
Die fortschreitende Digitalisierung erfordert zunehmende Mengen an Energie und Ressourcen. Das Projekt GRE³C (Guided Resource- and Energy-Efficient Edge Computing) untersucht, wie Softwareprodukte mittels interaktiver, Sprachmodell-gestützter Assistenzsysteme ressourcenschonender gestaltet werden können. Der Fokus liegt auf Edge-Systemen, die hinsichtlich Architektur, Code und Betrieb über den gesamten Software-Lebenszyklus hinweg effizienter werden sollen.
Kern des Vorhabens ist ein interaktives, on-premise nutzbares Assistenzsystem auf Basis einer flexiblen Referenzarchitektur für effiziente Edge-Systeme. Eine integrierte Mess-Infrastruktur erfasst Verbrauchsprofile in Entwicklung und Betrieb, korreliert sie mit Artefakten wie Architektur, Code oder Nutzungsmustern und ermöglicht so präzise Ursachenanalysen. Eine formalisierte Zerlegung softwarebezogener Prozesse (Task Decomposition) bildet die Basis für die Identifikation von Optimierungspotenzialen. Zur Vermeidung von Rebound-Effekten wird auch der Ressourcenbedarf des entwickelten Assistenzsystems berücksichtigt. Parallel können mittels der intendierten Projektergebnisse die Hardware-Lebensdauer verlängert und die Verwendung erneuerbarer Energien im Betrieb vereinfacht werden.
Die methodische Überprüfung erfolgt durch zwei industriegetriebene Use Cases: (1) die effiziente Modernisierung von Legacy-Systemen sowie (2) die Optimierung von Edge-Systemen im Produktionsumfeld. Entwickelt werden Verfahren, die Unternehmen direkt umsetzen können, um nachhaltigere Softwareprodukte zu schaffen; Praxistests mit den Industriepartnern überprüfen die Wirksamkeit anhand realer Einsatzszenarien. Das interdisziplinäre Team der Hochschule Trier wird dabei von assoziierten Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Transfer sowie einem Projektbeirat begleitet.
| Konsortium | Hochschule Trier mit den Standorten Umwelt-Campus Birkenfeld/Institut für Softwaresysteme und Hauptcampus/Fachbereich Wirtschaft; hinzu kommen assoziierte 10 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Transfer. |
| Gefördert durch | Carl-Zeiss-Stiftung |
| Im Programm | CZS Transfer – Ausschreibung 2025 „Ressourcenschonende Digitalisierung“ (Schwerpunktthema Ressourceneffizienz) |
| Fördersumme | 1.440.000 € |
| Laufzeit | Juni 2026 - Mai 2023 |


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