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Neue Ertragsstudie für PV-Dachanlagen für 2020 veröffentlicht

Verteilung des spezifischen Ertrags von PV-Dachanlagen 2020 in Deutschland
Verteilung des spezifischen Ertrags von PV-Dachanlagen 2020 in Deutschland

Im vergangenen Jahr 2020 lagen die Erträge der Photovoltaikanlagen in Deutschland, wie bereits in den vorherigen Jahren 2018 und 2019, über dem langjährigen Durchschnitt. Die Photovoltaikanlagen haben laut Angaben der Übertragungsnetzbetreiber in 2020 51,4 Terawattstunden elektrische Energie erzeugt und damit einen Beitrag von 10,5 Prozent am deutschen Strommix geleistet. Gemeinsam mit den übrigen regenerativen Energiesystemen - Windenergie, Bioenergie und Wasserkraft - lag der Anteil an der elektrischen Energieerzeugung bei 50,6 Prozent; damit haben zum ersten Mal in einem Kalenderjahr die erneuerbaren Energiesysteme in Deutschland mehr Strom als die fossilen Kraftwerke erzeugt.

Das Jahr 2020 war in allen Teilen Deutschlands sehr ertragreich. Bezogen auf den langjährigen Durchschnitt über die vergangenen neun Jahre waren die Erträge in 2020 im Mittel um 4,1 Prozent größer. Insbesondere das sonnige Frühjahr von März bis Mai mit einem extrem sonnigen April haben zu diesem überdurchschnittlichen Photovoltaikjahr geführt. Die Abbildung zeigt die Verteilung des spezifischen Ertrags von sehr guten Photovoltaikdachanlagen für das Jahr 2020 in Deutschland. Baden-Württemberg weist die größten spezifischen Erträge mit Werten von über 1150 kWh/kWp auf. Im Süden und Osten sowie der Mitte Deutschlands verzeichnen die Photovoltaikdachanlagen einen spezifischen Ertrag von mehr als 1075 kWh/kWp. Im Nordwesten sind die spezifischen Erträge etwas geringer, jedoch immer noch überdurchschnittlich.

Wir haben uns in unserer Studie auf Photovoltaikdachanlagen mit einer Nennleistung bis 30 kWp konzentriert, da diese Anlagen laut Daten der Bundesnetzagentur rund 90 Prozent der in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen ausmachen. Zudem verfügen diese Anlagen in der Regel über kein professionelles Qualitätssicherungs- und Wartungskonzept, auch betreute Fernüberwachungssysteme sind in der Anlagenklasse, insbesondere bei Hausdachanlagen bis 10 kWp, kein Standard.

Ausgangspunkt der Analyse sind Messdaten von Photovoltaikanlagen, die über ein internetbasiertes Fernüberwachungssystem verfügen und deren Daten öffentlich verfügbar sind. Die Rohdaten werden zunächst anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf die einzelne Anlage bzw. den Betreiber möglich sind. Anschließend erfolgt die Datenverarbeitung und -bereinigung durch einen zweistufigen Algorithmus, um nur Photovoltaikanlagen ohne Fehlfunktionen zu betrachten. Damit wird sichergestellt, dass die ausgewerteten Daten zu Ertragswerten führen, die gut laufende und betreute Photovoltaikanlagen widerspiegeln.

Weiterführende Informationen zur Studie, zur Forschung im Bereich der Ertragsanalyse von Photovoltaikanlagen sowie Kontaktdaten sind auf unserer Seite zur ↦ PV-Ertragsstudie zu finden.

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Prof. Dr. Henrik te Heesen
Prof. Dr. Henrik te Heesen
Professor FB Umweltplanung/-technik - FR Maschinenbau

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