Bio- und Pharmatechnik (B.Sc.)

Das Studium der Bio- und Pharmatechnik (Bachelor of Science) hat zum Ziel, den Studierenden berufsqualifizierende Kenntnisse in den Disziplinen Biotechnik und Pharmatechnik umfassend zu vermitteln. Sie sollen sowohl die Produktionsprozesse kennen, als auch wissen, mit welchen (bio-)chemischen Analysentechniken an welchen Stellen im Prozess welcher Stoff analysiert werden muss und was aufgrund der Qualitätssicherung von den Firmen im Rahmen der Wirkstoffzulassung verlangt wird.

Dieser sechssemestrige Studiengang richtet sich an Studieninteressierte, die den ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengang Bio- und Pharmatechnik (dual) nicht studieren können - weil z.B. (noch) kein gültiger Ausbildungsvertrag vorliegt - oder nicht studieren möchten. Die Praxisanteile sind gegenüber dem dualen Studiengang aufgrund der kürzeren Studiendauer und dem Fehlen einer IHK-Ausbildung natürlich geringer. Die praxisorientierte Ausbildung in diesem Studiengang erfolgt in den Laboren des Umwelt-Campus Birkenfeld. Mit seinen 6 Semestern ist dieser Studiengang auch gut geeignet, sich für ein anschließendes 4-semestriges Master-Studium zu qualifizieren, wenn man eine wissenschaftliche Karriere im Blick hat.

Auf einen Blick

Abschluss
Bachelor of Science (B.Sc.)

Studienbeginn
Winter- und Sommersemester

Regelstudienzeit
6 Semester (180 ECTS)

Zulassungsbeschränkung (N.C.)
nein

Studienort
Umwelt-Campus Birkenfeld

Praxis
Grundpraktikum, Fachpraktikum, Praxissemester (18 Wochen)

Internationalität
Auslandssemester (freiwillig)

Studiengebühren
keine (nur normale Semesterbeiträge)

Studieninhalte

Der Studiengang zeichnet sich dadurch aus, dass er naturwissenschaftliche Inhalte und ingenieurtechnische Inhalte miteinander verknüpft. Die akademische Ausbildung in diesem Studiengang läuft parallel zu der des dualen Studiengangs Bio- und Pharmatechnik (dual) am Umwelt-Campus Birkenfeld und schließt mit dem Titel Bachelor of Science (B. Sc.) ab. Die Studierenden erhalten sowohl eine grundlegende naturwissenschaftliche Ausbildung z. B. mit den Modulen ("Fächern")

  • Biologie und Mikrobiologie,
  • Molekularbiologie und Gentechnik,
  • Allgemeine und anorganische Chemie,
  • Organische Chemie und Biochemie,

als auch eine grundlegende ingenieurtechnische Ausbildung z. B. mit den Modulen

  • Technische Thermodynamik,
  • Technische Fluidmechanik,
  • Angewandte Elektrotechnik,
  • Mess- und Regelungstechnik.

Ergänzt werden diese Module durch Grundlagenfächer wie z. B. Mathematik, Physik und Informatik.

In den weiterführenden Modulen erlernen die Studierenden welche Technik bei bio-pharmazeutischen Produktionsprozessen angewandt wird und wie aus einem Rohstoff (z. B. Glukose) ein Wertprodukt (z. B. ein Antibiotikum oder ein Antikörper) erzeugt wird. Dies erfolgt z. B. in den Modulen

  • Biotechnologie und Enzymtechnik,
  • Bioreaktionstechnik,
  • Bioaufbereitungstechnik,
  • Aufarbeitung in der Pharmaproduktion,
  • Pharmazeutische Technologie.

Ergänzend dazu beschäftigen sich die Studierenden auch intensiv mit der notwendigen (bio-)chemischen Analytik und den gesetzlichen Vorgaben, die beide zum Ziel haben, dass das erzeugte Produkt (z. B. ein Medikament) den strengen Qualitätsanforderungen entspricht. Dazu sind im Studienverlauf z. B. folgende Module vorgesehen:

  • Instrumentelle Analytik (Pharmazeutische Analytik und Bioanalytik),
  • Pharmazeutische Qualitätsstandards,
  • Arbeits-, Umweltschutz und Reinraumtechnik.

Daneben erarbeiten sich die Studierenden auch Kompetenzen in den sogenannten Soft-skills, wie etwa in den Bereichen Kommunikation und Präsentation oder Projektmanagement. Flankiert wird dies durch die Module "Fachsprache Englisch" und "Betriebswirtschaft für Ingenieure".
In praxisbezogenen Modulen im Studium, wie etwa dem "Fachprojekt" oder dem "Interdisziplinären Projekt", lernen die Studierenden ihre theoretischen Kenntnisse fachspezifisch in aktuellen Problemstellungen einzusetzen.
Zum Abschluss ihres Studiums sollen die Absolventinnen und Absolventen in der Lage sein, die vielfältigen Prozesse aus den Bereichen Biotechnik und Pharmatechnik zu verstehen und sich schnell und effektiv auch in neue Verfahren einarbeiten zu können.

Aufbau des Studiums

Die Dauer des "Bio- und Pharmatechnik"-Studiums (grundständig, d.h. im Gegensatz zum dualen Studiengang ohne IHK-Ausbildung) beträgt 6 Semester (Regelstudienzeit). Davon werden alle 6 Semester in Studieneinheiten am Umwelt-Campus Birkenfeld erbracht. Während des Studiums finden alle praxisorientierten Anteile der Module in den Laboren und Technika des Umwelt-Campus Birkenfeld statt, um einerseits die Qualifikationsziele der Module und andererseits den Praxisbezug auch dieses grundständigen Studiengangs zu gewährleisten.

Das sechssemestrige Studium kann regulär zum Winter- und Sommersemester aufgenommen werden. Zum Studium gehört ein 12-wöchiges Grund- und Fachpraktikum. Über die Art des Praktikums sollte, wenn möglich, vor Antritt mit der Studiengangsbeauftragten Rücksprache gehalten werden, da diese über die Anerkennung entscheidet. Fachlich qualifizierende Berufsausbildungen können anerkannt werden. Genaueres regelt die Ordnung für die Praktische Vorbildung.

Die akademische Ausbildung ist modular aufgebaut. Neben Modulen, die speziell für den Studiengang "Bio- und Pharmatechnik" angeboten werden, besteht das Angebot auch aus Modulen, die studiengangsübergreifend insbesondere mit dem Studiengang "Bio-, Umwelt- und Prozess-Verfahrenstechnik" angeboten werden. Eins dieser Module wird von den Studierenden individuell aus Vorlesungen des Wahlpflichtbereichs zusammengestellt. Dies erlaubt eine Anpassung an die individuellen Kenntnisse und Neigungen. Durch die Struktur und den Aufbau des Studiengangs kann schnell und unkompliziert auf geänderte Anforderungen des Arbeitsmarktes reagiert werden.
Durch den modularen Aufbau des Studienganges ist gewährleistet, dass die Studierenden auch nach Beginn des Studiums noch den Studiengang wechseln können. Einige der Module in den ersten drei Semestern werden gemeinsam mit den anderen technischen Bachelor-Studiengängen des Standortes durchgeführt, was einen Wechsel ebenfalls begünstigt.

Das sechste Semester ist der Praktischen Studienphase und der Bachelor-Arbeit vorbehalten. Die praktische Studienphase umfasst einen Zeitraum von 12 Wochen, in dem die während des Studiums erworbenen Qualifikationen durch fachspezifische Bearbeitung von Projekten in der Praxis angewandt und vertieft werden sollen. Die Abschlussarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, innerhalb von 9 Wochen ein Fachproblem selbstständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

Ein Auslandsstudium wird begrüßt. Insbesondere das sechste Semester kann wahlweise auch im Ausland abgeleistet werden.

Mit dem erfolgreichen Studienabschluss wird am Ende des dritten Jahres der akademische Grad "Bachelor of Science" (B. Sc.) erworben.

Berufsperspektiven

Absolventinnen und Absolventen der "Bio- und Pharmatechnik" finden aufgrund der erlernten Fähigkeiten Arbeitsmöglichkeiten bei Firmen aus den Bereichen Biotechnologie, Life Sciences, Pharmazie, Chemie, Konsumgüter- und Nahrungsmittelindustrie. Auch Ingenieurbüros, Unternehmensberatungen und QS-Dienstleistungsfirmen sind potentielle Arbeitgeber. Aufgrund der erlernten Fähigkeiten können sich die Absolventinnen und Absolventen der "Bio- und Pharmatechnik" schnell und effektiv in neue Prozesse einarbeiten und Optimierungspotenziale erschließen. Tätigkeitsfelder für Absolventen und Absolventinnen sind beispielsweise:

  • Betreiben, Planen und Projektieren pharmazeutischer, biotechnologischer und (bio-)chemischer Prozesse,
  • Produkt- und Prozessentwicklung,
  • Qualitätssicherung,
  • (Bio-)Chemische Analysentechnik,
  • Anlagenplanung, Anlagenbau, Apparatebau, Integration neuer Technologien,
  • Kundenberatung, technisches Marketing,
  • Prozessanalyse und Prozessoptimierung,
  • Prozessautomatisierung,
  • Forschung und Entwicklung,
  • Patentwesen.

Neben den stark anwendungsorientierten Tätigkeiten in der Industrie stehen den Absolventinnen und Absolventen auch Tätigkeiten in Forschungs- und Entwicklungsgesellschaften, Hochschulen und Instituten oder im Öffentlichen Dienst offen.

Bewerbung & Einschreibung

Notwendige Unterlagen

Bevor Sie mit der Online-Bewerbung starten, legen Sie sich bitte nachfolgend genannte Unterlagen bereit:

  • Zeugnis der Fachhochschulreife/ Hochschulreife
  • Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung, (falls diese ein Bestandteil Ihrer FH-Reife ist)
  • Entwicklungsdienstbescheinigung, Freiwilliges Soziales Jahr (falls dies ein Bestandteil Ihrer FH-Reife ist)
  • Nachweis über Studienzeiten (falls Sie bereits studiert haben)

Wichtige Hinweise zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens

  1. Starten Sie Ihre Bewerbung mit der Registrierung (Eingabe Ihrer persönlichen Daten). Nach der Registrierung erhalten Sie von der Hochschule eine Willkommens-E-mail mit Zugangsdaten und einem Verifizierungslink. Klicken Sie bitte auf den Link und loggen sich danach in das Bewerberportal ein (Loginfeld: Oberer Bildschirmrand rechts).
  2. Nach erfolgreichem Login können Sie Ihre Bewerbung starten.
  3. Am Ende der Online-Erfassung Ihrer Daten wird ein Anmeldeantrag erstellt und eine Bewerbernummer vergeben. Diesen Antrag müssen Sie ausdrucken und zusammen mit den notwendigen Unterlagen an uns übersenden. Bitte beachten Sie, dass die relevanten Dokumente (z.B. Zeugnisse) amtlich beglaubigt sein müssen.
  4. Der Semesterbeitrag muss nicht im Voraus gezahlt werden, sondern erst nach Prüfung durch die Sachbearbeiterinnen und nach Aufforderung per Mail.
  5. Über unser Online-Portal können Sie anhand Ihrer Bewerbernummer und Ihres selbst gewählten Passworts den Status Ihrer Bewerbung abrufen. Dort werden Ihnen wichtige Informationen bzgl. Ihrer Bewerbung (z.B. fehlenden Unterlagen) zur Verfügung gestellt. Sie sind verpflichtet, sich eigenverantwortlich über evtl. fehlende Unterlagen zu informieren. Eine explizite Anmahnung vonseiten der Fachhochschule kann leider nicht erfolgen. 

Weitere Informationen zur Bewerbung und Zulassung (z.B. Fristen und Zulassungsvoraussetzungen) erhalten Sie hier.

Kontakt & Beratung

Prof. Dr. Anne Schweizer
Studiengangsleiterin FB Umweltplanung/-technik - Bio- und Pharmatechnik

Kontakt

+49 6782 17-1237

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9913 | Raum 15

Frag die Studies

Unsere Studierenden standen einmal vor den gleichen Herausforderungen wie Sie. Sie möchten lieber auf deren Erfahrungen zurückgreifen und Ihre Fragen direkt an Studierende stellen? Kein Problem, schreiben Sie einfach eine E-Mail an:

frag-die-studies(at)umwelt-campus.de