Nutzung von LIDAR-Daten in der Touristik

Touristische Inwertsetzung von LIDAR-Daten mittels innovativer Entdeckerkarten und Augmented Reality (AR)-Anwendungen

Übersicht über die Entdeckerkarte Nohen

Aktuelle Daten aus flugzeuggetragenen Laserscan-Systemen beschreiben in einem noch nie dagewesenen Detailgrad topographische Objekte sowie Strukturen in Natur- und Kulturlandschaften. LIDAR (light detection and ranging) ermöglicht dabei, auch in der touristischen Aufbereitung bislang wenig beachteter Reiseregionen neue Wege zu gehen, und damit eine touristische Attraktivitätssteigerung abseits der bekannten Reisedestinationen zu erreichen.

Mit überschaubarem Aufwand lassen sich große Geländeausschnitte im Hinblick auf ihre natürlichen, aber auch auf ihre kulturlandschaftlichen Besonderheiten aufbereiten und kartographisch darstellen. LIDAR-Wanderkarten und darauf aufbauende virtuelle Repräsentationen, dargereicht als Augmented Reality (AR)-Apps für Smartphones, sollen den Kommunen dadurch die Möglichkeit eröffnen, ihr Wanderwegenetz kostengünstig anzureichern und dessen Attraktivität zu steigern.

Basierend auf den Daten der Nohener Naheschleife wurde während eines Pilotprojektes die Machbarkeit solcher Anwendungen bereits überprüft. Ein alternativer Blick auf die Landschaft in Form von „Entdeckerkarten“ sowie die Einbindung neuer Technologien wie Augmented Reality (AR) – Anwendungen im Wandertourismus kann neben einer Steigerung der Attraktivität von Wanderrouten für den klassischen Wandertouristen auch neue Zielgruppen, wie z.B. Jugendliche und technikaffine Erwachsene, für einen Besuch der Destination Traumschleife begeistern.

Die touristische Inwertsetzung von LIDAR-Daten für Wandertouristen soll dabei wie oben skizziert über zwei zu realisierende Produkte erfolgen:

  • Ein neuartiges thematisches Kartenwerk, sogenannte „Entdecker-Karten“, welche die Mikrostrukturen im Bereich der jeweiligen Traumschleife kartographisch herausstellen, sowie
  • ergänzende Smartphone Apps, durch die mittels Augmented Reality – Technologie eine ansprechende Visualisierung dieser Strukturen vor Ort sowie die Bereitstellung von Hintergrundinformation erfolgt.

Sofern die Evaluierung der entworfenen Karten und Apps positiv verläuft ist ein landesweites Rollout vorgesehen.

Konsortium Institut für Software Systeme (ISS) der Hochschule Trier, Agentur alea Design
Laufzeit 2018 - 2020
Gefördert durch Verein für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld e.V.

Projektleitung an der Hochschule Trier:

Prof. Dr. Peter Fischer-Stabel
Prof. Dr. Peter Fischer-Stabel
Professor FB Umweltplanung/-technik - FR Informatik

Aufgabengebiete

Informatik, Visualisierung, Geomatik

Kontakt

+49 6782 17-1768
+49 6782 17-1281

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9925 | Raum 149
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