Online-Symposium über Innovation und Automatisierung in der Refabrikation

Der Umwelt-Campus Birkenfeld veranstaltet in Zusammenarbeit mit FJW Consulting alle zwei Monate eine Online-Konferenzreihe zum Thema Innovation und Automatisierung in der Refabrikation. Die nächste Konferenz findet am Mittwoch, den 7. Juli statt.

​​​​​​​Anmerkung: Die Veranstaltung wird in Englisch durchgeführt.

Zeitplan

Session 6 - 07.07.2021

17:00 - Begrüßung
17:05 - Remanufacturing von Windkraftanlagen am Ende ihrer Lebensdauer in einer geschlossenen Lieferkette: Design und Anwendungen - von F. J. Ramírez
17:25 - Der Weg zu runden Windturbinenblättern - von H. van der Mijle Meijer
17:45 - Podiumsdiskussion 1 - mit R. Waugh
18:00 - Das grüne Dilemma der Windindustrie - von J. Barry
18:20 - Schraubtechnologien brauchen intelligente Werkzeuge zum Festziehen und Lösen - von F. Hohmann
18:40 - Podiumsdiskussion 2 - mit F. Weiland
19:00 - Ende des Symposiums

Abstracts

Remanufacturing von ausgedienten Windkraftanlagen in einer geschlossenen Lieferkette: Design und Anwendungen

Diese Forschung konzentriert sich auf die Analyse der Alternativen zur Verwertung von Windenergieanlagen am Ende ihrer Nutzungsdauer nach mehreren Betriebsjahren: a) Demontage zur Wiederverwertung oder Entsorgung; b) Lebensdauerverlängerung oder Modernisierung, nach einer hohen Investition in die Instandhaltung, um die Windenergieanlage in Betrieb und unter Kontrolle zu halten; oder c) Remanufacturing in Kombination mit Repowering, um die verschiedenen Komponenten je nach ihrem Zustand wiederzuverwenden, wiederaufzuarbeiten, zu recyceln oder zu entsorgen und die günstigste Verwertungsoption aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht. Darüber hinaus werden die Gestaltung einer geschlossenen Lieferkette und ein effektives Reverse-Logistik-Netzwerk berücksichtigt, um die Vorteile der Wiederaufbereitung zu maximieren.

Der Weg zum Kreislauf der Windturbinenblätter - von H. van der Mijle Meijer

Bei den aktuellen Windparks können 80 bis 90 % der Windturbinen recycelt werden. Abgesehen von der Kostenreduzierung ist die Nachhaltigkeit, einschließlich der Kreislauffähigkeit der Materialien, ein zunehmend wichtiger Treiber und eine Herausforderung für die Windindustrie. Um die kreislauffähige Windturbine zu realisieren, muss die Konstruktionsphilosophie an das Denken der Kreislaufwirtschaft angepasst werden. Die heutigen Windturbinenblätter aus Duroplast-Verbundwerkstoffen sind nur sehr schwer zu recyceln. TNO hat verschiedene kreislauffähige Lösungen für ein Windturbinenblatt sowohl auf der Grundlage des Business Case als auch der Ökobilanz (LCA) analysiert.

Das grüne Dilemma der Windindustrie - von J. Barry

Die Präsentation konzentriert sich auf den Lebenszyklus einer Windturbine und die Möglichkeiten, die sich daraus für die Anwendung von Kreislaufwirtschaftstechnologien ergeben.  Es wird eine Darstellung des gegenwärtigen Status für die Aufarbeitung und Wiederaufbereitung innerhalb des Sektors sein, und die Arbeit, die wir leisten, um eine überwiegend lineare Kultur der Beschaffung nur neuer Anlagen zu ändern, hin zu einer Kultur, in der die Betreiber eine Wiederverwendung als Präferenz anstreben.  Im Wesentlichen wird es darum gehen, wie wir den Aftermarket nachhaltiger gestalten und gleichzeitig Kosten und Leistung verbessern können.

Beteiligte Personen

Matthias Vette-Steinkamp

Matthias Vette-SteinkampHochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

Zurzeit baue ich an der Hochschule Trier eine Arbeitsgruppe für Refabrikationssystemtechnologien auf. Von März 2012 bis Februar 2020 war ich Abteilungsleiter am ZeMA - Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik in Saarbrücken. Gleichzeitig bin ich Dozent für Industrierobotik und Mensch-Technik-Interaktion und Leiter der internationalen Robotix-Academy. Meine Forschungsschwerpunkte liegen in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie in der agilen Produktion.

Meine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Anwendung von Robotik und Automation in der industriellen Produktion. In diesem Zusammenhang leite und beteilige ich mich an einem breiten Portfolio von Innovations- und Technologietransferprojekten, die auf die Einführung von Robotertechnologien im Produktionssektor gemäß Industrie 4.0 abzielen.

Wolfgang Gerke

Wolfgang Gerke, Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Gerke ist Professor an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld und 'Assistant Professeur Associe' an der Universität Luxemburg. Er ist Experte für Robotik und Steuerung und studierte Maschinenbau an der Universität Duisburg. Bevor er Professor wurde, arbeitete er mehr als 12 Jahre in verschiedenen Unternehmen wie Thyssen Engineering, ThyssenKrupp Encoke und Robert Bosch GmbH. Er hielt zahlreiche Vorträge auf internationalen Konferenzen und veröffentlichte Artikel in vielen Fachzeitschriften.

Fernand Weiland

Fernand WeilandFJW Consulting

Fernand Jean Weiland, 30 Jahre in Führungspositionen bei Bendix Automotive, Lucas Automotive, Magneti Marelli Automotive und TRW Automotive.

Fernand Weiland gründete 1989 die europäische APRA (Automotive Parts Remanufacturer Assoc.) Division und war mehr als 20 Jahre lang der erste Vorsitzende der Division.  Zwischen 1990 und 2010 organisierte er eine Vielzahl von APRA-Foren, Workshops und Ausstellungen in ganz Europa.

Fernand Weiland ist Mitbegründer der alle zwei Jahre stattfindenden ReMaTec Refabrikationsausstellung in Amsterdam. Er hat zahlreiche Artikel für die Zeitschrift ReMaTecNews geschrieben und fünf Bücher über die Automobilrefabrikation in Europa herausgegeben. Er war auch maßgeblich an der Gründung der Asien-Pazifik-Abteilung von APRA beteiligt. Fernand Weiland wurde 2019 mit dem ReMaTec Ambassador Award ausgezeichnet.

F. Javier Ramírez

F. Javier Ramírez, Universidad de Castilla-La Mancha

Dr. F. Javier Ramírez ist Assistenzprofessor an der School of Industrial Engineering, Universidad de Castilla-La Mancha, Albacete, Spanien. Ramirez' Forschungsschwerpunkte sind Betriebswissenschaften und Fertigungstechnik. Er war an mehr als 120 F&E-Projekten beteiligt und hat mehr als 50 Forschungsarbeiten in Fachzeitschriften, Fachkonferenzen und Buchkapiteln verfasst. Er ist Miterfinder von 6 Patenten mit industrieller Verwertung. Dr. Ramírez ist Mitherausgeber der Proceedings of the Institution of Mechanical Engineers Part C: Journal of Mechanical Engineering Science, und Cogent Engineering.

James Barry

James Barry, Renewable Parts

Nach einer 25-jährigen Karriere beim Luft- und Raumfahrtkonzern Rolls-Royce wechselte James an die Spitze von Renewable Parts, um ein globaler Akteur im Bereich der Lieferkettenlösungen für Ersatzteile zu werden.  Als Ingenieur war James während seiner Zeit bei Rolls-Royce in den Bereichen Vertrieb und Marketing, Serviceentwicklung und MRO tätig und arbeitete mit globalen Giganten wie Airbus, Boeing und Cathay Pacific zusammen. Bevor er das Unternehmen 2015 verließ, leitete James die Marketingabteilung von Rolls-Royce für die zivile Luft- und Raumfahrt.

Rachel Waugh

Rachel Waugh, European Remanufacturing Council

Rachel Waugh arbeitet seit fast 8 Jahren im Rahmen ihrer Rolle als Senior Consultant bei Oakdene Hollins, einem Beratungsunternehmen für Kreislaufwirtschaft mit Sitz in Buckinghamshire, Großbritannien, an Remanufacturing.  Sie kam zu Oakdene Hollins, nachdem sie ihre Promotion in Ingenieurwissenschaften an der Universität Cambridge im Rahmen des WellMet2050-Projekts abgeschlossen hatte. Dieses Projekt hatte zum Ziel, alle glaubwürdigen Möglichkeiten zur Reduzierung der globalen CO2-Emissionen der Stahl- und Aluminiumindustrie zu erforschen und war ihr Einstieg in das Thema Remanufacturing.  Sie war an einer breiten Palette von Remanufacturing-Projekten beteiligt, darunter Remanufacturing-Marktstudien für Malaysia, Schottland, Kanada und Europa.  Im Jahr 2014 koordinierte sie die erfolgreiche Horizon2020-Bewerbung für das European Remanufacturing Network, aus dem 2017 der European Remanufacturing Council hervorging.  Sie ist mit einem echten Raketenwissenschaftler verheiratet und verbringt ihre Freizeit derzeit mit der Erziehung ihrer beiden kleinen Kinder!

Harald van der Mijle Meijer

Harald van der Mijle Meijer, TNO

Harald ist Senior Consultant Windenergie bei der niederländischen Forschungsorganisation TNO und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Windenergie-Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf internationaler Ebene. Mit seiner Leidenschaft für den Wind und das Meer und seinem Hintergrund in Materialwissenschaften liegt sein Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit von Offshore-Windkraftanlagen. Innerhalb von TNO ist er verantwortlich für den Forschungs- und Marktkombinationen-Cluster Kreislauf-Windparks mit dem Fokus auf Windturbinen-Design für Kreislauffähigkeit und Recycling von Windturbinenblättern.
Er hat für verschiedene Unternehmen und die Königliche Niederländische Marine auf dem Gebiet der Materialanwendung und -wartung in der Luft- und Raumfahrt und dem Korrosionsschutz von Tragstrukturen für Windkraftanlagen gearbeitet.
In seiner Freizeit nutzt er den Wind als Segler und beim Kitesurfen.

 

Vergangene Termine

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