Allgemeine Infos zum Thema Studium

Was ist der Unterschied zwischen Schule und Studium?

Von der Schulbank in den Vorlesungssaal scheint der Sprung zunächst nicht so groß zu sein. Lernen muss man an beiden Orten. Dennoch gibt es einige Unterschiede, über die man sich im Klaren sein sollte bevor man den ersten Tag auf dem Campus verbringt.

  • der Zeitfaktor: Eine Schulstunde dauert 45 min. Manche finden es schon schwer in dieser Zeit konzentriert und aufmerksam dem Lehrer zu zuhören. An der Hochschule dauert eine Veranstaltung normalerweise 90 min. Manchmal hat man auch einen "Doppelblock", dann werden 180 min nur von einer kurzen Pause unterbrochen. Die Zeitspanne, in der man sich konzentriert der Vorlesung widmen muss, ist also ungleich länger. Das erfordert am Anfang etwas Übung, man gewöhnt sich jedoch ziemlich schnell daran. Ein weiterer Unterschied ist die Einteilung des Studiums in Semester. Während ein Schuljahr von Sommerferien bis Sommerferien dauert und dazwischen noch von mehreren weiteren Ferienwochen immer mal wieder unterbrochen wird, gibt es an der Hochschule pro Jahr zwei Semester. Das Wintersemester und das Sommersemester. Unterbrochen werden diese von der sogenannten vorlesungsfreien Zeit. Viele denken bei diesem Begriff an Ferien. Das ist leider nicht so. Vorlesungsfreie Zeit bedeutete einfach nur, dass keine Veranstaltungen statt finden. Aber in diese Zeit fallen Klausuren, Zeit für Praktika, Ferienjobs um Geld zu verdienen und natürlich weiterhin die Notwendigkeiten sich mit dem Veranstaltungsstoff auseinander zu setzen. Der nächste Unterschied im Bezug auf Zeit ist, dass man an der Schule, bis auf einige wenige Unterrichtsausfälle, eigentlich durchgängig Unterricht hat. An der Hochschule können längere Pausen zwischen den Veranstaltungen liegen, an manchen Tagen kann es sogar sein, dass man gar keine Veranstaltungen besuchen muss. Diese Zeit sollte man dann allerdings nicht mit Computer oder Fernsehen verbringen. Unter dem nächsten Punkt wird klar warum.
  • die Eigenverantwortung: In der Schule bekommt man einen fertigen Stundenplan ausgehändigt. Es gibt Hausaufgaben zu erledigen, die dann auch von einem Lehrer kontrolliert werden. Es gibt feste Vorgaben, was in welcher Klassenstufe zu lernen ist und an Klassenarbeiten müssen alle teilnehmen. Im Studium ist das etwas anders. An der Hochschule Trier gibt es nur in einem gewissen Maß vorgaben, welche Veranstaltungen wann zu besuchen sind. Wahlpflichtfächer müssen die Studierenden zum Beispiel selbst aussuchen. Keiner der Dozentinnen und Dozenten wird Hausaufgaben verteilen und kontroliert werden die Arbeitsfortschritte nur am Ende des Semesters mit den Klausuren. Was nach wunderbarer Freiheit aussieht, ist in Wirklichkeit harte Arbeit. Man muss selbstständig die Veranstaltungen vor- und nachbereiten, damit man in den Veranstaltungen mitkommt. Man muss sich Zeitfenster zum Lernen des Stoffs schaffen, den kurz vor den Klausuren mit dem Lernen anzufangen erweist sich oft als vergeblich. Man muss sich innerhalb der Fristen für die Prüfungen anmelden, ansonsten darf man an den Prüfungen nicht teilnehmen und muss bis zum nächsten Semester warten um den nächsten Prüfungstermin wahr zu nehmen. Dadurch verliert man Zeit und muss mehr arbeiten, da im folgenden Semester ja weitere Prüfungen anstehen. Das alles erfordert Disziplin und Organisationsgeschick. Die Hochschule Trier bietet aber Hilfestellung mit Veranstaltungen, die Erstsemestern über Lerntechniken, Lernstrategien und Zeitmanagement informieren.
  • die Mitarbeit: In der Schule ist Mitarbeit Teil der Benotung. In Vorlesungen zählt nur noch eins: das Klausurergebnis. Das soll aber nicht heißen, dass man in den Veranstaltungen den Dozenten oder die Dozentin Selbstgespräche führen lässt. Wenn von Vorne eine Frage an das Auditorium (die Teilnehmenden einer Vorlesung) gestellt wird, sollte man sich auch beteiligen und versuchen die Frage zu beantworten. Die Fragen werden schließlich nicht ohne Grund gestellt. Ausserdem vermittelt man der Person, die vorne den Unterricht hält, dass man Interesse am Fach und am Thema hat. Es hilft auch den Stoff besser zu verstehen, wenn man über eine Fragestellung aktiv nachdenkt anstatt das Gesagte nur auf sich herab prasseln zu lassen. Es gibt auch Veranstaltungsformen, bei denen die Teilnehmenden zur Diskussion aufgefordert werden, wie z.B. bei einem Seminar. Wer dann nur da sitzt und nichts sagt, kann auch nur wenig von dem Veranstaltungsformat profitieren. Diskussionen dienen dabei der Veranschaulichung der Verwendbarkeit des erlernten Stoffes. Das hilft beim Verständnis und bei der Vertiefung des Stoffes und erspart beim Nacharbeiten und bei der Klausurvorbereitung viel Zeit und Mühen.
  • die Anwesenheitspflicht: In der Schule besteht die Schulpflicht. Jede Schülerin und jeder Schüler hat zum Unterricht zu erscheinen. Fernbleiben wird nur mit elterlicher Genehmigung oder ärztlichem Attest geduldet. In der Hochschule besteht keine Anwesenheitspflicht. Wer in einen Studiengang eingeschrieben ist, kann selbst entscheiden, ob er an den Veranstaltungen teil nimmt oder eben nicht. Niemand kontrolliert an der Hochschule die Anwesenheit oder erwartet ein Entschuldigungsschreiben, wenn man nicht zur Vorlesung erscheint. Wer nicht teil nimmt, muss allerdings damit rechnen die Klausur nicht zu bestehen. Denn was in den Klausuren geprüft wird entscheidet die Dozentin oder der Dozent der Veranstaltung. Der Prüfungsinhalt ist also eng mit den Vorlesungsinhalten verknüpft. Die Prüfungen selbst stellen bei der Regelung der Anwesenheit einen gesonderten Fall dar. Wer zur Prüfung angemeldet ist und nicht erscheint, muss innerhalb einer bestimmten Frist ein ärztliches Attest vorlegen um den Prüfungsanspruch nicht zu verlieren. Näheres hierzu ist der Prüdungsordnung der Studiengänge zu entnehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Universitäten und Fachhochschulen?

Hochschule oder Uni? Nachdem man sich für ein Studium entschieden hat, ist das die nächste wichtige Frage, die zu klären ist. In den letzten Jahren haben sich beide Studienformen immer mehr angenähert. Beide bieten Bachelor- und Masterabschlüsse ab, viele Fächer werden an beiden Insitutionen gelehrt. Es gibt nur noch wenige Fächer, wie Medizin oder Jura, die ausschließlich an einer Universität zu finden sind. Früher galt das Studium an einer Hochschule als praxisorientierter, doch heute gibt es auch an Universitäten Studiengänge, die ein Praxissemeter oder ein Praktikum verlangen. Genauso war früher die Universität der Ort der Forschung. Heute gibt es auch viele Hochschulen, die sich einen Namen durch zukunftsorientierte Forschungsprojekte machen, eine davon ist die Hochschule Trier.

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