Bio- und Prozess-Verfahrenstechnik (M.Sc.)

Titelfoto Studiengangsseite Bio- und Prozessverfahrenstechnik (Master)

Der Studiengang Bio- und Prozess-Verfahrenstechnik (Master of Science) ist auf die produzierende Industrie orientiert. Die Prozessverfahrenstechnik analysiert, gestaltet und optimiert komplexe Gesamtprozesse. Hierbei ist neben der theoretischen Durchdringung der Lehrinhalte bei der Konzipierung die Berücksichtigung der Prozesskette ausgehend vom Edukt hin zum lager- und verkaufsfähigen Produkt notwendig. Dabei soll der Grundsatz der Nachhaltigkeit als Leitlinie gelten, d.h. die Herstellung eines Produktes soll unter dem Aspekt der maximalen Ressourcenschonung und einer minimierten Umweltbelastung betrachtet werden. Dies erfordert die Fähigkeit zur Beurteilung von Umweltauswirkungen und zum Vergleich von Verfahrensalternativen sowie Kenntnisse in Bereich der Prozessoptimierung.

Auf einen Blick

Abschluss
Master of Science (M.Sc.)

Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester

Regelstudienzeit
4 Semester

Zulassungsbeschränkung (N.C.)
nein

Studienort
Umwelt-Campus Birkenfeld

Internationalität
Auslandssemester (freiwillig)

Studiengebühren
keine (nur normale Semesterbeiträge)

Studieninhalte

Die Prozesse und Herstellungsverfahren in der stoffumwandelnden Industrie, sei es chemische Industrie, Umwelttechnik, Lebensmittelherstellung, Oberflächentechnik oder Pharmazie zeichnen sich durch zunehmende technische Komplexität und durch eine sowohl innerbetrieblich als auch zwischenbetrieblich hohe Vernetzung von Teilprozessen aus. Aus diesem Grund werden vermehrt Mitarbeiter benötig, die in der Lage sind, komplexe Gesamtprozesse zu analysieren, zu gestalten und zu optimieren.

Gleichzeitig werden von Industrie, Verbrauchern und Gesetzgebern weltweit verbesserte Verfahren benötigt und gefordert, die Ressourceneffizienz mit geringer Umweltbelastung bei hoher Wirtschaftlichkeit verbinden.

Der Begriff der "nachhaltigen Prozessverfahrenstechnik" macht deutlich, dass es sich um einen Studiengang handelt, der auf die produzierende Industrie orientiert ist. Die Notwendigkeit des Zusammenwirkens unterschiedlicher Disziplinen und der "Blick fürs Ganze" zieht sich als roter Faden durch die Prozessverfahrenstechnik. Die Prozessverfahrenstechnik erfordert neben der theoretischen Durchdringung der Lehrinhalte bei der Konzipierung die Berücksichtigung der Prozesskette ausgehend vom Edukt hin zum lager- und verkaufsfähigen Produkt. Dabei soll der Grundsatz der Nachhaltigkeit als Leitlinie gelten, d.h. die Herstellung eines Produktes soll unter dem Aspekt der maximalen Ressourcenschonung und einer minimierten Umweltbelastung betrachtet werden. Dies erfordert die Fähigkeit zur Beurteilung von Umweltauswirkungen und zum Vergleich von Verfahrensalternativen sowie Kenntnisse in Bereich der Prozessoptimierung. Nur dadurch wird es möglich, einen optimalen, energie- und ressourcensparenden Gesamtprozess zu konzipieren.

Durch Simulationen und eine adaptierte Mess- und Regeltechnik lassen sich wirtschaftliche Potentiale heben und Wettbewerbsvorteile realisieren. Speziell die immer kürzer werdenden Produktzyklen zwingen zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produkte. Durch eine gezielte Veränderung der Mikrostrukturen von Produkten ergeben sich häufig neue Produkteigenschaften oder Anwendungsmöglichkeiten ohne jegliche Veränderung der chemischen Struktur des Wert- oder Wirkstoffes. Dabei spielen Grenz- und Oberflächenphänomene hinsichtlich der Erzeugung neuer anwendungstechnischer Eigenschaften eine wesentliche Rolle.

Die Absolventinnen und Absolventen sollen in der Lage sein, die vielfältigen Prozesse der verschiedensten Branchen zu überblicken und sich bei Bedarf in neue Themen wissenschaftlich fundiert einarbeiten zu können. Sie sollen dabei Methoden zur Verfügung haben, die es erlauben, die komplexen, vernetzen Prozesse systematisch zu analysieren und selbst zu gestalten. Dabei sollen sowohl technische Aspekte als auch ökologische und ökonomische Randbedingungen kompetent behandelt werden können.

Die Fähigkeit zur fachlich fundierten Kommunikation und Zusammenarbeit mit Kollegen, insbesondere mit Kollegen aus anderen Disziplinen, erweist sich zunehmend als Schlüsselqualifikation. Diese Eigenschaften werden im Studium gezielt gefördert und durch ein Projektstudium vertieft.

 

Aufbau des Studiums

Die Regelstudienzeit des Masterstudiengangs beträgt 2 Jahre (4 Semester). Bereits in vergleichbaren Studiengängen erbrachte Leistungen (Module) können bei Feststellung der Gleichwertigkeit anerkannt werden.

Das Studium im Studiengang Bio- und Prozessverfahrenstechnik gliedert sich in verschiedene Module, wobei die studiengangsübergreifenden Module Mathematik, Elektrotechnik, Physik und Chemie den Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagen abdecken, während in den Modulen Prozessautomatisierung und Verfahrenstechnik fachspezifische Inhalte behandelt und durch die Module Projektstudium und Wahlpflichtfächer vertieft bzw. ergänzt werden. Durch die Einbindung aktueller forschungsrelevanter Themen wie "Neue Materialien", "Mikroverfahrenstechnik", "On-Line-Messverfahren für disperse Systeme" und durch Wahlpflichtfächer im nicht-technischen Bereich wie zum Beispiel dem "Stoffstrommanagement" wird eine anspruchsvolle Schwerpunktsetzung ermöglicht.

Das vierte Semester ist in der Regel der Anfertigung der Masterarbeit vorbehalten. Die Masterarbeit (Abschlussarbeit) soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Fachproblem selbstständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Die Bearbeitungszeit beträgt sechs Monate.

Berufsperspektiven

Der geplante Masterstudiengang zielt auf Tätigkeiten in Wissenschaft, Industrie sowie öffentlichem Dienst. Die wissenschaftlich und theorieorientierte Ausbildung soll ebenfalls den Zugang zu Promotionen und Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung bereiten. Die Ausbildung in der Prozessverfahrenstechnik berücksichtigt etablierte Tätigkeitsprofile in gleicher Weise, wie zukünftig zu erwartende Umstrukturierungen. Die vermittelten Kompetenzen berücksichtigen ebenfalls die Anforderungen an Laufbahnen im höheren Dienst.

Das nationale und internationale Angebotsspektrum zu Master-Studiengängen mit verfahrenstechnischen Studienschwerpunkten spiegelt deutlich die Nachfrage in derart orientierten Berufsfeldern wider. Gleichzeitig wird auch die Internationalität des damit verbundenen Umfeldes deutlich.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass durch die bereits eingeleiteten Umstrukturierungen im Bereich der stoffumwandelnden Industrie zwar Arbeitsplätze eingespart wurden. Andererseits basieren Produktinnovationen in diesem Bereich auf hochentwickeltem verfahrenstechnischem Wissen. In Europa ist daher von einem steigenden Bedarf an exzellent ausgebildeten Verfahrenstechnikern auszugehen, um im internationalen Wettbewerb mit Asien und Amerika erfolgreich bestehen zu können.

Die interdisziplinäre vernetzende Ausbildung im Masterstudiengang "Nachhaltige Prozessverfahrenstechnik" ist mit deutlichem Praxisbezug wissenschaftlich geprägt und bereitet auf eine erfolgreiche und zukunftsorientierte verantwortungsvolle Berufstätigkeit vor, welche analytisches und abstrahierendes Denkvermögen voraussetzt. Mögliche Arbeitgeber sind beispielsweise:

  • Chemische Industrie
  • Pharmazeutische Industrie
  • Biotechnologie Unternehmen
  • Unternehmen im Bereich "Life Science"
  • Umweltberatungen, Umweltagenturen
  • Recycling-Unternehmen
  • Ingenieurbüros
  • Forschungs- und Entwicklungsgesellschaften
  • Institute und Hochschulen
  • Forschungseinrichtungen
  • Unternehmensberatungen
  • Internationaler Maschinen und Anlagenbau
  • Planungsbüros (Fabrikplanung und Organisation)
  • Entwicklungshilfe

Im Rahmen der "Nachhaltigen Prozessverfahrenstechnik" wird ein breites Spektrum an Betätigungsfeldern eröffnet, zumal keine Spezialisierung auf bestimmte verfahrenstechnische Prozesse vorgesehen ist. Wesentlich ist die Fähigkeit, sich schnell in neue Problemfelder einzuarbeiten, Optimierungspotenziale zu erschließen und rationell mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen. Umweltrelevante Probleme wie z.B. Lärmbelästigung, Abfall- und Abwasserbehandlung, Luftreinhaltung, Gefahrstoffproblematiken u.ä. müssen ebenfalls permanent berücksichtigt werden.

Die "Nachhaltige Prozessverfahrenstechnik" zeigt einen enormen Forschungs- und Entwicklungsbedarf speziell bei Feststoffen auf, wenn auch mit Rücksicht auf die Zeit- und Geldknappheit forciert projektorientiert gedacht und gehandelt werden muss. Daraus resultiert sowohl ein stark anwendungsorientiertes als auch ein wissenschaftlich geprägtes Forschungs- und Arbeitsfeld, an Hochschulen, Instituten und in der Industrie.

Im Dienstleistungsgewerbe können Planungsaufgaben, Beratungsfunktionen, und Projektierungsaufgabenstellungen u.ä. wahrgenommen werden, wie z.B. in heute häufig wahrgenommenen Contracting-Modellen.

Die Marktchancen auf einem solch vielfältigen Arbeitssektor werden für unsere Absolventinnen und Absolventen einerseits durch ihre Fähigkeit zu interdisziplinärem vernetzten Denken und andererseits durch ihre Kommunikations- und Streitfähigkeiten gestärkt.

Das Tätigkeitsprofil der Absolventinnen und Absolventen ist exemplarisch wie folgt geprägt:

  • Produkt- und Prozessentwicklung
  • Anlagenbau in der Prozessverfahrenstechnik
  • Integration neuer Technologien der Prozessverfahrenstechnik
  • Kundenberatung, technisches Marketing
  • Prozessanalyse, Effizienzsteigerung
  • Reduktion des Ressourceneinsatzes
  • Verminderung der Abfallmengen
  • Entwicklung eines anlageninternen Energie- und Stoffverbundes
  • Simulation, Automatisierungstechnik
  • Umweltschutz, Arbeitsschutz
  • Recherchen, Patentanmeldungen
  • Konzeptentwicklung, Planung
  • Apparatebau und verfahrenstechnische Komponenten
  • Konstruktion und Fertigung prozess- und mikroverfahrenstechnischer Aggregate, Komponenten und Anlagen
  • Koordination, Organisation
  • Analyse, Optimierung, Strukturierung
  • Forschung und Entwicklung
Bewerbung & Einschreibung

Wichtige Hinweise zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens

  1. Starten Sie Ihre Bewerbung mit der Registrierung (Eingabe Ihrer persönlichen Daten). Nach der Registrierung erhalten Sie von der Hochschule eine Willkommens-E-mail mit Zugangsdaten und einem Verifizierungslink. Klicken Sie bitte auf den Link und loggen sich danach in das Bewerberportal ein (Loginfeld: Oberer Bildschirmrand rechts).
  2. Nach erfolgreichem Login können Sie Ihre Bewerbung starten.
  3. Am Ende der Online-Erfassung Ihrer Daten wird ein Anmeldeantrag erstellt und eine Bewerbernummer vergeben. Diesen Antrag müssen Sie ausdrucken und zusammen mit den notwendigen Unterlagen an uns übersenden. Bitte beachten Sie, dass die relevanten Dokumente (z.B. Zeugnisse) amtlich beglaubigt sein müssen.
  4. Der Semesterbeitrag muss nicht im Voraus gezahlt werden, sondern erst nach Prüfung durch die Sachbearbeiterinnen und nach Aufforderung per Mail.
  5. Über unser Online-Portal können Sie anhand Ihrer Bewerbernummer und Ihres selbst gewählten Passworts den Status Ihrer Bewerbung abrufen. Dort werden Ihnen wichtige Informationen bzgl. Ihrer Bewerbung (z.B. fehlenden Unterlagen) zur Verfügung gestellt. Sie sind verpflichtet, sich eigenverantwortlich über evtl. fehlende Unterlagen zu informieren. Eine explizite Anmahnung vonseiten der Fachhochschule kann leider nicht erfolgen.
  6. Sollte Ihnen ein Studienplatz zugewiesen werden, erhalten Sie von der Fachhochschule einen schriftlichen Zulassungsbescheid. Falls Sie keinen Studienplatz erhalten, wird Ihnen ein Ablehnungbescheid zugestellt.

Weitere Informationen zur Bewerbung (z.B. Fristen) erhalten Sie hier.

Notwendige Unterlagen

Bevor Sie mit der Online-Bewerbung starten, legen Sie sich bitte nachfolgend genannte Unterlagen bereit:

  • Zeugnis der Hochschulzugangsberechtigung
  • Bachelor- oder Diplomzeugnis (kann auch nachgereicht werden; Ersatz: aktuelle Notenbescheinigung, s. Checkliste)
  • Nachweis über Studienzeiten (falls Sie bereits studiert haben)
Zulassungsvoraussetzungen

Der Masterstudiengang "Bio- und Prozessverfahrenstechnik" ist konsekutiv zum Bachelorstudiengang "Bio-, Umwelt- und Prozess-Verfahrenstechnik".

Allgemeine Zulassungsvoraussetzung ist ein Diplom- bzw. Bachelor-Hochschulabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in einem Fachgebiet, das der Verfahrenstechnik nahe steht, z.B. Chemieingenieurwesen, Maschinenbau, Wirtschaftswissenschaften mit verfahrenstechnischer Vertiefung oder Technische Chemie. Das erste abgeschlossene Hochschulstudium umfasst eine Dauer von mindestens drei Jahren. Der Notendurchschnitt des letzten Abschlusses soll in der Regel mindestens 2,5 betragen. Die Zulassung setzt den Nachweis über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse voraus.

Für den Masterstudiengang wird ein Zulassungsausschuss gebildet, welcher die Aufgabe hat, die Zugangsvoraussetzungen von Bewerbern für den Studiengang "Bio- und Prozessverfahrenstechnik" zu prüfen.

Kontakt & Beratung

Prof. Dr. Ulrich Bröckel
Studiengangsleiter FB Umweltplanung/-technik - Bio-, Umwelt- und Prozess-Verfahrenstechnik

Kontakt

+49 6782 17-1503

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9916 | Raum 18

Frag die Studies

Unsere Studierenden standen einmal vor den gleichen Herausforderungen wie Sie. Sie möchten lieber auf deren Erfahrungen zurückgreifen und Ihre Fragen direkt an Studierende stellen? Kein Problem, schreiben Sie einfach eine E-Mail an:

frag-die-studies(at)umwelt-campus.de