RENN.west: Umwelt-Campus entwickelt Nachhaltigkeitsstrategien

Bundeskanzlerin Merkel gab am 29. Mai 2016 in Berlin den Startschuss: Um die Verbreitung der Sustainable Development Goals (SDGs) und der Nachhaltigkeitsstrategien zu fördern und die Akteure zu vernetzen, hat der Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) auf Bitten des Bundeskanzleramtes vier Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) zur Förderung vorgeschlagen. Das Projekt hat zunächst eine Laufzeit von fünf Jahren und endet im Jahr 2021. Es wird vom Bund mit 10 Millionen EURO gefördert.

Der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier ist die einzige deutsche Hochschule, die Konsortialpartner in einem RENN ist.

Aufgaben der RENN

Die RENN bilden eine regional organisierte Informations- und Aktions-Plattform für nachhaltige Entwicklung. Ihre Arbeit basiert auf den Zielen der Agenda 2030 mit ihren 17 Sustainable Development Goals (SDG), an denen sich auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie vom Januar 2017 orientiert. Sie

  • vernetzen Akteure und bündeln den gesellschaftlichen Dialog
  • geben Impulse für eine gesellschaftliche Transformation
  • fördern Innovation, Strategien, Projekte und den Austausch von Ideen und
  • stärken den Informationsfluss zwischen Akteuren und Initiativen auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene.

Ihre jeweiligen Themenschwerpunkte legen die RENN für sich selber fest.

Organisation und Struktur

Der RNE wurde vom Bund im Jahr 2016 mit der Auswahl von vier RENN beauftragt und hat hierzu Vorschläge der Länder eingeholt. Im Anschluss und ein förmliches Bewerbungsverfahren durchgeführt. Die Wahl fiel auf bestehende, im Bereich Nachhaltigkeit bereits arbeitende, vorrangig zivilgesellschaftliche Einrichtungen, die die Aufgabe der regionalen Vernetzung übernehmen. Damit sollen Doppelstrukturen vermieden werden.

Eine geografisch gleichmäßige Verteilung und der Zusammenschluss von mehreren Bundesländern bilden das Grundgerüst der RENN. Sie greifen derzeit auf ein Netzwerk von 20 Partnern aus 16 Ländern zurück. Unter dem Dach der einzelnen RENN vereinigen sich Akteure aus den jeweiligen Partnerländern, die gemeinsam Themen aufgreifen, bearbeiten und Ideen umsetzen.

Unterstützt werden sie dabei von der RENN-Leitstelle beim RNE. Diese begreift sich als „überregionaler Netzknoten“ und Dienstleister, fördert die bundesweite Wirkung des Projektes und bewertet auf Bitte des Zuwendungsgebers den Stand der Arbeit der vier RENN fachlich.

 

Die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West (RENN.west) fördert die Kommunikation über Nachhaltigkeitskonzepte und gestaltet mit Diskursergebnissen Nachhaltigkeitsprozesse in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und auf Bundesebene mit. Unser Ziel ist es, durch aktive Vernetzungs- und Informationsarbeit eine nachhaltige Entwicklung in unserer Region gelebte Praxis werden zu lassen. Mit insgesamt sieben Partnerorganisationen in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland verfügen wir über ein weit verzweigtes Netzwerk und eine breite Fachkompetenz, um die sozial-ökologische Transformation in unserer Region voranzutreiben. Unter Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) kooperieren für die Arbeit der RENN.west die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Hessen e.V., die Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH, das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V., die Europäische Akademie Otzenhausen (EAO) gGmbH, Germanwatch e.V. sowie der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier.

Das zentrale Büro des Netzwerkes befindet sich in Bonn. Am Umwelt-Campus angesiedelt ist das Büro für das Subnetz Rheinland-Pfalz/Saarland. Ansprechpartner ist dabei Michael Matern M.A., der neben seinen Aufgaben bei RENN.west Koordinator für den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Sustainable Change – Vom Wissen zum Handeln“ ist.

Die Beteiligung in RENN.west eröffnet Studierenden des Umwelt-Campus zahlreiche Möglichkeiten der Mitarbeit, sei es über Projektarbeiten, Bachelor- oder Masterarbeiten. Die direkte Anbindung an die Strategieentwicklung in Deutschland, den Bundesländern und darüber hinaus auch zahlreichen Kommunen ermöglicht ebenso eine Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsprofils der Hochschule gegenüber zahlreichen Akteuren in Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Stellen.

Kontakt UCB


Michael Matern
+49 6782 17-1850
9912 Raum: 021
Postfach 1380

, 55761 Birkenfeld