Prüfungsordnung, Versuchszählung, 1+4-Regelung, Prüfungen während Urlaubssemester

Was ist eine Prüfungsordnung und warum soll ich diese lesen?

Sie haben sich in einen bestimmten Studiengang am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier eingeschrieben. Für jeden Studiengang gibt es eine eigene Prüfungsordnung, im Fachbereich Umweltplanung/Umwelttechnik gibt es auch Prüfungsordnungen, die mehrere Studiengänge beinhalten.
In einer Prüfungsordnung sind sämtliche Regularien eines Studienganges enthalten wie z. B. Zulassungsvoraussetzungen für die Einschreibung in den Studiengang, Übersicht über Gremien und deren Aufgaben und Zuständigkeiten, Verfahren und Fristen zur Ableistung von Prüfungen und Wiederholungsprüfungen, Anerkennung von Leistungen, Bewertung von Leistungen, Berechnung von Noten, Akteneinsicht und Aufbewahrungsfristen, Vorlage von Attesten, Verfahren bei Rücktritten von Prüfungen, Täuschungen, Störungen bei Prüfungen, Ausstellung von Zeugnissen und Urkunden und vieles mehr.
Diese Informationen sind für alle Studierenden des Studiengangs gleichermaßen gültig und bilden die Grundlage Ihres Studiums. Ohne diese Informationen können Ihnen Fehler passieren, die im schlimmsten Fall zum Verlust des Prüfungsanspruches in diesem Studium und damit zum Ende Ihres Studiums ohne Abschluss führen, die vermeidbar gewesen wären, wenn sie die Prüfungsordnung gelesen hätten.
Deshalb empfehlen wir Ihnen dringend, die für Ihren Studiengang geltende Prüfungsordnung gleich zu Beginn Ihres Studiums zu lesen.
Bei Fragen dazu können sie sich gerne an das Prüfungsamt wenden.

Was ist die Versuchszählung und welche Auswirkungen hat sie?

Die Versuchszählung für das vergangene Semester wird immer nach Eingang der Noten zu Beginn des folgenden Semesters gemacht. Hierbei wird abgefragt, wer welche Prüfung mitgeschrieben, aber nicht bestanden hat und wer eine Prüfung hätte verpflichtend mitschreiben müssen, dies aber nicht gemacht hat und deswegen nachträglich eine Zwangsfünf (Vermerk ZW5) erhält, da diese Prüfung dann gemäß PO mit „nicht bestanden“ bewertet wird. Dies ist der Fall bei Wiederholungsprüfungen, die abzuleisten waren und auch bei Prüfungen im ersten Versuch nach der 1+4-Regelung, die nicht abgeleistet wurden.

Das System vergibt hier auch manchmal Fünfer, die nicht korrekt sind, da vielleicht Sondergenehmigungen wie die Aussetzung der Versuchszählung vorliegen. Auch die Abfrage nach den Wiederholungsprüfungen ist manchmal fehlerhaft, da das System die geltende Regelung, dass eine Wiederholungsprüfung spätestens im übernächsten Semester abzuleisten ist, nicht immer korrekt umsetzt und deswegen Fünfer vergibt, die nicht korrekt sind.

Nach dem Systemdurchlauf müssen von den Sachbearbeitern/Sachbearbeiterinnen alle Studierenden kontrolliert werden, ob die Datensätze korrekt sind. Dabei werden fehlerhafte Datensätze wieder gelöscht.

Das Prüfungsamt bittet die Studierenden um Geduld, bis die Überprüfung abgeschlossen ist.  Erst wenn längere Zeit noch eine 5,0 eingetragen ist, die unklar ist, bitten wir um Rückmeldung.

Was ist die „1+4-Regelung“?

Die Curricula sind nach Fachsemestern unterteilt. In jedem Semester stehen bestimmte Prüfungen. Die Prüfungen des jeweiligen Semesters können in dem konkreten Semester ablegen werden, sie können jedoch auch in spätere Semester geschoben werden.
Der erste Prüfungsversuch muss spätestens vier Semester nach dem Semester, in dem die jeweilige Prüfung laut Curriculum vorgesehen ist, erstmalig abgeleistet werden. Dies bedeutet, dass alle Prüfungen des 1. Semesters erstmalig im 5. Semester, die Prüfungen des 2. Semesters erstmalig im 6. Semester, die Prüfungen des 3. Semesters erstmalig im 7. Semester usw. geschrieben werden müssen (Teilnahmeverpflichtung).
Bei Nichtteilnahme an diesem Pflichtversuch ohne triftige Gründe wird dieser Versuch mit „nicht bestanden“ bewertet. Danach verbleibt nur noch die Anzahl der Wiederholungsversuche gemäß der für den Studiengang geltenden Prüfungsordnung (i. d. R. zwei Wiederholungsversuche).

Darf ich während eines Urlaubssemesters Prüfungen ableisten?

Nein.
Wenn Studierende in einem Semester beurlaubt sind, dürfen sie in diesem Semester an keiner Prüfung teilnehmen.
Ein Urlaubssemester wird aufgrund triftiger Gründe, die die Fortsetzung des Studiums während dieser Zeit unmöglich machen, genehmigt. In dieser Zeit behalten die Studierenden ihren Studierendenstatus, sie sind jedoch gleichzeitig vor der Versuchszählung und der Zählung der Fachsemester geschützt.
Während eines Urlaubssemesters müssen bzw. dürfen auch keine anstehenden Wiederholungsprüfungen abgeleistet werden, so dass den Studierenden die ihnen noch zustehenden Prüfungsversuche erhalten bleiben. Die Teilnahmeverpflichtung für Wiederholungsprüfungen verschiebt sich in diesem Fall in das Semester, in dem die Studierenden nach dem bzw. den Urlaubssemester/n nicht mehr beurlaubt sind.