3. Suchwerkzeuge

Für Ihre Bachelorarbeit brauchen Sie zwei Texte, die nicht zum Bestand Ihrer Bibliothek gehören: (a) den Aufsatz "Zum Verhältnis von Wasserrecht und Naturschutzrecht" von Michael Reinhard, erschienen in der Zeitschrift Natur und Recht, und (b) die Doktorarbeit "The Rule of Law and the Right to Water. Social and Environmental Justice through Law", eingereicht von Richard Ross Stacey an der Universität New York. Die Suche bei Google und Amazon bleibt erfolglos: kein Zugang zu den Volltexten, kein Hinweis darauf, wie sie zu beschaffen sind! Müssen Sie aufgeben? Oder gibt es weitere Orte, an denen sich suchen lässt?

In dieser Einheit erfahren Sie, warum es nützlich ist, neben Google, Amazon und Wikipedia weitere Recherchemöglichkeiten zu kennen. Sie erhalten eine Übersicht über wichtige wissenschaftliche Suchwerkzeuge, dazu eine Reihe von Informationen zum Umgang mit Katalogen, Datenbanken und Suchmaschinen.


3.1 Google, Amazon, Wikipedia & Co.

Wenn wir im Alltag nach Informationen oder Medien (Bücher, Blu-rays etc.) suchen, greifen wir zumeist auf einige wenige Suchwerkzeuge zurück. Häufig genutzt werden z. B.: Standardsuchmaschinen, Online-Versandhändler und Wikipedia. Diese alltagsbewährten Recherchemittel können auch bei einer wissenschaftlichen Recherche von Nutzen sein. Sie besitzen allerdings ihre Grenzen.

  • Standardsuchmaschinen wie Google, Bing oder Ixquick lassen sich z. B. nutzen, um die PDF-Versionen namentlich bekannter Fachaufsätze zu finden oder an die Inter­net­präsenzen von Wissen­schaft­lern, Forschungseinrichtungen und Fach­kongres­sen zu kommen. Ihre Nach­teile sind:

    - Beschränkung auf elektronische Informationen: Viele Fachinformationen liegen zurzeit ausschließlich in gedruckter Form vor. Suchmaschinen können Sie in diesen Fällen nur zu anderen Werkzeugen führen (z. B. zu Bibliothekskatalogen), mit denen Sie anschließend gesondert recherchieren müssen.
    - kein Zugriff auf Deep-Web-Informationen: Standard­such­ma­schinen fin­den nur einen Bruch­teil der Daten, die über das Netz abgerufen werden können. Dieser Teil wird auch das Surface oder Visible Web genannt. Der andere Teil des Netzes – derjenige, der für 'normale' Suchmaschinen unzugänglich ist – wird als Deep oder Hidden Web bezeichnet. Studien zufolge ist die ihm zugehörige Datenmenge ca. 400- bis 550-mal größer als die Datenmenge des Surface Webs. Darunter befinden sich viele wissenschaftlich relevante Informationen, z. B. die Inhalte kommerzieller Fachdatenbanken oder die Bestandsverzeichnisse von Bibliotheken.
    - keine Ausrichtung auf wissenschaftliche Bedürfnisse: Die Rankingkriterien, nach denen Suchmaschinen wie Google ihre Treffer anordnen, sind nicht an wissenschaftlichen Interessen ausgerichtet. Sie wurden in Blick auf allgemeine oder kommerzielle Gesichtspunkten aufgestellt. Wissenschaftlich relevante Quellen müssen oft mühsam aus großen Treffermengen herausgefiltert werden.

  • Online-Versandhändler wie Amazon, Ecobookstore oder Thalia erlauben den Kauf von Fachliteratur. Daneben bieten sie die Möglichkeit, sich anhand von Abstracts, Inhaltsverzeichnissen, Leseproben und Nutzerbewertungen über Texte zu informieren und ihre bibliographischen Angaben zu ermitteln. Nachteile sind:

    - eingeschränktes Sortiment: Das Angebot konzentriert sich in der Regel auf Bücher. Einige Zeitschriften lassen sich zwar abonnieren, der Kauf bestimmter Ausgaben oder Aufsätze ist jedoch nicht möglich. Graue Literatur – wie z. B. Hochschul­schriften, Statis­tiken, Firmen­infor­mationen etc. – fällt naturgemäß aus dem Programm.
    - hohe Kosten: Die Preise für Fachliteratur liegen nicht selten im oberen zweistelligen Bereich. Texte zu kaufen, lohnt sich in vielen Fällen nicht – z. B. wenn sie nur gebraucht werden, um eine Definition oder ein Zitat nachzuschlagen.

  • Wikipedia kann Ihnen nützliche Einstiegsinformationen liefern: In welche größeren Zusammenhänge ist das Thema einzuordnen? Was sind die zentralen Fachausdrücke? Welche Experten gibt es? usw. Trotzdem gilt: Wikipedia-Artikel sind keine zitierwürdigen Quellen. Gründe sind u. a.:

    - nur einführender Charakter: In Wikipedia-Artikeln wird zumeist allgemeines und einführendes Wissen wiedergegeben – Wissen, über das in einer Arbeit schnell hinausgegangen werden sollte.
    - offener Zugang und fehlende Klarnamen: Wikipedia-Artikel können von beliebigen Personen angelegt werden – ungeachtet ihrer Ausbildung und ihrer Motive. Da in der Regel keine Klarnamen verwendet werden, bleibt offen, welchen Hintergrund die Verfasser besitzen und was ihre Interessen sind.
    - fehlender Gang durch wissenschaft­liche Kontroll­instanzen: Wikipedia-Artikel müssen bestimmte Vorgaben erfüllen und können von anderen Nutzern diskutiert, ergänzt und korrigiert werden. Von Ausnahmen abgesehen, fehlt ihnen allerdings der Kontrollgang, den wissenschaftliche Texte in der Regel durchlaufen: Gegen­lesen durch Kol­legen, Fach­diskussionen in Kolloquien und auf Konferenzen, Prüfung durch Herausgeber oder Gutachter (Stichwort: Peer Review – Be­gut­achtung durch unabhängige Fachleute, z. B. in Form eines Doppel­blind­gut­achtens).
    - nicht gewährleistete Einheitlichkeit: Die Offenheit für andere Autoren kann zu 'Flickwerk' führen: Ein Autor B ergänzt z. B. einen von Autor A angelegten Artikel, verwendet aber die von A genutzen Ausdrücke in etwas anderer Bedeutung (→ Äquivokation).

Angesichts der hier aufgelisteten Grenzen scheint es ratsam zu sein, das eigene Arsenal an Suchwerkzeugen um weitere Werkzeuge zu ergänzen.


3.2 Wissenschaftliche Suchwerkzeuge – eine Übersicht

Für die wissenschaftliche Recherche stehen Ihnen zahlreiche Suchwerkzeuge und Recherchemittel zur Verfügung. Auf den ersten Blick kann die Fülle der Möglichkeiten verwirrend oder abschreckend wirken. Überfliegen Sie die folgende Auswahl. Sie nennt Ihnen einige Recherchemittel, eingeteilt nach typischen Anbietern:

  • Biblio­theken und wissen­schaft­liche Ein­richtungen
    - ver­zeich­nen den ge­druck­ten und elek­tro­nisch­en Be­stand einer Bi­bli­o­thek
    - Bei­spiel: eBib (Um­welt-Cam­pus Bir­ken­feld)
    Verbund­kataloge
    - ermög­lich­en die gleich­zei­ti­ge Suche in lo­ka­len Ka­ta­lo­gen deut­scher Bi­bli­o­the­ken
    - Ser­vice: Fern­leih­mög­lich­keit für Bü­cher, Be­stell­mög­lich­keit für Ka­pi­tel- oder Auf­satz­ko­pien
    - Bei­spiel: Digi­Bib (Hoch­schul­bi­bli­o­theks­zen­trum NRW)
    Discovery-Sys­teme
    (Bi­bli­othek­en)
    - ver­zeich­nen nicht nur den ge­druck­ten und elek­tro­nisch­en Be­stand einer Bi­bli­o­thek, son­dern auch die In­hal­te li­zen­zier­ter Da­ten­bank­en und frei ver­füg­bare Netz­in­hal­te
    - Ser­vice: an Google ori­en­tier­te Be­nutz­ung ("google-like")
    vir­tu­el­le Fach­bi­bli­o­theken / Fach­in­for­ma­ti­ons­por­ta­le
    - von Fach­leu­ten ge­bün­del­te Zu­gänge zu Fach­in­for­ma­ti­onen. Lie­fern Li­tera­tur­nach­weise, Links zu Voll­tex­ten so­wie sons­ti­ge Fach­in­for­ma­ti­onen (z. B. Ver­an­stal­tungs­ka­len­der)
    - Ser­vice: Hin­wei­se auf B­eschaf­fungs­mög­lich­kei­ten
    - Übersicht: http://blogs.sub.uni-hamburg.de/webis/fachportale
    wissen­schaft­liche
    Such­ma­schi­nen
    - lie­fern nur wis­sen­schaft­lich re­le­van­te In­for­ma­ti­onen, ent­we­der als Li­tera­tur­nach­wei­se oder als Voll­texte
    - Bei­spiel: BASE (Bie­le­feld Aca­de­mic Search En­gine)
    Lern­platt­for­men
    - bie­ten hoch­schul­in­ter­nen Zu­gang zu Vor­le­sungs­skrip­ten und Lern­ma­teri­ali­en
    - Bei­spiel: Stud.IP der Hoch­schu­le Trier
    Doku­men­ten­ser­ver
    - lie­fern grau­e Li­tera­tur wie Ar­beits­pa­piere, Skrip­te oder Pre­prints
    - Bei­spie­le: Econ­stor, arXiv
    Meta­such­werk­zeuge
    - lie­fern Such­werk­zeuge (z. B. Fach­daten­bank­en)
    - Bei­spiel: Da­ten­bank-Info­sys­tem DBIS
  • Verlage und Datenbankanbieter
    - ent­hal­ten von Fach­leu­ten zu­sam­men­ge­stel­lte Quel­len in Form von Li­tera­tur­nach­weisen, Fak­ten oder Voll­tex­ten
    - oft kom­mer­ziell, Zu­griff muss von Hoch­schule er­wor­ben wer­den
    - Bei­spiele: IEEE, Peri­norm, Springer­Link, Statis­ta, TEMA, wiso etc.
    Doku­ment­lie­fer­ser­vi­ces
    - er­mög­lich­en es, elek­tro­nische oder ge­druck­te Fach­li­tera­tur zu be­stel­len
    - Bei­spiel: UMI (Lie­fer­dienst für US-ameri­ka­nisch­e Dis­ser­ta­ti­on­en)
    On­line-Zeit­schrif­ten­ar­chi­ve
    - bie­ten Zu­gang zum Ar­chiv einer Zeit­schrift, lie­fern Auf­satz­nach­wei­se oder Voll­tex­te
    - Ser­vice: Be­stell­mög­lich­keit
    - Bei­spiel: Jour­nal of Ma­the­ma­ti­cal Phy­sics On­line
  • Internet-Unternehmen
    - lie­fern nur wis­sen­schaft­lich re­le­van­te In­for­ma­ti­onen, ent­we­der als Li­tera­tur­nach­wei­se oder als Voll­tex­te
    - Bei­spiel: Google Scholar
    So­ci­al-Me­dia-Platt­for­men
    - er­lau­ben den Aus­tausch von Fach­in­for­ma­ti­onen und URLs in ei­ner Com­mu­ni­ty (Web 2.0)
    - Bei­spiel: Diigo.com
  • Behörden und Organisationen
    - ent­hal­ten Haus­halts­plä­ne, Sta­tis­ti­ken, Jahres­be­rich­te, Un­ter­such­ungs­er­geb­nis­se etc.
    - Bei­spiel: GENESIS on­line (Sta­tis­tisches Bun­des­amt)
  • Privatpersonen
    - ent­hal­ten un­ver­öf­fent­lichte Ab­schluss­ar­bei­ten, For­schungs­da­ten, Ar­beits­pa­piere etc.
    - Ser­vice: Li­tera­tur­tipps und -hin­weise

Welche Suchwerkzeuge für Ihre jeweilige Recherche am besten geeignet sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem Fachgebiet, in dem Sie Ihre Arbeit schreiben, der Fragestellung Ihres Textes, dem Datenbankangebot Ihrer Bibliothek usw. Am Anfang Ihres Studiums wird es reichen, folgende Punkte im Hinterkopf zu bewahren:

  • Nutzen Sie als eine erste Anlaufstelle den lokalen Katalog Ihrer Hochschulbibliothek: Dort finden Sie die gedruckte und elektronische Fachliteratur, die in Blick auf die Studiengänge Ihrer Hochschule angeschafft wurde – ausgewählt von Dozenten oder Fachreferenten. Ist der Katalog zu einem Discovery-System ausgebaut, umso besser: Dann können Sie dort auch nach den Inhalten der Fachdatenbanken suchen, die von Ihrer Hochschule lizenziert wurden.

  • Die von Ihrer Hochschule lizenzierten Fachdatenbanken stellen eine wichtige Quelle dar: Sie werden ebenfalls in Blick auf die Bedürfnisse der Studierenden ausgewählt und halten meist hochwertige Informationen und Dokumente bereit.

  • Wissenschaftliche Suchmaschinen wie Google Scholar oder BASE sind eine exzellente Alternative zu Google & Co.: Statt Alltagsinformationen liefern Sie Ihnen ausschließlich wissenschaftlich relevante Treffer, darunter auch Deep Web-Inhalte!

  • Scheitert Ihre Suche in den lokalen Bibliothekskatalogen Ihrer Hochschule und bleibt auch die Suche über wissenschaftliche Suchmaschinen erfolglos, stehen Ihnen Verbundkataloge wie die DigiBib zur Seite: Per Fernleihe oder Aufsatzbestellung können Sie sich aus allen Bibliotheken Deutschlands Bücher und Aufsatzkopien zu Ihrer Hochschulbibliothek schicken lassen.

  • Mit virtuellen Fachbibliotheken, Fachinformationsportalen und Discovery-Systemen wird versucht, Ihnen einen zentralen Rechercheeinstieg zu bieten. Insbesondere Discovery-Systeme sollen Ihnen – in Zukunft – alle Quellen über einen einzigen Sucheinstieg zugänglich machen, einschließlich Bestell- und Beschaffungshinweisen (Stichwort: One-stop-shop).

3.3 Suchwerkzeuge: Was finde ich wo?

Mit wachsender Rechercheerfahrung wird es einfacher, die passenden Anlaufstellen für die Suche nach bestimmten Dokumentarten auszuwählen. Die folgende Tabelle bietet Ihnen eine erste Hilfe:

  • Literaturarten und Suchwerkzeuge
    - lo­ka­le Bi­bli­o­theks­ka­ta­lo­ge o­der Dis­co­very-Sys­teme
    - Ver­bund­ka­ta­lo­ge
    - On­line-Ver­sand­händ­ler
    - Fach­da­ten­bank­en (mit E-Books), z. B. Springer­Link
    Fach­zeit­schrif­ten
    - lo­ka­le Bi­bli­o­theks­ka­ta­lo­ge o­der Dis­co­very-Sys­teme
    - Ver­bund­ka­ta­lo­ge
    - On­line-Ver­sand­händ­ler
    - Me­ta­zeit­schrif­ten­da­ten­bank­en, z. B. EZB
    Fach­zeit­schrif­ten­auf­sätze
    - via Suche nach Fach­zeit­schrif­ten (s. o.)
    - (wis­sen­schaft­liche) Such­ma­schinen, z. B. Google Scholar
    - On­line-Zeit­schrif­ten­ar­chi­ve, z. B. qje.oxfordjournals.org
    - Fachdatenbanken
    - Fachinformationsportale
    Hoch­schul­schrif­ten (grau)
    - lo­ka­le Bi­bli­o­theks­ka­ta­lo­ge oder Dis­co­very-Sys­teme
    - Do­ku­men­ten­ser­ver
    - Fach­in­for­mati­ons­por­ta­le
    - Do­ku­ment­lie­fer­diens­te, z. B. UMI (Pro­Quest)
    - Pri­vat­per­so­nen
    Ge­setzes­tex­te / Kom­men­ta­re
    - lo­ka­le Bi­bli­o­theks­ka­ta­lo­ge oder Dis­co­very-Sys­teme
    - Ver­bund­ka­ta­lo­ge
    - Fach­da­ten­bank­en, z. B. beck-online, juris
    - öf­fent­liche Da­ten­bank­en, z. B. gesetze-im-internet.de
    Urteile und Beschlüsse
    - Fachdatenbanken, z. B. beck-online, juris
    - öffentliche Datenbanken, z. B. bundesfinanzhof.de
    Statistiken und Fakten
    - Fachdatenbanken, z. B. Statista
    - Fachinformationsportale, z. B. rfe.org
    - öffentliche Datenbanken, z. B. GENESIS online
    - Websites von Unternehmen
    - Spezialsuchmaschinen, z. B. zanran.com/q
    - Privatpersonen und Unternehmen
    Normen
    - lokale Bibliothekskataloge oder Discovery-Systeme
    - Normendatenbanken, z. B. Perinorm
    Patente
    - öffentliche Datenbanken, z. B. epo.org
    - (wissenschaftliche) Suchmaschinen, z. B. Google Patents

3.4 Funktionen von Suchwerkzeugen (Beispiele)

Arbeiten Sie mit einem bestimmten Suchwerkzeug, kann es sich lohnen, seine Inhalte und Funktionen genauer zu erforschen: Welche Arten von Informationen liefert es mir? Wie kann ich Suchanfragen präzisieren? Welche Möglichkeiten habe ich, Treffer zu verwalten? usw. Die folgenden Tabellen listen einige Serviceangebote auf, die typisch für Recherchemittel sind.

  • Funktionen: allgemein
    Fol­gen Sie dem Link, er­hal­ten Sie all­ge­meine In­for­ma­ti­onen zum Such­werk­zeug: Wer bietet es an? Wel­che In­hal­te wer­den be­reit­ge­stellt? Was sind Be­son­der­hei­ten? etc.
    Link: "Hilfe" Die­ser Link führt Sie zu Tex­ten, die Ihnen die wichtigs­ten Funk­ti­onen des Such­werk­zeugs er­läutern. Manch­mal sind hier auch Videos hin­ter­legt.
    Link: "Er­wei­ter­te Such­e" Der Blick in die er­weiter­te Such­mas­ke (auch: "Ex­per­ten­suche", "De­tail­suche", "Advan­ced Search") ver­rät Ihnen in der Re­gel, auf wel­che Ka­te­go­ri­en (Au­tor, Titel, Jahr etc.) Sie Ihre Suche ein­schränken kön­nen und wel­che Boole­schen Opera­tor­en (Und, Oder etc.) sich ein­setzen las­sen.
    Link: "An­mel­dung", "Mein Kon­to", "Log­in" etc. Über die­sen Link kön­nen Sie Ihr per­sön­liches Be­nutzer­kon­to an­le­gen oder auf­ru­fen. Ein­mal an­ge­mel­det kön­nen Sie wei­ter­e, per­so­na­li­sier­te Funk­ti­onen des Such­werk­zeugs nutz­en, z. B.: Ein­rich­ten der Be­nutz­er­ober­fläche, An­zei­gen der Such­his­torie, Hin­ter­le­gen von Merk­lis­ten, Ein­rich­ten ei­nes Such­a­larms u. Ä.
    Beispiel: Benutzer­ober­fläche des Fach­por­tals Econ­Biz

    A – "Über EconBiz" (Link), B – "Login" (Link), C – "Hilfe" (Link), D – "Erweitert" (Link)


  • Funktionen: Suchmasken (plus gesamte Benutzeroberfläche)
    Un­ter ei­nem In­dex wird das Ver­zeich­nis der Schlag­wör­ter ver­stan­den, mit denen die Do­ku­men­te ei­ner Da­ten­bank er­schlos­sen ('ver­schlag­wor­tet') wor­den sind. Ein The­sau­rus ist ein Ver­zeich­nis von Fach­aus­drücken und der­en Ver­bin­dungen un­ter­ein­an­der (Sy­no­nym von, Ober­be­griff von etc.). In­dexe und The­sau­ri hel­fen Ihnen, ge­eig­nete Such­aus­drücke zu fin­den. Ei­ni­ge Such­werk­zeu­ge er­gänzen Ihre Such­an­fra­ge im Hin­ter­grund au­to­ma­tisch um Sy­no­nyme. Ei­ne An­fra­ge mit "Tier­me­di­zin" wird z. B. au­to­ma­tisch zu einer Suche nach "Tier­me­di­zin" oder "Ve­teri­när­me­di­zin" er­wei­tert.
    Such­schlüssel Er­lau­ben es, ei­ne Suche auf be­stimm­te Ka­te­go­ri­en (Au­tor, Titel, Jahr, ISBN etc.) ein­zu­schränken. In der Mas­ke einer ein­fachen Suche lässt sich der Schlüs­sel meist über ein Pull-down-Menü aus­wäh­len.
    Boole­sche Operatoren Bie­ten die Mögl­ich­keit, kom­plexe An­fra­gen mit Hil­fe von Operatoren wie Und, Oder oder Nicht zu formulieren.
    Nach­bar­schafts­ope­ra­to­ren Er­mög­lich­en es Ihnen, kom­plexe An­fra­gen mit Hil­fe von Opera­tor­en wie Di­rekt ne­ben oder Na­he bei zu for­mu­lie­ren.
    Trunkierungs- und
    Mas­kierungs­ope­ra­toren
    (per Hand oder
    au­to­matisch)
    Hel­fen Ihnen da­bei, Va­ri­an­ten eines Such­aus­drucks mit­ab­zu­fra­gen. Mas­kier­ungs­opera­toren fun­gieren als Jo­ker­zei­chen für ein­zel­ne Buch­sta­ben, Trun­kierungs­o­pera­toren als Platz­hal­ter für be­lie­bi­ge Wort­be­stand­teile (ins­be­son­dere für be­lie­bi­ge Wort­en­dungen und -an­fänge). Man­che Such­werk­zeu­ge trun­kieren Such­aus­drücke au­to­ma­tisch.
    Monitoring / RSS-Feed Ermöglichen es, Such­anfra­gen zu 'hin­ter­le­gen'. Wer­den in die Da­ten­bank neue Da­ten ein­ge­spielt, die auf Ihre An­fra­ge zu­tref­fen, wer­den Sie auto­matisch über die neu­en Tref­fer in­for­miert (z. B. per E-Mail).
    Beispiel: Benutzeroberfläche der Fachdatenbank wiso
    A – "Thesaurus" (Drop-down-Menü), B – Trunkierungszeichen "*", C – Boolescher Operator "OR", D – Such­schlüs­sel "Titel", E – "Moni­toring" (Link, Re­gis­trierung er­for­der­lich)


  • Funktionen: Trefferliste
    Dienen dazu, eine Tref­fer­lis­te nach be­stimm­ten Kri­teri­en zu fil­tern. Ty­pische Ver­fei­nerungs­mög­lich­keiten sind: Jahr, Thema, Pub­li­kati­ons­form, Spra­che, Zeit­schrift u. Ä.
    Sortier­funk­ti­onen Bie­ten die Mög­lich­keit, die Tref­fer­lis­te nach ver­schie­denen Kri­teri­en an­zu­ord­nen, z. B. nach Ak­tu­ali­tät oder Re­le­vanz.
    Zitierhil­fe Lis­tet Ihnen die bi­bli­o­graph­ischen An­ga­ben zu ei­nem Tref­fer auf, meist in ei­nem wis­sen­schaft­lich an­er­kann­ten Zi­tier­stil.
    Export­funk­ti­onen Er­mög­lichen es, die bi­bli­o­graph­ischen An­ga­ben in ein Li­tera­tur­ver­wal­tungs­pro­gramm zu ex­por­tieren (z. B. in ein Ci­ta­vi-Pro­jekt).
    Beschaffungs­hin­weise Tei­len Ihnen mit, wie Sie an den Voll­text des Do­ku­ments her­an­kom­men (z. B. über ei­nen Di­rekt­link oder ei­ne Fern­leihe).
    Beispiel: Trefferliste der Suchmaschine Google Scholar
    A – Filter: Jahr 2015, B – Sortiermöglichkeit: nach Relevanz, C – "Zitieren" (Link: Zitierhilfe), D – "In BibTeX importieren" (Link: Exportfunktion), E – "Bibliothekssuche" (Link: Beschaffungshinweise)

Neben den Informationsmöglichkeiten, die Ihnen das Werkzeug selbst bietet, lohnt sich auch der Weg zu YouTube: Hier finden Sie häufig Nutzervideos zu einzelnen Katalogen, Datenbanken und Informationsportalen.


3.5 Suchwerkzeuge: Operatoren unter der Lupe

Mit Hilfe von Operatoren können Sie komplexe Suchanfragen formulieren. Wichtige Operatoren sind: (a) Boole­sche Opera­toren, (b) Nach­bar­schafts­operatoren, (c) Trunkierungs- und Mas­kierungs­operatoren, (d) Kate­gorien­opera­toren und (e) Kom­para­toren. Die fol­genden Bei­spiele ver­an­schaulichen den Einsatz solcher Operatoren in einer einfachen Suchzeile.

1.

Die Booleschen Operatoren sind nach dem britischen Mathematiker und Logiker George Boole benannt. Für die Recherche sind insbesondere drei von Bedeutung: Und, Oder und Nicht.

Und (einschränkend). Typische Operatoren­zeichen: "AND", Leer­zeichen

Atomenergie AND Endlagerung Suchen!

→ liefert jedes Dokument der Datenbank, das die Ausdrücke "Atomenergie" und "Endlagerung" in seinem Daten­satz ent­hält.

Oder (erweiternd). Typisches Opera­toren­zei­chen: "OR"

Deutschland OR Frankreich Suchen!

→ liefert jedes Doku­ment der Daten­bank, das die Aus­drücke "Deutschland" und/oder "Frankreich" in sei­nem Daten­satz auf­weist.

Nicht (einschränkend). Typische Operatoren­zeichen: "NOT", "-"

NOT Solarenergie Suchen!

→ liefert jedes Doku­ment der Daten­bank, in des­sen Daten­satz nicht der Ausdruck "Solarenergie" vorkommt.

Beispiele für komplexere Suchanfragen, u. a. mit Hilfe von Klammern als Gliederungszeichen:

EEG NOTSolarenergie Suchen!

→ liefert alle Doku­mente der Daten­bank, die den Aus­druck "EEG" in ihren Daten­sätzen ent­halten, nicht aber den Ausdruck "Solarenergie".

Atomenergie AND (Deutschland OR Frankreich) Suchen!

→ liefert alle Doku­mente, die die Aus­drücke (a) "Atomenergie" und (b) "Deutschland" und/oder "Frankreich" in ihren Daten­sätzen auf­weisen.

2.

Nachbarschaftsoperatoren sind verstärkte Formen des Und-Operators: Zwei Ausdrücke, die mit einem Nachbarschafts­operator verknüpft werden, müs­sen nicht nur irgend­wo im Daten­satz eines Doku­ments vor­kom­men – sie müssen auch in einem be­stimm­ten 'Nachbar­schafts­ver­hält­nis' stehen. Z. B. sollen sie direkt nebeneinanderstehen oder im selben Satz vorkommen etc. Nachbarschaftsoperatoren sind insbesondere dann sinnvoll, wenn über Volltexte gesucht wird.

Nacheinander (einschränkend). Typische Operatorenzeichen: "ADJ", Anführungszeichen

"Philosophie der Geschichte" Suchen!

→ liefert jedes Doku­ment der Daten­bank, dessen Daten­satz die Wort­kette Philosophie der Geschichte ent­hält (nicht aber z. B.: Geschichte der Philosophie). Wird auch Phrasen­setzung genannt.

Nahe bei (einschränkend). Typisches Operatorenzeichen: "NEAR"

Nutzung NEAR Biomasse Suchen!

→ liefert jedes Doku­ment der Daten­bank, in dessen Daten­satz die Wör­ter "Nutzung" und "Biomasse" in einem gewissen maximalen Wortabstand vor­kommen (Abstand je nach Einstellung des Suchwerkzeugs).

3.

Trunkierungs- und Maskierungsoperatoren können als Abkürzungen von Oder-Verknüpfungen verstanden werden ('Quick & Dirty'-Oder). Sie fungieren als Platzhalter für beliebige Buchstaben oder Buchstabenketten. Vorsicht: Zeichenketten, die einen Bindestrich enthalten (z. B. "Marketing-Instrument"), lassen sich in der Regel nicht trunkieren. Die Suche führt hier zu null Treffern!

Rechtstrunkierung (erweiternd). Typische Operatoren­zeichen: "*", "$"

solar* Suchen!

→ liefert alle Doku­mente der Daten­bank, deren Daten­satz den Ausdruck "solar" ent­hält oder einen Ausdruck, der mit "solar" beginnt: Solarenergie, Solarstrom, Solaranlage, Solaranlagen, aber auch: Solarium oder Solaris.

Linkstrunkierung (erweiternd). Typische Operatoren­zeichen: "*", "$"

*gutachten Suchen!

→ liefert jedes Doku­ment der Daten­bank, in dessen Daten­satz der Aus­druck "gutachten" vor­kommt oder ein Aus­druck, der mit "gutachten" endet: begut­achten, Kreditgut­achten, Rechtsgut­achten, Schwingungsgut­achten etc.

Maskierung (erweiternd). Typisches Operatorenzeichen: "?"

al?ohol Suchen!

→ liefert alle Doku­mente der Daten­bank, deren Daten­satz einen Aus­druck enthält, der sich zusammen­setzt aus: "al" + ein beliebiger Buchstabe + "ohol", z. B. Alkohol, Alcohol, aber auch: Alaohol.

4.

Über Kategorienoperatoren lässt sich festlegen, in welcher Kategorie des Datensatzes (Autor, Titel, ISBN, Dateiformat etc.) ein bestimmter Suchausdruck vorkommen soll.

Dateiformat (einschränkend). Zeichen bei Google: "filetype: xy"

biokohle marktstudie filetype:pdf Suchen!

→ liefert vorrangig alle Einträge der Google-Datenbank, in deren Datensatz (a) die Ausdrücke "biokohle" und "marktstudie" vorkommen und (b) "PDF" als Dateiformat angegeben ist.

5.

Mit Komparatoren wie "=", "<" oder ">" können Sie bestimmte Einschränkungen vornehmen, z. B. die Einschränkung, dass nur Dokumente angezeigt werden sollen, deren Erscheinungsjahr gleich 2010 ist. Komparatoren werden in Verbindung mit Kategorienangaben genutzt (siehe Beispiel).

Größer als (einschränkend). Typisches Zeichen: ">". Hier ein Einsatz in der Datenbank wiso.

verfahrenstechnik AND xw>2500 Suchen!

→ liefert alle Dokumente der wiso-Datenbank, (a) in deren Datensatz der Ausdruck "Verfahrenstechnik" enthalten ist und (b) die umfangreicher als 2.500 Wörter sind. ("xw" steht in der wiso-Datenbank für "Anzahl Wörter".)

Achtung: Die Operatorenangebote und -symbole können sich von Werkzeug zu Werkzeug unterscheiden! Manche Zeichen werden auch in der einen Datenbank anders verwendet als in der zweiten (typische Kandidaten: Nachbarschaftsoperatoren). Nutzen Sie daher die Hilfeseiten, um sich über den richtigen Einsatz der Symbole zu informieren.

  • Beispiele: Operatoren und Operatorenzeichen

    Operator wiso Datenbank Google (Scholar) eBib UCB
    Rechtstrunkierung *, $ nicht möglich nicht möglich
    Linkstrunkierung *, $ nicht möglich nicht möglich
    Phrasensetzung "…" "…" "…"
    Und-Operator AND, UND, +, &, [Leerz.] AND, [Leerz.] [Leerz.]
    Oder-Operator OR, ODER OR nicht möglich
    Nicht-Operator NOT, NICHT, ! - [Minusz.] - [Minusz.]

3.6 Quizfragen

1.

Die Suchmaschine Google kann Sie nur zu Daten führen, die im sogenannten Surface Web liegen, nicht aber zu den Daten des Deep Webs. Welche der folgenden Grafiken symbolisiert am ehesten das bisher vermutete Verhältnis zwischen den Datenmengen des Surface und des Deep Webs (blau/dunkel = Deep Web, gelb/hell = Surface Web)?

a b c d

Lösung ein/aus

2.

Was glauben Sie: Welche Internetseiten werden von Google nicht gefunden? (Mehrfachnennung möglich)

a)Seiten, die keine Links enthalten und nicht von anderen Seiten aus verlinkt sind.
b)Passwortgeschützte Seiten.
c)Seiten, die über die Eingabe von Formulardaten erzeugt werden.
d)Seiten, die erst wenige Minuten im Netz abrufbar sind.
e)Seiten, deren Auffindbarkeit durch Suchmaschinen vom Seitenersteller untersagt wurde.

Lösung ein/aus

3.

Sie finden bei Wikipedia eine Definition, die Sie in Ihrer Arbeit verwenden möchten. Allerdings: Wikipedia-Artikel sind nicht zitierwürdig. Was können Sie im Sinne einer guten wissenschaftlichen Praxis tun?

a)Die Definition zitieren und Wikipedia als Quelle angeben! Solange alles in Anführungszeichen steht und die Quelle sauber belegt ist, spielt Zitierwürdigkeit keine Rolle.
b)Die Definition übernehmen, aber nicht belegen! Wikipedia erscheint somit nicht im Literaturverzeichnis und wirft kein schlechtes Licht auf die Quellenauswahl.
c)Den Literaturbelegen des Wikipedia-Artikels nachgehen und die Originalquelle der Definition beschaffen! Sie kann dann zitiert werden.

Lösung ein/aus

4.

Was ist eine gute Anlaufstelle, um an die Doktorarbeit von Richard Ross Stacey heranzukommen (eingereicht an der Universität New York und nicht erhältlich über den Buchhandel)?

a)UMI
b)Perinorm
c)epo.org
d)GENESIS online

Lösung ein/aus

5.

Betrachten Sie den unten stehenden Screenshot der Datenbank TEMA. Auf Möglichkeiten weisen die eingekreisten Bereiche 1 bis 6 hin?


1)"Einfache Suche"
2)"Thesaurussuche"
3)"Per­sön­liche An­gaben"
4)"Er­schei­nungs­jahr"
5)"Da­ten­bank­be­schrei­bung"
6)"Im­pres­sum"
a)Möglichkeit, ge­eig­nete Such­be­grif­fe zu finden
b)Möglichkeit, sich über den An­bie­ter der Da­ten­bank zu in­for­mieren
c)Möglichkeit, über al­le Ka­te­go­rien oder Such­schlüs­sel gleich­zeitig zu su­chen
d)Möglichkeit, sich ein per­sön­liches Be­nutzer­kon­to an­zu­le­gen
e)Möglichkeit, sich über die In­hal­te der Da­ten­bank auf­klären zu las­sen
f)Möglichkeit, sich nur Tref­fer aus den Jah­ren 2014 und 2015 an­zei­gen zu las­sen

Lösung ein/aus

6.

In der erweiterten Suchmaske einer englischsprachigen Datenbank finden Sie eine Eingabezeile, unter der die Erläuterung steht: Find resources with at least one of the words. Mit welchem Operator werden die Ausdrücke verknüpft, die Sie in diese Zeile tippen?

a)AND
b)OR
c)NOT
d)NEAR

Lösung ein/aus

7.

In derselben Suchmaske finden Sie eine andere Eingabezeile mit dem Hinweis: Find resources without the words. Welcher Operator kommt hier zum Einsatz?

a)AND
b)OR
c)NOT
d)NEAR

Lösung ein/aus

8.

Trunkierung: Welche der vier unten aufgeführten Titel werden mit der folgenden Suchanfrage gefunden?

Titel smart* Suchen!
a)"Smarte Kids – ein neuer Bildungsserver"
b)"Smartwatch & Co. – wohin geht die Reise?"
c)"Comicanalyse am Beispiel von Clever & Smart"
d)"Kluge Kühlschränke und smar­te Sak­kos – die neues­ten Ge­schäfts­mo­del­le"

Lösung ein/aus

9.

Phrasensetzung: Welche der vier unten aufgeführten Titel werden mit der folgenden Suchanfrage gefunden?

Titel "technische Grundlagen" Suchen!
a)"Technische Grundlagen und Stan­dards der Foto­grafie"
b)"Energiespeicher: technische und wirt­schaft­liche Grund­la­gen"
c)"Netzwerke: Technik, Grund­lagen, Me­tho­den"
d)"Die Vermittlung tech­nischer Grund­lagen in der Archi­tek­tur"

Lösung ein/aus

10.

Und-Operator: Welche der vier unten aufgeführten Titel werden mit der folgenden Suchanfrage gefunden?

Titel nachhaltig* AND klima* Suchen!
a)"Wie schaffe ich ein nachhaltiges Betriebs­klima?"
b)"Nachhaltigkeitsmanagement – ein Bei­trag zum Klima­schutz"
c)"Klimawandel und Klima­schutz"
d)"Nachhaltigkeit – ein Aus­druck macht Kar­riere"

Lösung ein/aus

11.

Oder-Operator: Welche der vier unten aufgeführten Titel werden mit der folgenden Suchanfrage gefunden?

Titel Kuba-Krise AND (FBI OR CIA) Suchen!
a)"Die Kuba-Krise – eine historische Aufbereitung"
b)"FBI und CIA – der geheime Krieg"
c)"Die Rolle des CIA während der Kuba-Krise"
d)"FBI, CIA und die Kuba-Krise – eine Ver­schwörungs­theo­rie"

Lösung ein/aus

12.

Nicht-Operator: Welche der vier unten aufgeführten Titel werden mit folgender Suchanfrage gefunden?

Titel (Kuba-Krise AND FBI) NOT CIA Suchen!
a)"Die Kuba-Krise und der FBI – eine Aufbereitung"
b)"FBI und CIA – der geheime Krieg"
c)"Die Rolle des CIA während der Kuba-Krise"
d)"FBI, CIA und die Kuba-Krise – eine Ver­schwörungs­theo­rie"

Lösung ein/aus

13.

Die Suchanfrage [ welle-nabe-verbindung ] erzielte am 06.08.2015 acht Treffer in der Suchmaschine BASE, die Suchanfrage [ welle-nabe-verbindungen ] zwanzig Treffer. Was schätzen Sie: Wie viele Treffer erzeugte die unten stehende Suchanfrage?

welle-nabe-verbindung* Suchen!
a)null
b)zwanzig
c)siebenundzwanzig
d)zweiundvierzig

Lösung ein/aus

14.

Sie möchten über Google Scholar nach Informationen zur Verfahrenstechnik suchen, allerdings die Aspekte der thermischen und chemischen Verfahrenstechnik ausklammern. Ist die unten stehende Suchanfrage hierfür geeignet?

verfahrenstechnik NOT thermische NOT chemische Suchen!

Lösung ein/aus


3.7 Zugrunde gelegte Literatur

Wichtige Grundlage für diese Lerneinheit waren die bisher nicht veröffentlichten Skripte Henrichs (1996) und Suthaus (2015). In Henrichs (1996) wird der Einsatz von Operatoren illus­triert, Suthaus (2015) erläutert die typischen Funktions­angebote von Suchwerk­zeugen. Ebster/Stalzer (2013), Gantert/Hacker (2008) und Niedermair (2010) informieren Sie über Recherche­mittel und ihren Ein­satz. Viele praktische Hinweise finden sich auch in Fran­ke/Klein/Schül­ler-Zwier­lein (2010) und Mül­ler/Plie­nin­ger/Rapp (2013). Wer sich für Google und seine Gren­zen interes­siert, kann mit Universität von Kali­fornien (2003), Universitäts­biblio­thek Biele­feld (2014) und Uni­versi­täts- und Landes­biblio­thek Müns­ter (2010) ein­steigen.

  • Ebster, Claus / Stalzer, Lieselotte (2013): Wissenschaftliches Arbeiten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, 4. Aufl. Wien: WUV.
  • Franke, Fabian / Klein, Annette / Schüller-Zwierlein, Andre (2010): Schlüsselkompetenzen. Literatur recherchieren in Bibliotheken und Internet, Stuttgart: Metzler.
  • Gantert, Klaus / Hacker, Rupert (2008): Bibliothekarisches Grundwissen, 8. Aufl. München: Saur.
  • Henrichs, Norbert (1996): Information Retrieval. Output-Organisation von Informations­systemen. Folientexte zur Vorlesung. SoSe 1996, unveröffent­lichtes Skript, Insti­tut für Informations­wissen­schaft der Heinrich-Heine-Universität Düssel­dorf.
  • Müller, Ragnar / Plieninger, Jürgen / Rapp, Christian (2013): Recherche 2.0. Finden und Weiterverarbeiten in Studium und Beruf, Wies­baden: Springer.
  • Niedermair, Klaus (2010): Recherchieren und Dokumentieren. Der richtige Umgang mit Literatur im Studium, Wien: UTB.
  • Suthaus, Christiane (2015): Tage des Recherchierens. Wirtschaftswissenschaften, unveröffent­lichtes Manus­kript, Fach­hoch­schule Köln.
  • Universität von Kalifornien (2003): How Much Information? 2003, Universität von Kalifor­nien, on­line unter: http://groups.ischool.berkeley.edu/archive/how-much-info-2003/internet.htm, letzter Abruf: 27.06.2015.
  • Universitätsbibliothek Bielefeld (2014): Was Google nicht findet, UB Biele­feld, on­line unter: http://www.ub.uni-bielefeld.de/biblio/search/help/invisibleweb.htm, letzter Abruf: 27.06.2015.
  • Universitäts- und Landesbibliothek Münster (2010): Skript zum Tutorial "In den Tiefen des Internets – Teil 1", ULB Münster, online unter: http://lotse.uni-muenster.de/toolbox/00035189.pdf, letzter Abruf: 27.06.2015.

Stand: 13.06.2017, webredbib@umwelt-campus.de

 

Recherchekurs


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