Das Biopharma-Labor am Umwelt-Campus Birkenfeld verbindet analytische Chemie, Bioanalytik und biopharmazeutische Verfahren in Lehre und Forschung. Studierende verschiedener naturwissenschaftlicher und ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge lernen hier moderne Methoden zur qualitativen und quantitativen Untersuchung chemischer und biologischer Proben kennen – von der Probenvorbereitung über die analytische Durchführung bis zur Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
Ein Schwerpunkt liegt auf Verfahren der organisch-präparativen und anorganisch-analytischen Chemie. Dazu zählen die Synthese und anschließende analytische Charakterisierung organischer Verbindungen sowie klassische Methoden wie Titrationen, qualitative Nachweisreaktionen, gravimetrische Bestimmungen und Wasseranalysen.
Ergänzend werden Methodiken der chemischen und instrumentellen Analytik vermittelt. Hierzu gehören chromatographische und spektroskopische Verfahren wie HPLC, LC-MS/MS, UV/Vis- und FTIR-Spektroskopie sowie Atomabsorptionsspektrometrie (AAS). Die Methoden werden unter anderem in der pharmazeutischen Wirkstoff- und Qualitätsanalytik sowie in der Umweltanalytik eingesetzt.
Ein weiterer Arbeitsbereich umfasst Proteinbiochemie und Bioanalytik. Proteine können mittels ÄKTA-FPLC und Affinitätschromatographie aufgereinigt und anschließend beispielsweise durch SDS-PAGE, Western Blot, UV/Vis-Spektroskopie und Enzymassays charakterisiert werden. Darüber hinaus werden Mikroorganismen für biopharmazeutische, mikrobiologische und analytische Fragestellungen kultiviert und untersucht.
Die Verbindung chemischer, biochemischer und biotechnologischer Methoden ermöglicht eine praxisorientierte Ausbildung und schafft vielseitige Voraussetzungen für interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung sind die im Labor durchgeführten Praktika.
Im Praktikum zum Modul Anorganische Chemie erlernen die Studierenden grundlegende qualitative und quantitative Analysenmethoden. Dazu gehören insbesondere Titrationen und qualitative Nachweisreaktionen sowie die rechnerische Auswertung und Bewertung der erhaltenen Ergebnisse.
Im Praktikum zum Modul Instrumentelle Analytik werden moderne chromatographische und spektroskopische Methoden praktisch vermittelt. Die Studierenden arbeiten unter anderem mit UV/Vis-Spektroskopie, FTIR-Spektroskopie, Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) und Dünnschichtchromatographie (DC) und lernen sowohl die Durchführung der Analysen als auch die Auswertung und Interpretation der Messdaten kennen.
Aktuelle Themen umfassen unter anderem:
Kooperationen in der Verfahrenstechnik
Ein weiteres Anwendungsgebiet des Labors ist die Cannabis-Analytik. Mittels chromatographischer Methoden wird der Gehalt ausgewählter Cannabinoide (THC und CBD) in Cannabisblüten quantitativ bestimmt. Die Durchführung der Analytik erfolgt dabei in Anlehnung an die im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) beschriebene Methode zur Gehaltsbestimmung von Cannabinoiden.
Die Analytik dient der Charakterisierung der Proben und der Bestimmung ihres Wirkstoffgehalts an THC und CBD und kann beispielsweise für Fragestellungen von Anbauvereinigungen (Cannabis Social Clubs) eingesetzt werden.
Für Angebote weitere Fragestellungen oder individuelle Anforderungen im Bereich der Cannabis-Analytik sprechen Sie uns gerne an.


Gebäude: 9915
Raum: 036

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