Aktuelles und Veranstaltungen

Die Scham muss die Seite wechseln - Aktionen der Trierer Hochschulen anlässlich der „Orange Days“

Am 25. November 2026, dem Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und dem Auftakt der diesjährigen UN-Kampagne „Orange the World“, laden die Hochschule Trier und die Universität Trier gemeinsam zu zwei öffentlichen Veranstaltungen ein: Um 17:00 Uhr wird am Viehmarktplatz in Trier die begehbare Installation „Wir geben Raum“ eröffnet, die die Studentin Luna Isenmann aus dem Studiengang Kommunikationsdesign im Rahmen des Lehrprojekts „Die Scham muss die Seite wechseln“ entwickelt hat. Die Installation schafft einen Ort für Mitteilung und Aufklärung: Sie eröffnet die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und gibt Informationen zum Thema sexualisierte Gewalt.

„Sexualisierte Gewalt darf weder verschwiegen noch mit Scham auf Seiten der Betroffenen verbunden werden. Mit diesem gemeinsamen Projekt setzen unsere Studierenden ein starkes Zeichen für Sichtbarkeit, Aufklärung und einen offenen gesellschaftlichen Umgang mit diesem wichtigen Thema. Als Hochschule tragen wir Verantwortung dafür, Räume zu schaffen, in denen solche Auseinandersetzungen möglich sind und Haltung sichtbar wird“, betont Prof. Dr. Dorit Schumann, Präsidentin der Hochschule Trier.

Die Installation steht anfänglich auf dem Viehmarkt und anschließend auf dem Campus der Universität Trier. Die abgegebenen Texte und Objekte werden im kommenden Jahr im Rahmen eines Kunstprojektes in Trier präsentiert. 

Im Anschluss führt eine Lichterdemonstration, organisiert von der Gruppe „Recht feministisch“ der Universität Trier, vom Viehmarktplatz zum Campus Gestaltung am Paulusplatz. Dort wird ab 18.30 Uhr die Ausstellung „Die Scham muss die Seite wechseln“ eröffnet. Gezeigt werden unter der Leitung von Prof. Valerie Schmidt entstandene fotografische und videografische Arbeiten der Studierenden, die unterschiedliche Perspektiven auf sexualisierte Gewalt und ihre gesellschaftliche Wahrnehmung zeigen. Neben den in einem Wettbewerb prämierten Arbeiten von Jasmin Bram, Cathy Bleser und Ronja Kuhn werden weitere Seminararbeiten gezeigt. Ergänzt wird die Ausstellung durch Entwürfe und Plakate, die Studierende im Seminar „Experimentelle Gestaltung“ bei Prof. Marlen Letetzki entwickelt haben und einen Einblick in die Bandbreite der studentischen Auseinandersetzung mit dem Thema geben. Teil der Ausstellung sind zudem künstlerische Darstellungen der antiken Figur Leda. Leda gilt als „Geliebte“ des Zeus, die seit der Antike immer wieder sexualisiert porträtiert wird. Die zugehörige Sonderausstellung, die im Rahmen eines Lehrprojektes zusammen mit Studierenden der Altertumswissenschaften der Uni Trier konzipiert wurde, wird während der Orange Days im Foyer der Universitätsbibliothek gezeigt. 3D-gedruckte Leda-Figuren, die von Dr. Constanze Graml (Uni Trier) entwickelt wurden, werden im Rahmen der Veranstaltung versteigert. Der Erlös kommt dem Frauenhaus Trier zugute.

Die studentischen Arbeiten zum Thema sexualisierte Gewalt entstanden im Rahmen des Projekts „Die Scham muss die Seite wechseln“, einer gemeinsamen Initiative der Universität Trier und des Campus Gestaltung der Hochschule Trier. Fachlich begleitet wurde das Projekt vom Frauennotruf Trier, gefördert von der Wissenschaftsallianz Trier.

Auch an weiteren Standorten der Hochschule Trier wird der Aktionstag sichtbar: Am 25. November werden zur Mittagszeit am Hauptcampus Schneidershof, am Irminenfreihof und am Umwelt-Campus Birkenfeld Kekstüten mit dem Aufdruck „Gewalt gegen Frauen geht uns auf den Keks“ an Studierende verteilt. Neben Keksen enthalten die Tüten Informationsmaterialien zum Thema Gewalt gegen Frauen. An allen drei Standorten stehen zudem Ansprechpersonen aus dem Bereich Gleichstellung für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Am Umwelt-Campus Birkenfeld setzen weitere Aktionen die Orange Days fort. Ab dem 25. November werden dort zwei orangefarbene Stühle mit den Aufschriften „Kein Platz für Gewalt“ beziehungsweise „no room for violence“ aufgestellt. Sie setzen ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt und sollen zugleich zum Gespräch über das Thema anregen.

Am 2. Dezember findet zudem um 18:30 Uhr im Kommunikationsgebäude des Umwelt-Campus Birkenfeld eine Kinovorführung des Dokumentarfilms „Fassaden“ von Alina Cyranek statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit verschiedenen Akteuren der Verbandsgemeinde Birkenfeld, dem AStA des Umwelt-Campus und der Hochschule Trier organisiert. Der Film thematisiert Gewalt in toxischen Beziehungen, deren Folgen für betroffene Frauen sowie gesellschaftliche und politische Strukturen, die Gewalt begünstigen oder unzureichend verhindern. Im Anschluss an die Vorführung besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.

Verleihung des Preis des Ausschusses für Gleichstellungsfragen an Taruni Zölke

Taruni Zölke wurde am 11. Juni 2026 im Rahmen der Veranstaltung zur Auszeichnung herausragender Abschlussarbeiten der mit 1.500€ dotierte Preis des Ausschusses für Gleichstellungsfragen verliehen.

Sie beschäftigte sich in ihrer Bachelorthesis im Fach „Nonprofit und NGO-Management mit der „Care-Arbeit zwischen Transformation und Krise“ und zeigt darin auf,  dass Care-Arbeit ein zentraler Schlüssel für eine sozial gerechte und nachhaltige Zukunft sein kann. Gleichzeitig reflektiert die Autorin kritisch die Grenzen ihrer Untersuchung und macht deutlich, dass gesellschaftliche Veränderungen immer auch Machtverhältnisse, Interessenkonflikte und politische Rahmenbedingungen berücksichtigen müssen. Im Mittelpunkt steht die Vision einer care-zentrierten Gesellschaft, die bestehende ökologische Transformationsansätze um den Wert von Fürsorge und gegenseitiger Verantwortung ergänzt.

Sowohl das Bestehen mit einer Note von mindestens 1,7 als auch die Kinderziehung oder eine Pflegetätigkeit sind zwei der Kriterien, die bei der Vergabe des Preises des Ausschusses für Gleichstellungsfragen für herausragende Abschlussarbeiten berücksichtigt werden. Daneben gehen auch etwa das Aufgreifen einer Gleichstellungsthematik in der Abschlussarbeit oder die Geschlechterverteilung innerhalb des Studiengangs mit in die jährliche Ermittlung eines Preisträgers/einer Preisträgerin ein. 

Die Hochschulrektorenkonferenz betont die Bedeutung von Gleichstellung und Diversität

Im Rahmen der 42. Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Ende April 2026 in Weimar hat das Präsidium der HRK die zentrale Bedeutung von Gleichstellung und Diversität an deutschen Hochschulen hervorgehoben. Die HRK positioniert sich klar gegen die Entwicklungen, die Grundsätze der Chancengleichheit und einer diskriminierungsfreien Teilhabe undifferenziert zu kritisieren oder deren Bedeutung anzuzweifeln. 

Die hierzu veröffentlichte Pressemitteilung der HRK können Sie hier einsehen:

Girls’ und Boys’ Day an der Hochschule Trier - Kreative Roboter und Monster-Memory

Schülerinnen beim Experimentieren

Die Hochschule Trier beteiligte sich auch in diesem Jahr am bundesweiten Girls’ & Boys’ Day und bot insgesamt 26 Workshops für Schülerinnen und Schüler an. Ziel der Veranstaltung ist es, jungen Menschen praxisnahe Einblicke in verschiedene Studien- und Berufsfelder zu ermöglichen und sie bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen.

Der Girls’ & Boys’ Day ist ein bundesweiter Aktionstag zur klischeefreien Berufsorientierung. Er ermutigt Schüler*innen, Berufe und Studienfelder kennenzulernen, die traditionell eher vom jeweils anderen Geschlecht dominiert werden. Während der Girls’ Day insbesondere Mädchen Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Bereiche bietet, richtet sich der Boys’ Day an Jungen, um ihnen Perspektiven in sozialen, erzieherischen oder gestalterischen Berufsfeldern näherzubringen. Ziel ist es, stereotype Rollenbilder aufzubrechen und die Vielfalt individueller Talente und Interessen zu fördern.

Am Campus Schneidershof wurden neun Workshops mit insgesamt 109 Plätzen angeboten, darunter ein Workshop im Rahmen des Boys’ Day sowie acht Workshops für den Girls’ Day. Der Gestaltungscampus beteiligte sich mit vier Workshops und stellte 43 Plätze im Rahmen des Boys’ Day zur Verfügung. Am Umwelt-Campus Birkenfeld fanden 13 Workshops mit insgesamt 97 Plätzen statt, davon elf für den Girls’ Day und zwei für den Boys’ Day.

Im Rahmen der Begrüßung der Teilnehmenden am Campus Schneidershof betonte die Präsidentin der Hochschule Trier, Prof. Dr. Dorit Schumann: „Ich freue mich sehr über die zahlreichen Anmeldungen zu den Workshops an unserer Hochschule. […] Die Veranstaltung ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung von Gleichberechtigung und Diversität – Werte, die fest in der Strategie der Hochschule verankert sind.“

Mit ihrem vielfältigen Angebot unterstreicht die Hochschule Trier ihr Engagement für Chancengleichheit und die Förderung individueller Interessen junger Menschen – unabhängig von Geschlechterstereotypen. Der Girls’ & Boys’ Day bietet dabei eine wichtige Plattform, um neue Perspektiven zu eröffnen und Talente frühzeitig zu fördern.

Anhand der Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigte sich, dass der Aktionstag ein voller Erfolg war, so dass die Hochschule auch im kommenden Jahr wieder ein vielfältiges Programm anbieten wird.

Orange Days 2025 im Landkreis Birkenfeld

Logo Orange The World

Vom 25.11. bis 09.12.25 fanden im Rahmen der "Orange Days", einer Kampagne gegen Gewalt an Frauen, weltweit Aktionen statt, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.

Das Gleichstellungsbüro verteilte am Umwelt-Campus an diesem Tag in Zusammenarbeit mit dem AStA orange Tüten mit Infomaterial. Auch in der anstehenden Senatssitzung kamen die Tüten, die die zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Prof. Dr. Rita Spatz, an die Teilnehmenden ausgab, sehr gut an.

Im Kreis Birkenfeld organisierte die Arbeitsgruppe Orange Days mehrere Veranstaltungen, darunter unter anderem eine Kundgebung auf dem Schleiferplatz in Idar, ein Selbstbehauptungskurs "Wendo" des Frauennotruf Idar-Oberstein oder die Filmvorführung "Morgen ist auch noch ein Tag" im Movietown mit anschließender Podiumsdiskussion.

Die Pressemitteilung zur Veranstaltung an der Hochschule finden Sie hier

Runder Tisch der Beratungseinheiten

Kommende Runde Tische:

13.01.2027, 11:00 Uhr

Vergangene Termine:

Sommersemester 2026: 21. Mai 2026

Wintersemester 2025/2026: 08. Oktober 2025

Wintersemester 2022/2023: 22. Februar 2023

Sommersemester 2022: 29. Juni 2022

Wintersemester 2021/22: 8. Dezember 2021

Sommersemester 2021: 14. Juni 2021

Externe Veranstaltungen

50 Jahre Schwangerschafts- und Konfliktberatung

Das Diakonische Werk des Kirchenkreises Obere Nahe feiert den 50. Geburtstag mit einer Reihe von Veranstaltungen sowie der Ausstellung “On Motherhood”. Alle sind herzlich eingeladen, unabhängig davon, ob Sie Mutter sind, waren oder werden. Im Flyer finden Sie alle Einzelheiten zur Veranstaltung.

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