Aquatisches Monitoring

Das aquatische Monitoring umfasst die Messung von mikroklimatischen, hydrologischen, physico-chemischen und biologischen Variablen im Einzugsgebiet des Traunbachs. Diese Messungen werden mit permanent ausgebrachten Datenloggern zur Messung abiotischer Umweltvariablen durchgeführt, ergänzt um Beprobungen der Artgemeinschaften (Fische, Gewässermakroinvertebraten, Fluginsekten) im 14-tägigen bis jährlichen Rhythmus, je nach Artengruppe. Projektbasiert werden zusätzliche Umweltdaten erhoben.

Fotofallen-Monitoring von Säugetieren und Vögeln

Highlights der Fotofallenauswertungen

Verteilt im Nationalpark sind über 50 selbstauslösende Fotofallen ausgebracht, mit denen die im Nationalpark vorkommenden größeren Säugetier- und Vogelarten erfasst werden. In diesem Projekt sichten wir für den Nationalpark die Bilder aus den Fotofallen, bestimmen die abgebildeten Tierarten und erfassen die Daten in einer Datenbank. Aus diesen Daten erstellen wir räumliche Aktivitätsprofile der vorkommenden Arten und analysieren Aktivitätsmuster im Tages- und jahreszeitlichen Verlauf. Zusätzlich untersuchen wir, wie Doppelerfassungen des selben Individuums auf Serien von Bildern vermieden werden können.

Ein erheblicher Anteil der von den Fotofallen aufgenommenen Bilder sind außerdem Fehlauslösungen, d.h. es ist kein Tier auf dem Bild zu sehen. Das Erkennen und Aussortieren der Fehlauslösungen verursacht Aufwand. Wir analysieren, unter welchen Bedingungen es zu Fehlauslösungen kommt, um Fehlauslösungen zu minimieren.

Klimawandel im Nationalpark (2018-2019)

Es ist zwischenzeitlich allgemein bekannt, dass das Klima weltweit wärmer wird. Aber wie sieht es konkret bei uns im Nationalpark aus? In diesem Projekt haben wir vom Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen in Rheinland-Pfalz an Wetterstationen gemessene Temperatur- und Niederschlagsdaten aus Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 1880 zur Verfügung gestellt bekommen. Aus diesen Daten haben wir die Messstationen selektiert, die im Gebiet des heutigen Nationalparks Hunsrück-Hochwald und einer angrenzenden Pufferregion von 5km liegen und daraus übersichtliche Graphiken zur Temperatur- (Jahresmitteltemperatur, Anzahl heiße Tage, Frosttage,...) und Niederschlagsentwicklung (Jahressumme, Niederschlag im Sommer, Niederschlag im Winter,...) im Laufe der Jahre angefertigt. Zusätzlich zu diesen Messdaten haben wir die regionalen Prognosen zur zukünftigen Temperaturentwicklung in der Nationalparkregion für verschiedene Modellszenarien der Intergovernmental Platform on Climate Change (IPCC) graphisch aufgearbeitet.

In einem zweiten Projektteil haben wir wissenschaftliche Studien zusammen getragen, die untersuchen, wie im Nationalpark vorkommende Tier- und Pflanzenarten auf den Klimawandel reagieren werden. Zum Abschluss des Projekts haben wir unsere Ergebnisse den Nationalpark-Rangern vorgestellt und ihnen sämtliches Material zur Nutzung auf Touren im Nationalpark übergeben.

Bionik-Exkursion im Nationalpark (2017)

Warum bleiben Biberzähne immer scharf? Was macht die Blätter bestimmter Pflanzenarten für Schadinsekten rutschig? Wie stabilisiert ein Baum seine Krone? Im Laufe der Evolution haben Tiere und Pflanzen hocheffiziente Anpassungen an eine Vielzahl von Problemen entwickelt. Wissenschaftler aus dem Bereich "Bionik" versuchen, technische Probleme zu lösen indem sie Prozesse und Funktionen aus dem Tier- und Pflanzenreich abschauen. In diesem Projekt haben wir Beispiele für bionische Produkte zusammen gestellt, deren biologische Vorbilder im Nationalpark zu sehen sind und haben die bionischen Produkte als Anschauungsmaterial besorgt. Zum Projektabschluss haben wir eine Wanderroute durch den Nationalpark ausgearbeitet, auf der an verschiedenen Stationen die natürlichen Vorbilder und die daraus entwickelten technischen Vorbilder erklärt werden können.

Alle Materialien wurden dem Nationalpark übergeben. Nationalpark-Ranger können diese Produkte nun auf ihren eigenen Touren einsetzen oder die komplette Bionik-Tour anbieten.

back-to-top nach oben