
Die Resonanz war sehr erfreulich: Mehr als 300 Gäste folgten der Einladung und kamen ins Kommunikationsgebäude des UCB. Die große Bandbreite der Teilnehmenden wurde gleich zu Beginn deutlich, als Prof. Dr. Dorit Schumann, Präsidentin der Hochschule Trier, das Publikum bat, sich per Handzeichen den verschiedenen Gruppen zuzuordnen. Neben zahlreichen Kommunalpolitikerinnen und -politikern waren Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden, Vereinen sowie weiteren wichtigen Institutionen des gesellschaftlichen Lebens in der Region anwesend.
Einen besonderen Gruß richtete Landrat Miroslaw Kowalski an den internationalen Ehrengast des Abends – und zwar an Viviane Fattorelli, Bürgermeisterin der Birkenfelder Partnerstadt Audun-le-Tiche in Frankreich.
In ihrer Begrüßungsrede stellte Dorit Schumann das Jahr 2026 unter den Leitgedanken „das Miteinander zu stärken“. Angesichts herausfordernder und unruhiger Zeiten, auf die auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner in einem per Videoleinwand übermittelten Grußwort einging, sei dieser Zusammenhalt wichtiger denn je. Schumann dankte zugleich für den großen Rückhalt und die Wertschätzung, die der Umwelt-Campus bei den Entscheidungsträgern in der Region erfahre.
Sie betonte weiter: „Der Neujahrsempfang am Umwelt-Campus Birkenfeld ist ein starkes Zeichen für den engen Austausch zwischen Hochschule, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Es freut mich sehr, dass wir gemeinsam mit unseren regionalen Partnern mehr als 300 Gäste begrüßen durften. Solche Begegnungen sind wichtig, um Vertrauen zu stärken, Ideen zu teilen und die nachhaltige Entwicklung unserer Region gemeinsam voranzubringen.“
Die Präsidentin ging zudem auf die jüngsten Erfolge des UCB ein. Der Campus zählt aktuell rund 1.700 Studierende und feiert am 19. und 20. Juni sein 30-jähriges Bestehen mit einem offiziellen Festakt und einem Tag der offenen Tür. Der UCB ist nicht nur weiterhin anerkanntermaßen „Deutschlands grünste Hochschule“, sondern belegt im aktuellen internationalen UI Green-Metric-Ranking mit insgesamt fast 1800 teilnehmenden Hochschulen einen hervorragenden vierten Platz. Darüber hinaus hat der Umwelt-Campus im Dezember bei der Vergabe des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in gleich drei Kategorien triumphiert. Die dafür erhaltenen symbolischen Gewinnerkugeln präsentierte Schumann beim Neujahrsempfang.
Ein weiterer Meilenstein ist das kürzlich vom Land verliehene Promotionsrecht für die Hochschule Trier als forschungsstarke Hochschule für angewandte Wissenschaften. Damit können künftig auch am Umwelt-Campus Promotionen durchgeführt und der akademische Grad eines Doktors verliehen werden. „Das war natürlich ein besonders schönes Neujahrsgeschenk“, betonte Schumann.
Diese Erfolge unterstrichen die Leuchtturmfunktion des Umwelt-Campus für den Nationalparklandkreis Birkenfeld und die gesamte Region, wie es unter anderem Landrat Miroslaw Kowalski immer wieder betont. Er hebt stets auch die gute Kooperation der kommunalen Familie mit der Forschungsstätte auf dem Gelände des ehemaligen US-Lazaretts in Neubrücke hervor.
Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Birkenfeld, Matthias König, unterstrich die Bedeutung eines engen Zusammenhalts. „Wir müssen auf dem eingeschlagenen Weg weitergehen, um für alle Menschen in unserer Region das Bestmögliche herauszuholen“, sagte er. Auf der Bühne begrüßten zudem der Birkenfelder Stadtbürgermeister Hans-Peter Lampel, der Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Hoppstädten-Weiersbach, Dominik Werle, sowie Claudia Hornig, Kanzlerin der Hochschule Trier, die Gäste.
Im Anschluss interviewte Prof. Dr. Klaus Helling, Dekan des Fachbereichs Umweltwirtschaft/-recht am Umwelt-Campus, den Ehrengast des Abends. Matthias Bruch ist seit 2020 geschäftsführender Gesellschafter der Globus Holding GmbH & Co. KG und damit Chef des saarländischen Familienunternehmens mit Sitz in St. Wendel. Globus betreibt allein in Deutschland 60 Markthallen und 90 Baumärkte und beschäftigt weltweit mehr als 30.000 Mitarbeitende.
Allein die Tatsache, dass Globus seit fast 200 Jahren in Familienbesitz ist und mittlerweile in sechster Generation geführt wird, zeuge von nachhaltigem Wirtschaften, betonte Helling eingangs. „Das ist Teil unserer DNA“, bestätigte Bruch. Der zentrale Leitbegriff des Unternehmens sei „Verantwortung“ – für Mensch, Natur und Unternehmen.
Im Gespräch hob Bruch hervor, dass Globus großen Wert auf die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und auf die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten legt. Auch der soziale Aspekt spiele eine wichtige Rolle, insbesondere durch die vor 20 Jahren gegründete Globus-Stiftung. Zudem haben Mitarbeitende die Möglichkeit, sich als stille Gesellschafter am Unternehmen zu beteiligen. „Das stärkt die innere Verbindung zu unserer Firma“, so Bruch.
Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Clara Dicke. Die Leiterin der Kreismusikschule Birkenfeld begeisterte das Publikum mit drei Stücken auf der Harfe. Nach dem bewusst kompakt gehaltenen offiziellen Teil nutzten die Gäste beim Fingerfood-Büfett im Foyer die Gelegenheit zu angeregten und ungezwungenen Gesprächen.
Sie verlassen die offizielle Website der Hochschule Trier