Online-Symposium über Innovation und Automatisierung in der Refabrikation

Der Umwelt-Campus Birkenfeld veranstaltet in Zusammenarbeit mit FJW Consulting alle zwei Monate eine Online-Konferenzreihe zum Thema Innovation und Automatisierung in der Refabrikation. Die nächste Konferenz findet am Mittwoch, den 5. Mai statt. Der nächste Termin behandelt das folgende Thema:

Sensor- und KI-gestützte Identifikation und Bewertung von Altteilen in der Refabrikation

Künstliche Intelligenz ermöglicht heute den Einsatz von Informationstechnologie in Geschäftsbereichen, die bis vor kurzem noch zu komplex für eine automatisierte Datenverarbeitung schienen und daher hauptsächlich auf menschliche Fähigkeiten angewiesen waren. Einer dieser komplexen Geschäftsbereiche ist die Refabrikation: Produktnummern sind auf gebrauchten Teilen kaum lesbar, jedes zurückgegebene Teil sieht aufgrund seiner Gebrauchsspuren einzigartig aus und außerdem gibt es eine Vielzahl von Versionen für jedes einzelne Produkt. Deshalb erfolgt die Identifikation und Prüfung in der Refabrikation weitgehend manuell - was mit hohen Bearbeitungskosten einhergeht.
Das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung geförderte Projekt "EIBA" erforscht den Einsatz von digitaler Sensorik und KI zur Verbesserung der Identifikation und Fehlererkennung von Gebrauchtteilen in der Refabrikation. In dieser Session wird das EIBA-Projektteam interessante Einblicke in ihren Ansatz geben und erste Ergebnisse demonstrieren.

​​​​​​​Anmerkung: Die Veranstaltung wird in Englisch durchgeführt.

Zeitplan

Session 5 - 05.05.2021 - 17:00

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Folgende 4 Referenten werden am Programm teilnehmen:
Markus Wagner, Projektleiter F&E, C-ECO, Karlsruhe
Marian Schlüter, stellvertretender Abteilungsleiter Bildverarbeitung, Fraunhofer IPK, Berlin
Hannah Lickert, Forschungsingenieurin, Technische Universität Berlin
Katharina Schweitzer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, acatech München

Im Anschluss an die Präsentationen sind zur Belebung der Diskussion folgende Personen eingeladen:
Georgios Chatzinikolaou, Core Management, STP-Parts GmbH, Direktor APRA Europa
Nicolas Chauvière, General Manager von CEVAM - Auzon (Frankreich)

Beteiligte Personen

Fernand Weiland

Fernand WeilandFJW Consulting

Fernand Jean Weiland, 30 Jahre in Führungspositionen bei Bendix Automotive, Lucas Automotive, Magneti Marelli Automotive und TRW Automotive.

Fernand Weiland gründete 1989 die europäische APRA (Automotive Parts Remanufacturer Assoc.) Division und war mehr als 20 Jahre lang der erste Vorsitzende der Division.  Zwischen 1990 und 2010 organisierte er eine Vielzahl von APRA-Foren, Workshops und Ausstellungen in ganz Europa.

Fernand Weiland ist Mitbegründer der alle zwei Jahre stattfindenden ReMaTec Refabrikationsausstellung in Amsterdam. Er hat zahlreiche Artikel für die Zeitschrift ReMaTecNews geschrieben und fünf Bücher über die Automobilrefabrikation in Europa herausgegeben. Er war auch maßgeblich an der Gründung der Asien-Pazifik-Abteilung von APRA beteiligt. Fernand Weiland wurde 2019 mit dem ReMaTec Ambassador Award ausgezeichnet.

Wolfgang Gerke

Wolfgang Gerke, Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Gerke ist Leiter des Fachgebietes Robotik und Regelungstechnik sowie Professor an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld und 'Assistant Professeur Associe' an der Universität Luxemburg. Außerdem lehrt er an der AKAD University.  Er ist Experte für Robotik und Regelungstechnik und studierte Maschinenbau an der Universität Duisburg. Er arbeitete dort 5 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, wo er verschiedene Forschungsprojekte akquirierte. In seiner Promotionsarbeit entwickelte er Verfahren zur kollisionsvermeidenden Regelung von Industrierobotern. Vor seiner Professorentätigkeit arbeitete er mehr als 12 Jahre in verschiedenen Unternehmen wie Thyssen Engineering, ThyssenKrupp Encoke und Robert Bosch GmbH.  Im Rahmen von EU geförderten Forschungsprojekten arbeitete er als Projektleiter bei der Roboter Bosch GmbH in der Entwicklungsabteilung von Robotersteuerungen. In Industrieprojekten wurden sensorgeführte Robotersteuerungen mit maschineller Bildverarbeitung entwickelt.  Als Leiter der Abteilung für Technische Informatik bei der Firma ThyssenKrupp Encoke entwickelte er informationstechnische Lösungen für industrielle Großanlagen, wie z.B. die Endmontagelinie für den Airbus 320/321. Er hielt zahlreiche Vorträge auf internationalen Konferenzen, und veröffentlichte Beiträge in vielen Fachzeitschriften. Er schrieb Lehrbücher über Assistenzroboter und elektrische Maschinen und Aktoren und arbeitet als Gutachter für diverse Forschungsprojekte und Paper. 1997 wurde er Professor an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld und baute dort das Fachgebiet Robotik und Regelungstechnik auf.

Matthias Vette-Steinkamp

Matthias Vette-SteinkampHochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

Zurzeit baue ich an der Hochschule Trier eine Arbeitsgruppe für Refabrikationssystemtechnologien auf. Von März 2012 bis Februar 2020 war ich Abteilungsleiter am ZeMA - Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik in Saarbrücken. Gleichzeitig bin ich Dozent für Industrierobotik und Mensch-Technik-Interaktion und Leiter der internationalen Robotix-Academy. Meine Forschungsschwerpunkte liegen in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie in der agilen Produktion.

Meine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Anwendung von Robotik und Automation in der industriellen Produktion. In diesem Zusammenhang leite und beteilige ich mich an einem breiten Portfolio von Innovations- und Technologietransferprojekten, die auf die Einführung von Robotertechnologien im Produktionssektor gemäß Industrie 4.0 abzielen.

Markus Wagner

Markus Wagner, Circular Economy Solutions GmbH (C-ECO)

Markus Wagner hat ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Universität Karlsruhe absolviert. Er blickt auf 16 Jahre Erfahrung in verschiedenen Positionen in Logistik, IT und Marketing in der internationalen Automobilindustrie zurück. Seit 10 Jahren entwickelt er Geschäftsprozesse und IT-Systeme für industrielle Refabrikation und Gebrauchtteilmanagement. In seiner aktuellen Aufgabe berät er Unternehmen bei der Implementierung von Kreislaufwirtschaftsmodellen und entwickelt spezialisierte Prozesse und Dienstleistungen für das Gebrauchtteilmanagement. Mit diesem Hintergrund trägt er zu internationalen Projekten im Bereich der Kreislaufwirtschaft bei, die durch nationale oder internationale Programme wie Horizon2020 der EU gefördert werden.

Katharina Schweitzer

Katharina Schweitzer, acatech

Katharina Schweitzer hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen und einen Master-Abschluss in Sustainability Economics and Management. Seit drei Jahren arbeitet sie als wissenschaftliche Referentin an der Nationalen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Ihre Expertise liegt im Bereich der industriellen Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Derzeit koordiniert sie den Arbeitskreis Verpackung der Circular Economy Initiative Deutschland und forscht zum Thema Remanufacturing im Projekt EIBA.

Marian Schlüter

Marian Schlüter,Fraunhofer IPK

Marian Schlüter arbeitet am Fraunhofer IPK (Berlin) als Forscher und stellvertretender Leiter der Abteilung Bildverarbeitung im Bereich Automatisierungstechnik. Als Projektleiter in Auftrags- oder öffentlich geförderten Forschungsprojekten nutzt er KI-Methoden aus dem Bereich der Bildverarbeitung (Klassifikation, Detektion, Segmentierung) und wendet sie in Logistik und Produktion an. Hauptanwendungsgebiete sind die Objekterkennung und Oberflächeninspektion (z.B. Qualitätskontrolle) in der Produktion. Neben der systematischen Erzeugung und automatisierten Annotation von bildbasierten Datensätzen und dem Training von KI-Methoden beschäftigt er sich auch mit der Herausforderung, diese über verteilte Systeme in bestehende Produktionsprozesse zu integrieren. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Computer Vision, maschinelles Lernen und insbesondere auf Deep Learning für visuelle Erkennung. Seine Motivation ist es, die Potenziale der KI für eine nachhaltige Nutzung zu erforschen und zu nutzen, z.B. für die Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Hannah Lickert

Hannah Lickert,Technische Universität Berlin

Hannah Lickert, M.Sc., ist Forschungsingenieurin am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) unter der Leitung von Prof. Franz Dietrich am Lehrstuhl für Handhabungs- und Montagetechnikforschung (HAMSTER). Ihre Forschungsinteressen umfassen die prozessorientierte Integration digitaler Assistenzsysteme zur Verbesserung von Montage-, Demontage- und Remontageprozessen für eine nachhaltige Wertschöpfung sowie urbane Produktion, offene Werkstätten und additive Fertigung.

Nicolas Chauvière

Nicolas Chauvière,CEVAM

Nach Abschluss seines Ingenieurstudiums arbeitete Nicolas Chauviere 5 Jahre beim Hersteller PSA Peugeot Citroën.
Danach trat er in das 1986 von seinem Vater gegründete Familienunternehmen ein, zunächst als Produktionsleiter, dann als Einkaufsleiter, um aktuell Geschäftsführer zu sein.
Im Jahr 2020 erwirtschaftete CEVAM mit knapp 250 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von rund 26 Mio. €. Die Produktionsstandorte befinden sich in Polen und Tunesien.

 

Georgios Chatzinikolaou

Georgios Chatzinikolaou,STP-Parts GmbH

Refabrikation ist wahrscheinlich einer der faszinierendsten Prozesse der Welt.  Was alt ist, kann durch Refabrikation wieder neu werden, mit vielen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen.

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