Umwelt-Campus Birkenfeld

Friede-Gard-Preis für Nachhaltige Ökonomik 2026 - Preisverleihung an Antonio Valero Capilla und Alicia Valero Delgado

Antonio Valero Capilla und Alicia Valero Delgado lehnen an einem Baumstamm
Foto: Dune Solanot | Antonio Valero Capilla und Alicia Valero Delgado

Professor Dr. Valero Capilla und Professorin Dr. Alicia Valero Delgado erhalten den diesjährigen Friede-Gard-Preis für Nachhaltige Ökonomik. Sie repräsentieren zwei Generationen der Schule von Zaragoza der Thermoökonomik. Die Thermoökonomik verwendet Gesetzmäßigkeiten aus der Thermodynamik, einem Teilgebiet der Physik, um auf dem ‚Energieverbrauch‘ (genauer: Exergieverbrauch) beruhende Kosten unseres Wirtschaftens (der Produkte, Produktionsprozesse und Abfälle) zu ermitteln. Damit ergibt sich ein Gradmesser für das Ausmaß der (Nicht-)Nachhaltigkeit unseres derzeitigen Wirtschaftssystems und Ansätze für zielgerichtete Verbesserungen.

Antonio Valero Capilla hat sich nach einem Maschinenbaustudium auf die thermodynamische Analyse und energetische Optimierung von Maschinen bzw. Produktionsprozessen spezialisiert und basierend auf seinen Erkenntnissen eine allgemeine Theorie zur Bewertung der mineralischen und fossilen Rohstoffe unseres Planeten entwickelt. Diese hat er gemeinsam mit seiner Tochter, Alicia Valero Delgado, einer studierten Chemieingenieurin, zu einer den gesamten Rohstoffkreislauf umfassenden thermodynamischen und thermoökonomischen Theorie (‚cradle-to-cradle‘ d. h. ’aus der unberührten Natur-wieder zu unberührter Natur’) ausgebaut. Hunderte Fachpublikationen und einige Bücher legen die gewonnen Ergebnisse dar. 

Professor Valero Capilla und Professorin Valero Delgado erhalten den Friede-Gard-Preis 2026 für die Schaffung und Entwicklung der Thermoökonomik („Thermoeconomics“) und ihre maßgeblichen Beiträge zur Anwendung dieser Theorie auf Fragestellungen zu Nachhaltigkeitsthemen. Hierzu zählen insbesondere erstens das Konzept von „Thanatia“ (thermodynamsich ‚toter Planet’) als Endstadium der Erde bei unverändert fortgesetzter Ausbeutung der nicht-erneuerbaren Ressourcen; zweitens das Konzept „Pristinia“ als Ziel der Wiederherstellung des unberührten Naturzustands des landwirtschaftlich genutzten Bodens; drittens das Konzept der „Kreislauf-Thermoökonomik“ („Circular Thermoeconomics“) zur thermodynamischen Bewertung der tatsächlichen Qualität einer Kreislaufwirtschaft.

Weitere Informationen zu den beiden Preisträgern und ihrem Werk werden auf der Homepage des Friede-Gard-Preises auf der Website des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier verfügbar sein (www.umwelt-campus.de/friede-gard-preis).

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 15. Oktober 2026 ab 18 Uhr als Online-Veranstaltung (in deutscher und englischer Sprache) statt. Dabei werden Professor Valero Capilla und Professorin Valero Delgado einen allgemeinverständlichen Einblick in und Überblick über ihr Schaffen geben.

Für ein fachlich vorgebildetes Publikum ist darüber hinaus am Freitag, den 16. Oktober 2026 ab 09 Uhr ein Online-Seminar in englischer bzw. deutscher Sprache mit den Preisträgern vorgesehen.


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Der Friede-Gard-Preis für Nachhaltige Ökonomik ist ein Preis für wissenschaftliche Leistungen, die besondere Fortschritte bedeuten für die Weiterentwicklung der Wirtschaftswissenschaft zu einer Ökonomik für eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft.

Er wird jährlich von der 2020 gegründeten, gemeinnützigen Friede-Gard-Stiftung (www.friede-gard-stiftung.de) vergeben und ist mit je 5.000 € dotiert.

Die Friede-Gard-Stiftung kooperiert dabei mit dem Fachbereich Umweltwirtschaft/Umweltrecht am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier (www.umwelt-campus.de/friede-gard-preis). 

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