Projekte im Bereich Green Software Engineering

Forschungsprojekt "Green Coding"

Projektlaufzeit: 06/2022 bis 11/2023

Software als Grundlage des Internets hat einen erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch, die Energieeffizienz und die Nutzungsdauer von Hardware und damit auf den Energie- und Ressourcenverbrauch des Internets. Trotz ihrer großen Bedeutung steckt eine allgemeine Regulierung oder Empfehlungen für nachhaltige Software noch in den Kinderschuhen. Gesetzliche Vorgaben zur Energieeffizienz gibt es weder in Europa noch in Deutschland.

In Deutschland wurde mit dem "Blauen Engel für ressourcen- und energieeffiziente Softwareprodukte" bereits ein erster, wichtiger Schritt nach vorne gemacht. Die freiwillige Zertifizierung bestätigt, dass ein Softwareprodukt ressourcenschonend und energieeffizient ist, auf älterer Hardware laufen und langfristig aktualisiert werden kann.  Darüber hinaus zeichnet sich zertifizierte Software durch ein hohes Maß an Transparenz und Autonomie aus. Um das Handwerkszeug für umwelt- und energiebewusstes Programmieren bereits in der Ausbildung von Programmierern zu vermitteln, ist zusätzlich die Entwicklung und Initiierung von universitären Lehrplanempfehlungen notwendig.

 

Ziele

Da Gesellschaften und Volkswirtschaften immer mehr von verschiedenen internetbasierten und softwaregesteuerten Prozessen abhängen, sollte den Umweltauswirkungen und verfügbaren Konzepten, die eine effizientere Ressourcennutzung ermöglichen, große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Green Coding-Methoden scheinen vielversprechende Ansätze zu sein, die unter Expert:innen und Forscher:innen immer beliebter werden. Allerdings fehlt in der Diskussion um Green Coding und Green ICT noch das Bewusstsein für die systematischen Zusammenhänge zwischen den technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten von ICT.

In diesem Projekt wollen wir daher einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und verschiedene Stakeholder-Gruppen, die für die Ökologisierung des Webs relevant sind einbeziehen: Softwareentwickler, internetbezogene Unternehmen sowie Informatik-Studiengänge und deren Studierende an Universitäten. Zentrale Ziele sind dabei

  • Analyse der derzeitigen Green-Coding-Praktiken und Interviews mit Experten und anderen Akteuren um feststellen, welche Konzepte des Green-Coding bereits existieren und wie sie angewendet werden können
  • Mittels Stakeholder-Workshops und Online-Umfragen soll analysiert werden, welche Konzepte des umweltfreundlichen Software-Engineerings in der Internet-Branche bereits vorhanden sind
  • Aufzeigen von Möglichkeiten, wie Green-Coding Konzepte in die Lehrpläne bestehender Studiengänge integriert werden können
Bild: Alex Chumak

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Naumann
Prof. Dr. Stefan Naumann
Professor FB Umweltplanung/Umwelttechnik - FR Informatik

Kontakt

+49 6782 17-1217
+49 6782 17-1454

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9925 | Raum 133

Sprechzeiten

Dienstag, 14.00h unter https://3b.umwelt-campus.de/b/nau-34k-7ag sowie nach Absprache per E-Mail

Projektpartner

Gesellschaft für Informatik (GI)
https://gi.de/

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
​​​​​​​https://www.htw-berlin.de/

Auftraggeber

Internet Society Foundation
https://www.isocfoundation.org/

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