkt, also eineinhalb bis zweieinhalb Jahre nach Abschluss ihres Studiums, erwerbstätig gewesen, die Meisten in einer unbefristeten Beschäftigung, nämlich 74%. In einer Befragung ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 60%. Ein Großteil der nicht erwerbstätigen Befragten befindet sich in einem weiterführenden, meist konsekutiven Studium. Im Schnitt suchten die inzwischen berufstätigen Bachelorabsolventinnen und -absolventen zweieinhalb Monate, die Masterabsolventinnen und -absolventen dreieinhalb Monate nach einem Arbeitsplatz. In der Vorjahresbefragung betrug die mittlere Suchdauer aller Hochschulabsolventinnen und -absolventen fünf Monate.

„Die Rückmeldungen der Absolventinnen und Absolventen bestätigen zudem, dass sich die neue Studienstruktur sehr wohl mit hoher Qualität im Hinblick auf Ergebnisse und erworbene Kompetenzen vereinbaren lässt“, erläutert Doris Ahnen weiter. „Ein Großteil der Befragten erfährt sich bei seinem Berufseinstieg als grundsätzlich angemessen qualifiziert. Zudem zeichnen die Befragten ein positives Bild der im Studium erworbenen Kompetenzen“, so Ahnen.

Eine Einschätzung, die LVU-Präsident Braun teilt: „Die Absolventen unserer Hochschulen sind gut ausgebildet und werden von den rheinland-pfälzischen Unternehmen gerne aufgenommen. Nicht zuletzt die stärkere Betonung des Praxisbezugs, die mit der Reform der Studiengänge einhergegangen ist, macht die Absolventen für die Wirtschaft besonders interessant. Die rheinland-pfälzischen Unternehmen werden die Hochschulen gerne dabei unterstützen, diesen Weg weiter zu gehen.“ Er gehe davon aus, so Braun weiter, dass mit der zunehmenden Verbreitung der neuen Abschlüsse auf dem Arbeitsmarkt auch die vereinzelt noch vorhandenen Vorurteile gegenüber den Bachelorabschlüssen verschwinden werden.

Erfreulich sei auch, so Ministerin Ahnen weiter, dass insgesamt eine hohe Studienzufriedenheit bei den Absolventinnen und Absolventen der neuen Studienstruktur festzustellen sei und die Bedeutung eines stärkeren Praxisbezuges zugenommen habe. So gaben mehr als zwei Drittel der befragten Bachelorabsolventinnen und -absolventen an, im Laufe ihres Studiums mit Beispielen aus der Praxis gearbeitet zu haben, 40% der Abschlussarbeiten im Bachelor wurden in Kooperation mit Unternehmen angefertigt.

Dennoch habe die konsequente und zügige Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses auch weiterhin Priorität. Verbesserungsbedarf gebe es beispielsweise bei der Schaffung größerer Mobilitätsfenster, um Auslandaufenthalte in das Studium zu integrieren sowie bei der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen wie EDV-Fertigkeiten, kommunikativen Fähigkeiten oder Führungs- und Entscheidungsfähigkeit.

„Zu einer ehrlichen Analyse gehört, dass es bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses teilweise zu Überreglementierungen gekommen ist. Die Hochschulen des Landes sind derzeit dabei, alle Studienprogramme auf Studierbarkeit zu überprüfen. Dieser Prozess wird durch konkrete Maßnahmen unterstützt, für die Land und Hochschulen zehn Millionen Euro bereitgestellt haben“, so Ahnen. Diesen positiven Trend weiter stützend, erweitere das Land außerdem kontinuierlich berufsintegrierende und duale Studienangebote. So seien gerade die dualen Studiengänge „Weinbau und Oenologie“ und „Logistik“ sowie „Finanzdienstleistungen“ an der Fachhochschule Kaiserslautern oder „Betriebswirtschaft Pflege“ an der Fachhochschule Koblenz gefördert worden. Außerdem öffne das Land die Hochschulen verstärkt für beruflich Qualifizierte, um noch mehr Menschen für ein Hochschulstudium zu gewinnen. Dieses Ziel werde verstärkt durch die Hochschulgesetznovelle der Landesregierung, die sich derzeit im parlamentarischen Verfahren befindet.

Ministerin Ahnen appellierte auch an die Wirtschaft, den positiven Trend der Berufsintegration von Bachelor- und Masterabsolventen weiterhin zu unterstützen. LVU-Präsident Braun unterstrich dieses Ziel und sagte zu, auch weiterhin bei den rheinland-pfälzischen Unternehmen für den Bachelorabschluss zu werben und damit möglichst vielen Absolventinnen und Absolventen auch in konjunkturell schwierigen Zeiten einen leichten Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.

„Wenn wir im Land weiterhin eine so positive Entwicklung zu verzeichnen haben, zeigt sich, dass die Reform der Studiengänge in Bezug auf ein ganz wichtiges Ziel, nämlich auf die Deckung des Fachkräftebedarfs, ein richtiger, wichtiger und erfolgreicher Schritt war“, so die Bilanz von Wissenschaftsministerin Ahnen und LVU-Präsident Braun.


Absolventenstudie Rheinland-Pfalz

Durchführende:
Hochschulevaluierungsverbund Südwest
Befragte:
Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen, Abschlusszeitraum Sommersemester 2007 bis Sommersemester 2008
Zahl der Befragten:
angeschrieben 947 BA-AbsolventInnen, Rücklauf 268 BA-AbsolventInnen.
angeschrieben 1.474 MA-AbsolventInnen, Rücklauf 331 MA-AbsolventInnen
Befragungszeitraum:
Oktober 2009 bis Dezember 2009

April 2010 - Wertschöpfung in der Region durch einen Erneuerbare Energien-Mix?

IfaS empfängt Vertreter des Landkreises St. Wendel am
Umwelt-Campus Birkenfeld

Mitte April folgten der Landrat des Kreises St. Wendel, Udo Recktenwald,
der Bürgermeister der Gemeinde Nohfelden, Andreas Veit und der
Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land
mbH, Hans-Josef Scholl einer Einladung des Institutes für angewandtes
Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld. Während eines
technischen Rundgangs am Campus konnten sich die Herren von der Vielfalt
der am Standort implementierten Technologien im Bereich der Erneuerbaren
Energien überzeugen. Im Anschluss an die Führung wurden Recktenwald,
Veit und Scholl von Prof. Dr. Kuhn, Vizepräsident der FH Trier und von
Prof. Dr. Heck, Geschäftsführender Direktor des IfaS im Institut
empfangen. "Auch die Entwicklung eines Null-Emission Konzepts im Kreis
St. Wendel wäre eine zukunftsträchtiges Projekt," bestätigte Prof. Heck
und führte als erfolgreiche Beispiele u.a. die VG Weilerbach und die
Gemeinde Nalbach an. Landrat Recktenwald, Bürgermeister Veit und
Hans-Josef Scholl bekundeten großes Interesse an regionalen Projekten.
Udo Recktenwald: "Das Bewusstsein ist da, jetzt suchen wir nach
Möglichkeiten gemeinsame Projekte zu verwirklichen." Prof. Heck
signalisierte eine hohe Kooperationsbereitschaft, um die Beziehungen
zwischen IfaS und dem Landkreis zu intensivieren und um
"grenzüberschreitend" voneinander profitieren zu können. Auch seitens
Herrn Scholl wurde eine Vernetzung gewünscht, die beispielsweise mittels
eines Unternehmertreffs, wie bereits vor 3 Jahren am Umwelt-Campus
durchgeführt, wieder angestoßen werden könnte.


April 2010 - Mädchenzukunftstag am Umwelt-Campus Birkenfeld ein voller Erfolg

 

„Wenn Roboter laufen lernen“, konnten die Teilnehmerinnen des gleichnamigen Workshops am Umwelt-Campus Birkenfeld hautnah miterleben. Zuvor hatten sie ihre Roboter im Baukastensystem selbst konstruiert und ihnen mit Hilfe grafischer Programmierung beigebracht, Objekte und Hindernisse zu erkennen.

Über 60 interessierte Schülerinnen aus der Region besuchten vergangene Woche am Girls‘ Day den Fachhochschulstandort. Die Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren konnten sich aus einer Vielzahl spannender Workshops rund um naturwissenschaftliche und technische Berufe ihr Lieblingsthema aussuchen.

Nach der Begrüßung im Hörsaal durch den Vizepräsidenten der FH Trier Prof. Dr. Norbert Kuhn machten sich die Girls auf, den Umwelt-Campus zu erkunden. In geführten Gruppen erfuhren sie viel Wissenswertes über die vielfältigen Medienangebote der Bibliothek, die ausgeklügelte Gebäude-Energietechnik und die weitverzweigten Netzwerke des Rechenzentrums. Die Präsentation einer von Studierenden programmierten Wii gewährten beeindruckende Einblicke in die Angewandte Informatik. Danach zerstreuten sich die jungen Mädchen in die jeweiligen Workshops. Während die einen im Bioaufbereitungslabor selbst Pipette und Reagenzglas in die Hand nahmen, um in faszinierenden Versuchen die Eigenschaften von Wasser zu erforschen, hatten die anderen im Rahmen des Workshops „Professionelle Bildbearbeitung mit Photoshop“ die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen der Medienwelt zu blicken. Die Teilnehmerinnen lernten – jede an ihrem eigenen PC – wie Veränderungen an Fotos oft nur wenige Pinselstriche weit entfernt sind. Unter der live-Anleitung einer Dozentin und eines Dozenten –  beide selbst engagierte Master- und Bachelor-Studierende der Medieninformatik – konnten sie eigene Ideen umsetzen und ganz individuell ihre Bilder gestalten.

"Es war sehr schön, hier am Umwelt-Campus in Studium und Berufe hinein zu schnuppern und hat viel Spaß gemacht!“, war das große Fazit der Mädchen. Sie freuten sich auch über die Einladung der Zentralen Frauenbeauftragten Prof. Dr. Rita Spatz zum Mittagessen im Campus Restaurant Culinaria. Mit lecker gefülltem Tablett konnten sie sich unter die Studierenden mischen und sich über ihre Erlebnisse austauschen und den Girls‘ Day am Umwelt-Campus Birkenfeld in lockerer Atmosphäre ausklingen lassen. Bis nächstes Jahr!

22.04.2010

April 2010 - Umwelt-Campus erhält neuen Lebensmittelpunkt

„Leben, Lernen, Arbeiten“ – diese drei Bereiche studentischen und akademischen Lebens vereint die Fachhochschule (FH) Trier auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld, der seinem Namen nicht nur wegen der dort vermittelten Fächer, sondern auch durch sein bauliches Konzept als „Null-Emissions-Campus“ gerecht wird. Dort entsteht nun mit einem neuen „Kommunikationszentrum“, das auch Raum für ein hochschulinternes Angebot in der Kinderbetreuung bietet, das erste Gebäude im Nicht-Wohnhausbereich in Passivhaustechnik.

Beim heutigen ersten Spatenstich für das neue Kommunikationszentrum betonte der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Michael Ebling: „Das ist ein wichtiger Mosaikstein, um den Dreiklang ,Leben, Lernen, Arbeiten’ hier auf dem Campus noch stärker mit Inhalt zu füllen. Auf 900 Quadratmetern wird das neue Kommunikationszentrum zahlreiche Möglichkeiten für studentische Aktivitäten im Musik-, Theater- und Kinobereich bieten. Es wird Seminar- und Besprechungsräume geben. Der Neubau wird Platz bieten für Großveranstaltungen der Studierenden, aber auch für Hochschulveranstaltungen. Und er bringt die Fachhochschule durch die Integration einer Kindertagesstätte einen weiteren Schritt in Richtung einer ,Familienfreundlichen Hochschule’ voran.“ Der Neubau wird im Rahmen des Landessonderprogramms „Für unser Land: Arbeitsplätze sichern – Unternehmen unterstützen – nachhaltig investieren“, mit dem das bundesweite Konjunkturprogramm II in Rheinland-Pfalz umgesetzt wird, gefördert. Die Gesamtbaukosten liegen bei 4,4 Millionen Euro.

Ab Juni 1995 wurde auf dem Gelände des ehemaligen US-Reservelazaretts der jetzige Umwelt-Campus Birkenfeld aufgebaut: Studentenwohnheime, ein Dienstleistungszentrum, ein Campus-Restaurant, Gebäude für Vorlesungen und Seminare entstanden insbesondere durch Umbaumaßnahmen. Zur Freizeitgestaltung und als Ort kultureller und kommunikativer Veranstaltungen aber gab es nur das eigentlich zum Abriss vorgesehene ehemalige Kinogebäude der Amerikaner, das offiziell gar nicht zur Hochschulnutzung vorgesehen war. Trotzdem hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) dieses Gebäude mit großem Engagement zu einem Kommunikations-, Kultur-, und Veranstaltungszentrum gemacht – bis es 2008 wegen Einsturzgefahr geschlossen werden musste.

„Der Neubau, der jetzt in Angriff genommen wird, wird nicht nur einen langgehegten Wunsch in der Hochschule erfüllen, er wird auch mehr als ein Ersatz für das frühere Provisorium werden“, zeigte sich Staatssekretär Ebling überzeugt. Sein Blick in die Zukunft des Umweltcampus in Birkenfeld: „Zum Start im Wintersemester 1996/97 waren bereits statt der erwarteten 175 Studentinnen und Studenten 556 Studierende eingeschrieben, im letzten Wintersemester waren es dann 2.262 Studierende. Und im nächsten Jahr soll die Studierendenzahl hier weiter wachsen. Das ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance für das Land und die Hochschule. Der Neubau, der im Herbst 2011 fertig sein soll, wird auf jeden Fall den Standort aufwerten und seinen Campuscharakter unterstreichen.“

Hubert Heimann, Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung, betonte während der Veranstaltung, dass die Beachtung ökologischer Aspekte des Klimaschutzes ein fester Planungsbestandteil bei der Entwicklung von LBB-Bauvorhaben sei und das Unternehmen gerade als öffentlich-rechtliche Institution mit Vorbildfunktion in der besonderen Pflicht stehe, energieeffizient zu bauen: „Bei diesem als Passivhaus konzipierten Neubau erreichen wir durch eine hervorragende Dämmung in Verbindung mit modernster Gebäudetechnik, dass wir die zulässigen Werte der EnEV 2009 für Nichtwohngebäude beim Primärenergiebedarf um 70 Prozent unterschreiten. In Verbindung mit der projektierten Photovoltaikanlage errichten wir hier auf dem Umweltcampus im Ergebnis ein Nullemissionsgebäude. In Zeiten stetig steigender Energiekosten ist energieeffizientes Bauen aber nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll.“ 

1. Spatenstich
Staatssekretär Michael Ebling beim unterzeichnen der Urkunde
Vizepräsident der FH Trier Prof. Dr. Norbert Kuhn
Prof. Dr. Norbert Kuhn mit AStA Sprecherin Nina Fetzer
Staatssekretär Michael Ebling Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur
Gäste, Mitarbeiter und Studenten
Präsident der FH Trier Prof. Dr. Jörg Wallmeier
Geschäftsführer des LBB Hubert Heimann
Landrat des Landkreises Birkenfeld Axel Redmer
Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz Hans-Jürgen Noss
Sprecherin des AStA Nina Fetzer
Vertreter des Vereins 'Kids Am Campus e.V.' Sven Scherer

März 2010 - 'Heute schon einen Eisbären gerettet?' - Umwelt-Campus Birkenfeld unterstützt Schulen in Cochem-Zell auf dem Weg zum CO2-neutralen Landkreis

Schüler aus Cochem-Zell bei der Besichtigung der Solaranlage
Manfred Schnur, Landrat des Landkreises Cochem-Zell und Prof. Dr. Klaus Helling

 

‚Heute schon einen Eisbären gerettet?’ – Diese Frage stellten Schüler aus dem Landkreis Cochem-Zell auf einem Plakat, das im Rahmen der zweiten Kinderklimaschutzkonferenz erstellt wurde. Der Landkreis verfolgt das Ziel, eine CO2-neutraleTourismusregion und damit langfristig zu einem Null-Emissions-Landkreis zu werden.

Hierzu soll der CO2-Ausstoß aus dem Jahr 1990 durch Einsparung, Effizienz und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 um die Hälfte

reduziert werden. Im Rahmen dieses Vorhabens wurde das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld damit beauftragt, ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis zu entwickeln und diesen bei der Umsetzung zu unterstützen. Da die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für diese Thematik besonders wichtig ist, wurden den Schülern dreier ausgewählter Schulen der Region - dem Martin-von-Cochem Gymnasium in Cochem, der Regionalen Schule Blankenrath und der Realschule Zell - Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels näher gebracht. Seit September 2009 begleiten Studenten und Professoren vom Umwelt-Campus im Rahmen des Projekts „Kinderklimaschutzkonferenz“ die Schüler auf dem Weg, das Schulleben unter dem Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung zu verändern.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Helling  erstellten die Studenten umfangreiche Analysen des Energie- und Ressourcenverbrauchs an den Schulen. Darauf aufbauend wurden Verbesserungsvorschläge für Einsparpotenziale in den Bereichen Beleuchtung, Sanitäre Anlagen, Raumtemperatur, Heizung, Strom und Wasser erarbeitet.

Bei den Ausarbeitungen der Studenten wurden so Maßnahmen entwickelt, die innerhalb weniger Monate eine Reduzierung des CO2-Ausstosses von bis zu 23% ermöglichen und außerdem mit großen Kosteneinsparungen einhergehen. Auch langfristige Optimierungspotenziale durch Photovoltaik-Anlagen oder wasserlose Urinale wurden mit Hilfe theoretischer Grundlagen sowie detaillierter Rechenbeispiele veranschaulicht.

Zur gleichen Zeit sollten die Schülerinnen und Schüler mit diesem Projekt zur Erforschung von Energiefragen und zu einem effizienten Umgang mit Energien in der Schule und zu Hause motiviert werden. Als Belohnung für das Engagement der Jugendlichen fand daher Ende März eine Klassenfahrt zum Umwelt-Campus Birkenfeld und der Morbacher Energielandschaft statt. An diesem Tag konnten sich die Schüler ein Bild davon machen, wie ein Zero-Emission-Konzept durch Nutzung von Solarenergie, Erdwärme und Regenwasser erfolgreich am Campus in die Praxis umgesetzt wurde.

Nach einer Begrüßung von Prof. Dr. Helling und einem großen Lob von Landrat Schur, zeigten einige der rund 60 Schüler anhand des selbstgeschriebenen Theaterstücks „Die umweltfreundliche Weihnachtsfeier“, dass sie das Thema Klimaschutz bereits verinnerlicht haben. Landrat Schnur war sehr stolz auf die Arbeiten der Schüler. Er kündigte an, dass die durch das Projekt entstehenden Kosteneinsparungen zwischen den Schulen und dem Haushalt geteilt werden sollen. „Wir haben eine Win-Win-Situation – unsere Schulen sowie der Haushalt haben etwas davon und gleichzeitig haben wir noch etwas für unser Klima getan, “ so Schnur.

Im Anschluss besuchten die Klassen Forschungsinstitute, Labore und die Bibliothek und sammelten gemeinsam mit Hochschulmitarbeitern weitere Ideen, um möglichst viel Energie im Alltag zu sparen. Nachdem sich alle bei einem Essen in der Campus-Mensa gestärkt hatten, ging es schließlich weiter zur Morbacher Energielandschaft.

In Zusammenarbeit mit dem Umwelt-Campus ist nun eine weitere Kinderklimaschutzkonferenz im Landkreis Birkenfeld für das kommende Jahr geplant. Schulen in der Region zeigen bereits großes Interesse an dem Projekt und der Erfolg der Kinderklimaschutzkonferenz in Cochem-Zell kann somit als Anstoß eines weitreichenden Prozesses des Umdenkens angesehen werden.

Schulklassen aus den Landkreis Cochem-Zell am Umwelt Campus

März 2010 - Die Welt in Birkenfeld

„Explore Sustainability in Germany“ – unter diesem Motto findet von April bis Juli 2010 am Umwelt-Campus Birkenfeld bereits zum zweiten Mal das internationale Studiensemester „Principles of Sustainable Business“ statt. Im Rahmen dieses Programms hat der Umwelt-Campus internationale Gaststudenten von Partnerhochschulen aus der ganzen Welt eingeladen, um gemeinsam mit deutschen Studierenden Themen der Nachhaltigkeit aus einer globalen Sichtweise zu erforschen. In diesem Jahr wurden 20 Studierende aus China, Südkorea, USA, Kolumbien, Brasilien, Zypern und Frankreich ausgewählt.

Nicht nur Umwelttechnik "made in Germany" ist international sehr gefragt und exzellent positioniert – Deutschland ist auch ein attraktiver Bildungsstandort im Bereich Nachhaltigkeit. Als eine der führenden Hochschulen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit ist der Umwelt-Campus bestrebt, Interdisziplinarität zu fördern und die Vernetzung zu internationalen Bildungs- und Forschungsinstituten zu vertiefen. Damit liegt die wachsende globale Präsenz des Umwelt-Campus ganz im Trend der bildungs- und innovationspolitischen Ziele der Bundesregierung. Laut Bundesministerium für Bildung und Forschung muss „die internationale Ausrichtung deutscher Hochschulen vorangetrieben werden, um die Attraktivität deutscher Bildungseinrichtungen für ausländische Studierende und Wissenschaftler zu steigern. Nur wenn Deutschland international orientierte und kompatible Studiengänge, internationale Studienabschlüsse und Graduiertenkollegs anbietet, können die besten Köpfe weltweit gewonnen und gehalten werden.“ Das neue Kursangebot am Umwelt-Campus ist ein großer Schritt in diese Richtung. Renommierte ausländische Hochschulen zeigten bereits großes Interesse an der Teilnahme ihrer Studierenden und die Anzahl der Bewerbungen übertraf die Erwartungen bei weitem.

Am 9. April wird das Study Semester offiziell mit einer Welcome-Party für die Neuankömmlinge eingeläutet. In den darauf folgenden Monaten werden die Studierenden in gemeinsamen Vorlesungen und Seminaren mit Bachelor-Studierenden vom Umwelt-Campus Birkenfeld wirtschaftliche, rechtliche als auch technische Aspekte thematisieren. Sämtliche Veranstaltungen werden in englischer Sprache gehalten. Daneben werden zahlreiche Exkursionen und Freizeitaktivitäten angeboten. Auf dem Programm stehen unter anderem Besichtigungen der Energielandschaft Morbach und des Geothermiekraftwerkes in Landau sowie Stadtführungen und Kultur-Veranstaltungen. So können sich die Studierenden aus aller Welt vor Ort ein Bild von den regionalen Nutzungsmöglichkeiten für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien machen und sich davon überzeugen, wie man das theoretische Wissen von der Hochschule direkt in zukunftsweisenden Projekten anwenden kann.

„Wir wollen den Studenten das Handwerkszeug mitgeben, mit dem sie ihre Zukunft nachhaltig gestalten können: In einem multikulturellen Team innovative Ideen erkennen, ihren rechtlichen und ökonomischen Rahmen verstehen und modellieren und das geschickt zu kommunizieren und schließlich umzusetzen – so entstehen neue innovative Unternehmen!“ sagt Prof. Dr. Christian Kammlott, einer der Initiatoren des Projektes.

Forschen und lernen in Birkenfeld bietet somit die Basis für neues globales Handeln. Vielleicht werden die Study Semester Absolventen aus China – dem inzwischen größten CO2–Emittenten der Welt – bald als neue Generation umweltorientierter Unternehmer ihr Land umkrempeln?

März 2010 - 30 Bäume sollen Umwelt versöhnen

Studenten haben den Ausgleich für zwei Biomasse-Tagungen ausgerechnet - Obst- und Gartenbauverein: "Ein Glücksfall"

Am Beispiel der beiden letzten Biomasse-Tagungen haben Studenten am Umwelt-Campus zusätzliche Umweltbelastung, aber auch deren möglichen Ausgleich ermittel. Der wurde jetzt in Form von 30 Obstbäumen gepflanzt.

Anstelle von Begrüßungssekt gab"s frisch gepressten Apfelsaft, auf viele schöne Worte wurde fast gänzlich verzichtet - trotz illustrer Runde, unter anderem mit Landrat Axel Redmer, Monika Lambert-Debong, Verbandsvorsitzende der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz, dem VG-Beigeordneten Heinrich Werle, Beigeordneten Edmund Schulz als Vertreter des Ortsbürgermeisters sowie den Professoren Dr. Norbert Kuhn, Vizepräsident der FH Trier, und Dr. Peter Heck, Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus.

Zu einer nicht alltäglichen Aktion hatten Campus-Mitarbeiter, Lokalpolitiker und Hobbygärtner am ersten frühlingshaften Tag des Jahres auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins an der alten Kläranlage von Hoppstädten-Weiersbach eingefunden. 30 Obstbäume waren zu pflanzen: kräftige Hochstämme mit verschiedene Apfelsorten sowie sieben Birnen- und drei Kirschbäume. Diese müssen nun 25 Jahre wachsen und gedeihen, um jenen COx-Ausstoß auszugleichen, den in den Jahren 2008 und 2009 die Biomasse-Tagungen am Campus mit mehr als 400 angereisten Teilnehmer verursacht hatten.

Klimagas-Emissionen, verursacht durch die Anreise der Tagungsgäste sowie Ressourcenverbrauch durch Papier, Strom, Nahrungsmittel hatten die Studenten mit einem neuartigen Rechner ermittel, die Wiedergutmachung des Schadens in gepflanzten Bäumen errechnet.

Was für IfaS-Direktor Heck ein Schritt zum emissionsneutralen Campus markiert, nennt Kuno Werle, der Vorsitzende des ortsansässigen Obst- und Gartenbauvereins, einen Glücksfall ähnlich dem, der den Hobbygärtner vor drei Jahren ihr Vereinsgelände bescherte. Auf der Suche nach einem Unterstand für die alte Kelter stieß man auf das von der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten verwaltete Konversionsgelände nebst Wasserwärterhäuschen, pachtete es und "bastelt" nun an einem kleinen Naherholungsgebiet.

Werles Kontakten zur FH verdankt der Verein das Kohlendioxid-Kompensationsprojekt. Die nach Art einer Streuobstwiese angelegte Plantage ist nicht nur beim Baumblütenfest im Frühsommer einladende Kulisse. Auch was an Obst abfällt, wird nicht verkommen: Der Verein hat sich zwischenzeitlich noch eine zweite, leistungsfähigere Kelter angeschafft.

März 2010 - Zero-Emission Konzept des Umwelt-Campus Birkenfeld dient als Vorbild für brasilianischen Forschungspark

Anfang März empfing der Umwelt-Campus Birkenfeld eine Delegation aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia. Dr. Eduardo Lacerda Ramos, Minister für Wissenschaft, Technologie und Innovation, und mehrere Mitarbeiter des dortigen Landesministeriums informierten sich bei dem Besuch ausführlich über das Energie- und Gebäudekonzept der Fachhochschule.

Ziel von Minister Ramos ist es, einen Forschungspark für Erneuerbare Energien in Bahia aufzubauen. Das brasilianische Generalkonsulat in Frankfurt initiierte daher den Besuch am Umwelt-Campus, denn dieser wird als einzige deutsche Hochschulen ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgt und stellt sich somit CO2 bilanzneutral. Durch die erfolgreiche Umsetzung des Zero-Emission Konzeptes verfügt die Fachhochschule somit über ein Alleinstellungsmerkmal, das weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist.

Prof. Dr. Klaus Helling, Dekan des Fachbereichs Umweltwirtschaft/ Umweltrecht, und Prof. Dr. Norbert Kuhn, Vizepräsident der FH Trier, teilten ihre langjährige Erfahrungen, die Sie bei der Realisierung zahlreicher Projekte zur Nachhaltigen Entwicklung sammeln konnten, mit der Delegation. Minister Ramos erhielt so zahlreiche Informationen, die er in die Umsetzung seines Zieles in Bahia einfließen lassen kann.

Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), das größte Forschungsinstitut am Umwelt-Campus, sowie das ebenfalls in Birkenfeld etablierte Brasilian-Eurropean Center for Sustainability (BECS) unterstützten bereits mehrere Forschungsprojekte in Brasilien. IfaS-Mitarbeiter Markus Blim präsentierte weitere Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit und erläuterte ausführlich, welche Forschungsfelder auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien von einem Forschungspark in Bahia zukünftig abdeckt werden könnten. Eine langfristige Kooperation wird von beiden Seiten gewünscht und soll durch einen Studierendenaustausch zwischen dem Umwelt-Campus und einer Universität in Bahia vertieft werden.

Im Anschluss an die Besichtigung des Umwelt-Campus besuchte die brasilianische Delegation die Morbacher Energielandschaft, um sich vor Ort ein Bild von den regionalen Nutzungsmöglichkeiten für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu machen. Ein nächstes Treffen findet voraussichtlich auf der Kreislaufswirtschaftswoche Rheinland-Pfalz statt.

 

März 2010 - Informatik aus der Spielkiste

Gemeinsam mit ihrem Lehrer Heinz Arnold nahmen Schüler des Grundkurses Informatik der MSS 13 am Gymnasium Birkenfeld Einblick in das Informatik-Studium am Umwelt-Campus Birkenfeld. Bereits seit Dezember 2009 bauten die Schüler dort LEGO® Mindstorms Roboter und brachten ihnen mit Hilfe der Programmiersprache Java bei, sich autonom zu bewegen und auf ihre Umwelt zu reagieren. Unter Anleitung der wissenschaftlicher Mitarbeiter der Informatik ließen sie ihren Roboter beispielsweise auf Tischen fahren ohne dass dieser von der Tischkante stürzt, auf Geräusche und Farben reagieren oder eine Linie verfolgen. In lockerer Atmosphäre bekamen die Schüler schon vor dem Abitur einen Einblick in das Studium der Informatik und insbesondere in die Programmierung autonomer Roboter.

März 2010 - Umwelt-Campus erfährt durchweg positive Resonanz auf der Computermesse CeBIT

Mit zwei Exponaten zeigte sich der Umwelt-Campus bei der weltgrößten Computermesse, der CeBIT in Hannover, die am Samstag zu Ende ging. Die Fachhochschule war Mitaussteller auf dem Gemeinschaftsstand der Hochschulen in Rheinland-Pfalz. Ein positives Fazit des Auftritts seiner Forschungsgruppe zog der verantwortliche Projektleiter, Prof. Dr. Norbert Kuhn. „Unsere Lösungen zur wissensbasierten Gestaltung von Benutzerschnittstellen zu Computersystemen haben unsere Besucher überzeugt. Das bestärkt uns darin, diesen Weg fortzusetzen.“ Die vorgestellten Arbeiten befassten sich mit der Unterstützung von Sachbearbeitern in kleinen und mittleren Unternehmen der Baubranche, sowie mit der Realisierung von Computeranwendungen für sehbehinderte und ältere Menschen. Prominentester Besucher am Messestand war der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. Als „ein lebensnahes Forschungsprojekt“ bezeichnete er die Anwendung, um gedruckte Dokumente des täglichen Lebens in elektronische Computerdokumente umzuwandeln.

Unser Bild zeigt Prof. Dr. Norbert Kuhn im Gespräch mit Ministerpräsident Beck bei dessen Besuch am Birkenfelder Messestand.

Februar 2010 - Kreisvorstand der CDU besucht den Umwelt-Campus

Von links: Dr. Matthias Schneider, Prof. Dr. Wolfgang Benzel, Frau Kirsten Beetz, Prof. Dr. Norbert Kuhn

Zu einem informellen Meinungsaustausch trafen die Mitglieder des Vorstandes der CDU im Landkreis Birkenfeld, Frau Beet, Dr. Schneider und Prof. Benzel den Vizepräsidenten der Fachhochschule Trier, Prof. Dr. Norbert Kuhn, am Umwelt-Campus. Als „einen der Leuchttürme des Landkreises“ bezeichnete dabei Frau Beetz den Standort der Fachhochschule Trier in Birkenfeld. Sie wünsche sich jedoch eine stärkere Sichtbarkeiten dieser Einrichtung in der Region und bot dazu die Unterstützung ihrer Partei an. Dr. Schneider und Prof. Benzel sprachen bestehende Projektvorhaben an und äußerten Ideen für weitere Kooperationsmöglichkeiten.

Prof. Kuhn informierte die Besucher über aktuelle Themen am Umwelt-Campus, wie die Weiterentwicklung des Studienangebots oder die aktuellen Baumaßnahmen. „Das neu entstehende Kommunikationszentrum und die geplante Sporthalle bedeuten eine wesentliche Stärkung des Umwelt-Campus“, so Kuhn.

Beide Seiten bekräftigten zum Schluss ihre Absicht, die Gespräche fortzusetzen. Sowohl der Umwelt-Campus als auch der Landkreis könnten davon profitieren.

Februar 2010 - Mission possible – Die Frauen lassen die Männer blass aussehen

Tina Stahlschmidt
Karin Wonn

Es ist auf Abiturfeiern kein ungewöhnliches Bild, dass der Preis der Jahrgangsbesten an eine Frau verliehen wird. Junge Frauen zeigen in diesem Alter häufig einen hohen Ehrgeiz und eine große Disziplin im Lernverhalten. Ungewöhnlich wird es erst dann, wenn eine Frau Jahrgangsbeste in einer bis jetzt typischerweise von Männer dominierten Fachrichtung wird. Besonders außergewöhnlich ist es, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die Frauen die Männer auf die Plätze verweisen. So geschehen am Umwelt-Campus in Birkenfeld, wo die Medieninformatikerin Tina Stahlschmidt  und die Wirtschaftsingenieurin Karin Wonn in den vergangenen zwei Jahren den gesamten technischen Fachbereich dominierten. Wie konnten zwei Studentinnen solche Erfolge in ihren technischen, ursprünglich männerdominierten, Studienfächern erreichen?

Möglich wurde dies unter anderem durch die frauenfördernde Ausrichtung des Umwelt-Campus. Am Umwelt-Campus existieren keine Vorurteile gegen Frauen in technischen Studiengängen oder Berufen. Im Gegenteil – Frauen werden im technischen Fachbereich freundlich aufgenommen und in ihrer Studienwahl, meist entgegen der landläufigen Meinungen und Vorurteilen, unterstützt.

Die Lernumgebung bietet grade jungen Frauen dazu sehr gute Möglichkeiten: Die Wohnheime sind in unmittelbarer FH-Nähe gelegen, dadurch ergeben sich schnell Möglichkeiten zur Bildung von Lerngruppen und Teamarbeit, die kommunikative Kompetenz wird gefördert. Der starke Zusammenhalt und das ausgeprägte Gemeinschaftsgefühl unter den Studierenden ist eine weitere Folge dieser Verbindung von Lern- und Wohnumgebung. Auf die Förderung dieser sogenannten Soft Skills, also der sozialen Kompetenzen, wird auch in den Lehrplänen am UCB besonderer Wert gelegt. In Tutorien, Übungsgruppen und Brückenkursen können Studentinnen auch selbst in die Rolle des Lehrenden schlüpfen und ihr Selbstbewusstsein stärken. Absolventinnen des Umwelt-Campus erhalten somit ein außergewöhnliches Ausbildungsprofil, welches besonders die Stärken von Frauen fördert.

Auch innerhalb der FH sind die Wege sehr kurz, der direkte Kontakt zu Professoren und Dozenten ist schnell hergestellt, was die Zusammenarbeit in Projekten erleichtert. Grade im Bezug auf die umweltbezogene und nachhaltige Ausrichtung des Umwelt-Campus entstehen hier viele Projekte, in denen Studentinnen aktiv mitarbeiten können.

Der Campus wird seinem Ruf als zukunftsweisende Hochschule auch innerhalb der Lehrpläne in besonderem Maße gerecht, indem er innovative, erfolgsversprechende Lehrkonzepte in die Curricula aufnimmt. So auch die nach Geschlechtern getrennte Mathematikvorlesung im Bachelorstudium, die ein effizienteres Lernen für beide Geschlechter ermöglicht.

Durch die zahlreichen Kontakte zu ausländischen Universitäten ist auch die heute immer wichtiger werdende Auslandserfahrung während eines Studium am Umwelt-Campus durch ein Auslandssemester einfach zu erwerben.

Die Erfolge der Studentinnen der letzten zwei Jahrgänge haben deutlich gezeigt, dass ein technisches Studium am Umwelt-Campus in Birkenfeld zu außerordentlichen Erfolgen führen kann. Diese Leistungen können den angehenden Abiturientinnen nur Mut machen, auf ihr Gefühl zu hören und sich nicht von Vorurteilen abhalten zu lassen. Ein erfolgreiches technisches Studium ist für Frauen ebenso möglich wie für Männer-man muss nur den ersten Schritt gehen.

Februar 2010 - Schüleransturm beim Infotag am Umwelt-Campus Birkenfeld: Tipps und Tricks gratis

Beim Infotag 2010 am Umwelt-Campus Birkenfeld tummelten sich zum größten Teil  Schüler und Schülerinnen, die ganz konkrete Fragen hatten. Was kann ich am UCB studieren? Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Was erwartet mich? Wie lange dauert ein Studium?

Einen ganzen Tag stand Schülern, Lehrer und Interessierte der Umwelt-Campus Birkenfeld offen. Ein buntes Angebot gewährte konkrete Einblicke in den Studienalltag.  Die Besucher konnten an Informationsveranstaltungen der  Studiengänge und an Laborvorführungen teilnehmen oder auch selbst bei Versuchen mitwirken oder einfach nur mit Studierenden über das Studium diskutieren. „Aus gut informierten Studienanfängern werden motivierte Studierende“, so Prof. Dr. Norbert Kuhn, Vizepräsident der Fachhochschule Trier.

Von  9 Uhr bis 17 Uhr informierten Professoren und Mitarbeiter zu den einzelnen Bachelor- und Masterstudiengängen und gaben auch Einblicke in aktuelle Forschungsthemen. Zudem wurden alle Interessierten herzlich eingeladen, die modern ausgestatteten Unterrichtsräume, Labore und Werkstätten zu besichtigen.

Wer Einblicke in Studienmöglichkeiten, Forschung, BAföG, Wohnheimplätze und Studentenorganisationen und Aktivitäten am Umwelt Campus Birkenfeld erfahren will, kann den Tag der offenen Tür am Samstag den 29. Mai 2010 nutzen.

Februar 2010 - Schüler machen sich am Umwelt-Campus Birkenfeld zum Thema „Energiequellen der Zukunft“ schlau

Am Neunkirchener Gymnasium am Steinwald können Schüler zur Zeit das Wahlfach „Energiequellen der Zukunft“ belegen. Ein praxisorientiertes Seminarfach ist seit 2009 Teil jedes saarländischen Oberstufen Curriculums. Während im ersten Halbjahr die Recherche im Vordergrund steht, werden im zweiten Halbjahr dann Projekte wie das Bauen von Windrädern und Brennstoffzellen in die Praxis umgesetzt. Dabei stoßen die Schüler oft auf Probleme, die es auch in den großen Industriekonzernen zu lösen gilt, wie z.B. das Herstellen von Wasserstoff durch Solarstrom. Im Rahmen dieses neuen Seminarfachs besuchten nun zehn Schüler des Gymnasiums am Mittwoch, den 24. Februar 2010 den Umwelt-Campus Birkenfeld.

Um sich ein genaueres Bild von Begriffen wie ‚Nachhaltigkeit’ und ‚Ressourcenwirtschaft’ zu machen, besuchten die Schüler nun den ersten deutschen „Zero-Emission“ Campus. Der Umwelt-Campus Birkenfeld wird nämlich als einzige deutsche Hochschule ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgt (Strom, Wärme und Kälte) und stellt sich somit CO2 bilanzneutral.

Prof. Dr. Klaus Helling, Dekan des Fachbereichs Umweltwirtschaft/ -recht, informierte die Gruppe über die Möglichkeiten zum Studium an der Fachhochschule und die immer besseren Arbeitsmarktperspektiven in der Energie- und Umweltbranche. Außerdem konnten die Zwölftklässer den Mitarbeitern des Instituts für angewandtes Stoffmanagement (IfaS) Fragen zu Umwelt, Energie und nachhaltiger Entwicklung stellen und Tipps für die Fertigstellung ihrer eigenen Projekte sammeln. „Eine Besonderheit des Umwelt-Campus sehe ich darin, dass Forschungsprojekte direkt in die Tat umgesetzt werden und eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Professoren, Studenten und den Instituten besteht,“ so Gymnasiast Marc Scherer. Auch ihr Lehrer Herr Clohs findet es wichtig umweltbezogene Themen schon früh in den Stundenplan einzubringen, denn dass der Sektor „ein Markt der Zukunft“ ist, darin waren sich alle einig.

Wer Einblicke in Studienmöglichkeiten, Forschung, BAföG, Wohnheimplätze und Studentenorganisationen am Umwelt Campus Birkenfeld erfahren will, kann den Tag der offenen Tür am Samstag den 29. Mai 2010 nutzen.

Januar 2010 - Absolventen 2009 des Umwelt-Campus lassen die Hüte fliegen

Fotos: Jean-Claude Dirckx

Das Hochwerfen ihrer „Caps“ mit strahlendem Gesicht gehört zu den letzten Aufgaben der Studierenden am Umwelt-Campus Birkenfeld. Für 419 Absolventen war der 09. Januar 2010 ein ganz besonderer Tag: In feierlichem Rahmen erhielten sie ihre Zertifikate, davon 216 Diplome, 169 Bachelor- und 34 Master-Titel.

Am Samstagnachmittag entließ die Fachhochschule Trier am Standort Birkenfeld im Rahmen eines offiziellen Festaktes in der Aula des Zentralen Neubaus seine Absolventen. Prof. Dr. Norbert Kuhn, Vizepräsident der FH Trier, begrüßte die rund 500 Gäste, darunter zahlreiche Ehrengäste. In seiner Rede ging Prof. Kuhn besonders auf die Berufsaussichten der Studierenden nach der Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge ein. Dabei habe der Umwelt-Campus an seinen wichtigen Markenzeichen festgehalten, nämlich die projektorientierten Lehrveranstaltungen im Umweltbereich und dem teamorientierten Lernen über Fächergrenzen hinweg. Die Studierenden seien also mit dem nötigen Rüstzeug für eine weitere erfolgreiche Zukunft ausgestattet. Die Der Weg zu einem Masterabschluss oder einer Promotion sei für die Fachhochschulstudenten durch die Studienreform wesentlich einfacher geworden. Auch die beruflichen Perspektiven sah er positiv: „Mit Ihrem Spezialgebiet Umwelt verfügen Sie über einen Trumpf, der besonders in schwierigen Zeiten stechen sollte“. Laut einer zitierten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft gebe es auch keine Nachteile für die Bachelorstudierenden im Vergleich zu den Diplomabgängern. Zum Schluss seiner Rede rief er die Absolventen dazu auf, weiter Kontakt zum Umwelt-Campus zu halten und sich als Alumni weiter einzubringen.

Im Anschluss an den Vizepräsidenten kamen die Absolventen zu Wort. Für die Studierenden des Fachbereichs Umweltplanung/Umwelttechnik übernahm das Frau Karin Wonn, Bachelor of Science, die im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen/Umweltplanung auch den besten Abschluss erzielt hatte. Für den Fachbereich Umweltwirtschaft/Umweltrecht sprach Bachelor of Arts Thorsten Recktenwald, der im Studiengang Umwelt- und Betriebswirtschaft erfolgreich war. 

„Internationalität, berufsfeldbezogene Qualifikationen, und die Möglichkeit  neue Fachrichtungen einzuschlagen“, sind laut Thorsten Recktenwald einige der  Vorteile der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge.  In seiner Rede wies er auch darauf hin, dass Erneuerbare Energien schon lange nichts mehr für verträumte Weltverbesserer sind. Ganz im Gegenteil, der Jobmotor Umwelt, führt  zunehmend in Deutschland zu einer steigenden  Beschäftigungsentwicklung, welche er mit einer Studie der Bundesregierung aus dem Jahr 2009 untermauerte.

Karin Wonn ließ sich in Ihrer Rede durch ein  Zitat von Johann Wolfgang von Goethe leiten: „ Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ Sie hob die „kleinen, aber feinen“ Besonderheiten eines Studiums am UCB hervor. Durch die zahlreichen Aktionen, an denen  die Studierenden teilnehmen, entsteht nicht nur ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern die Möglichkeit sich zu entwickeln und selbstständig aufzubrechen. Am Campus konnten die Absolventen  Wurzeln schlagen und trotzdem Ihre Flügel stärken, die Sie nun in die Welt tragen, so  Frau Wonn.

Neben der Verabschiedung der Absolventen wurde erneut der Martin-Klar-Preis vergeben. Mit ihm werden jährlich die Professoren ausgezeichnet, die sich nach Meinung der Studierenden besonders in der Lehre engagiert haben. Für die überaus positive Wissensvermittlung in ihren Fächern erhielten Prof. Dr. Rita Spatz, die Statistik und Data Mining unterrichtet, und Prof. Dr. Dirk Löhr, der das Lehrgebiet Steuerlehre und Ökologische Ökonomik innehat,  den Preis in diesem Jahr.

Die Übergabe der Zertifikate wurde vom Englischdozenten Bill Stein in englischer Sprache moderiert. Als native Speaker versprühte er zusätzliches internationales Flair. Er organisierte auch einen Sonderapplaus für die MIP, die Most Import People, die Eltern, Angehörige und Freunde der Aboslventen, für deren Unterstützung in der Studienzeit. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung im Audimax von der studentischen Band „Various Artists“. Traditionell fand im Anschluss der inoffizielle Teil der Feier in der Mensa statt. Dabei ließen sich die Studierenden von der Professorenband bis spät in die Nacht noch einmal einheizen.

Ausgezeichnete Studenten:

Der Fachbereich Umweltwirtschaft/Umweltrecht ehrte 13 Studenten:

Jahrgangsbeste Diplom: Ron Richter, Andrea Sannicolo, Kai Schlachter, Buchegger Benjamin, Keupp Stefan

Jahrgangsbeste Bachelor: Eißmann Michael, Staudt Simone, Lina Keller, Josef Huber, Justine Wischniowsky

Jahrgangsbeste Master: Achim Haid, Jovanna Cosic, Jun Wang

Der Fachbereich Umweltplanung/Umwelttechnik ehrte 16 Studenten:

Jahrgangsbeste Diplom: Björn Faßbender, Jochen Fuchs, Marc Schmell, Thorsten Burkhardt, Jan Schneider, Ines Wagner

Jahrgangsbeste Bachelor:  Dennis Steinbach, Bernhard Schmitt,  Alexander Huhn, Tobias Schunk , Karin Wonn, Roman Berwanger, Tobias Bartscherer

Jahrgangsbeste Master: Sebastian Schommer, Denis Antonius Janssen, Stefan Peda

 

Januar 2010 - Beck besuchte den Umwelt-Campus Birkenfeld – Großes Interesse am Stoffstrommanagement

Ministerpräsident verkündet Sofortmaßnahmen für Bolognastudenten

Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) war das erste Ziel beim Besuch des Ministerpräsidenten am Umwelt-Campus Birkenfeld. Ausführlich konnte Prof. Dr. Peter Heck, der geschäftsführende Direktor des IfaS, die Erfolge des Instituts vorstellen. Seit der Gründung im Jahr 2001 konnten die Drittmitteleinnahmen kontinuierlich gesteigert werden. Für das laufende Jahr rechnet das IfaS mit mehr als drei Millionen Euro Forschungsgeldern von der EU, von Bundes- und Landesministerien, weiteren öffentlichen Institutionen und von privaten Unternehmen. Damit hat das IfaS auch mehr als 50 Arbeitsplätze an der Hochschule in Neubrücke geschaffen. Beeindruckt zeigte sich Kurt Beck von den vielen internationalen Projekten des IfaS, die u.a. mit Hilfe des von der Landesregierung geförderten Kompetenznetzwerks Umwelttechnik auch konkrete Aufträge für rheinland-pfälzische Unternehmen generieren. Die IfaS-Professoren Peter Heck und Klaus Helling betonten, dass das Land Rheinland-Pfalz als Kreislaufwirtschaftsland sehr gut aufgestellt ist und wünschten sich, dass am Umwelt-Campus Birkenfeld ein Kreislaufwirtschaftshaus entsteht, das als Schaufenster der rheinland-pfälzischen Umwelttechnologie dienen könnte. Die damit  verbundene Verknüpfung von Bildung und Exportförderung sei eine Investition in Köpfe und in eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.   Im anschließenden Gespräch mit Studierenden des Studiengangs „International Material Flow Management“ interessierte sich Kurt Beck dafür, warum sich junge Menschen aus China, Indonesien, Ghana, Trinidad-Tobago, Ecuador oder Serbien für ein Studium in Birkenfeld entschieden haben. Cle-Anne Gabriel aus Trinidad-Tobago stellte heraus, dass sie in Deutschland lernen möchte, wie moderne Umwelttechnik wirklich umgesetzt werden kann. Genau wie die anderen Studierenden ist sie auch an politischen Kontakten nach Rheinland-Pfalz interessiert und wurde von Kurt Beck ermuntert: „Nehmen Sie Kontakt zur Staatskanzlei auf, wir helfen und vermitteln gerne die richtigen Gesprächspartner!“  Mit Blick auf den Studenten Nana Bortsie-Aryee aus Ghana bemerkte Fußballfan Beck augenzwinkernd, dass er bei der WM Südafrika dem Team aus Ghana viel Erfolg wünsche, aber doch im Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft die Daumen drücken werde.

Im Anschluss an das Gespräch mit den internationalen Studierenden traf der Ministerpräsident auch eine Delegation der Studierenden im Bildungsstreik, um über deren Forderungen und Ansichten zu sprechen. Der Ansicht der Studierenden, das Studium wieder auf 8 Semester auszudehnen um damit eine breitere Ausbildung zu erreichen, widersprach er dabei mit dem Hinweis darauf, dass man das erst auf Wunsch der Industrie verkürzt habe, um international vergleichbare Bedingungen zu erreichen. Zugleich versicherte er noch einmal, dass „so lange ich den Stuhl des Ministerpräsidenten innehabe, wird es in Rheinland-Pfalz keine Studiengebühren geben“. Für weitergehende fachliche Fragen verwies er an zwei Begleiterinnen bei seinem FH-Besuch, die Referatsleiterin Fachhochschulen im Wissenschaftsministerium, Frau Giselheid Wilke und an Frau Deutscher, die das neu eingerichtete Amt der Ombudsfrau für Bolognafragen in diesem Ministerium inne hat. Im Vorgriff auf eine Mitteilung der Wissenschaftsministerin Doris Ahnen verkündete Beck an diesem Abend bereits, dass das Land seine Hochschulen auffordert, gemeinsam mit den Studierenden alle Bolognastudiengänge auf die geäußerten Kritikpunkte hin abzuklopfen. Untersucht werden sollen insbesondere die Aspekte Mobilität, also die Möglichkeit des Studiums im Ausland, die Prüfungsbelastung für die Studierenden, sowie die Studieninhalte. Konkrete Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge sollen bis zum nächsten Sommer vorliegen. Darüber hinaus stellt das Land für das Jahr 2010 in einem Sonderprogramm 10 Millionen Euro zur Verbesserung der Studiensituation bereit. Mit diesem Geld sollen die Hochschulen Tutorenprogramme und zusätzliche Lehrangebote einrichten. Rheinland-Pfalz ist damit bisher das einzige Bundesland, das mit zusätzlichen finanziellen Mitteln auf die Bolognaproblematik reagiert. Die Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz, Frau Margret Wintermantel, hat dieses Programm daher ausdrücklich gelobt und die anderen Bundesländer aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen.

Ministerpräsident Kurt Beck, Herrn Prof. Dr. Heck vom ifas und einer Delegation internationaler Studierenden