Robotix Academy

Grenzüberschreitender Forschungscluster für industrielle Robotik

Mitarbeiter der Robotix Academy am Roboter

In dem europäischen Interreg Projekt „Robotix-Academy“ arbeiten Universitäten, Institute und Firmen der Großregion, bestehend aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Gebieten von Belgien und Frankreich gemeinam an der Entwicklung und dem Einsatz neuer Methoden der Robotik. Dabei spielt die Zusammenarbeit des Menschen mit dem Roboter (kurz Mensch-Roboter Kollaboration, abgekürzt MRK) eine große Rolle. Dadurch kann die Fertigung von Produkten mit sehr geringen Stückzahlen aber hoher Variantenzahl, die immer mehr gefordert wird, schneller und für den Menschen weniger belastend erfolgen. Neue Märkte, auch außerhalb des industriellen Bereichs, können von kleinen und mittelständischen Betrieben, z.B. im Handwerk, erschlossen werden. Der Roboter soll dem Menschen assistieren, er kann z.B. als ein intelligentes Werkzeug genutzt werden oder Haltefunktionen übernehmen.

Am Umwelt-Campus der Hochschule Trier in Birkenfeld beschäftigen sich Wissenschaftler der Robotix-Academy mit der Entwicklung neuer Verfahren beim Einsatz von Roboterassistenten. Die Aufteilung der Arbeitsabläufe auf Mensch und Roboter soll möglichst optimal erfolgen und die Interaktion zwischen Mensch und Roboter soll einfacher werden. Als Anwendungsszenario dient das Remanufacturing. Dabei werden bereits genutzte technische Produkte, wie z.B. Elektromotoren, Kühlmittelpumpen oder auch elektronische Steuergeräte demontiert und zerlegt sowie die Einzelteile gereinigt und geprüft mit dem Ziel, die Bauteile bei der Produktion neuer Geräte wieder zu verwenden. Die Refabrikation spart Ressourcen und reduziert Emissionen. Das Roboterassistenzsystem agiert während der Demontage zusammen mit dem Menschen an einem hybriden Arbeitsplatz und kann diesen durch assistierende Tätigkeiten oder das Übernehmen kompletter Prozessschritte unterstützen. Mit diesem Ansatz werden die Stärken des Menschen und des Robotersystems kombiniert. Der Mensch kann durch seine Flexibilität auf unvorhergesehene Zustände reagieren, welche speziell in der Demontage durch den unbekannten Zustand des Produktes auftreten können. Der Roboter hingegen kann die Handhabung schwerer Produkte, Werkzeuge und Bauteile übernehmen und monotone Prozessschritte schnell und wiederholgenau ausführen. Am Umwelt-Campus werden in Zusammenarbeit mit Partnerfirmen Demonstratoren aufgebaut mit deren Hilfe verschiedenen Remanufacturing Prozesse vorgestellt werden. Im Rahmen eines Technologie Transfers besteht die Möglichkeit für Unternehmen in der Robotix Academy neue Anwendungsfälle zu erproben.

Konsortium Université de Liège, Université de Lorraine, Université du Luxembourg, ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH, Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld, Pôle MecaTech
Laufzeit 2016-2020
Gefördert durch Europäische Union aus dem Fonds für Regionale Entwicklung (Programm Interreg V A Großregion)
Fördersumme 7.015.218,35 Millionen Euro

Projektleitung an der Hochschule Trier:

Prof. Dr. Wolfgang Gerke
Prof. Dr. Wolfgang Gerke
Professor FB Umweltplanung/-technik - FR Maschinenbau

Aufgabengebiete

Regelungs- und Automatisierungstechnik, elektrische Maschinen

Kontakt

+49 6782 17-1113
+49 6782 17-1712

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9925 | Raum 10
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