Krebsmonitoring

Bestandserfassung und Monitoring von Astacus astacus in der Steinbachtalsperre

Foto: Wolfram Remmers

In der Steinbachtalsperre zwischen dem Idarwald und dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald bei Sensweiler wurden wiederholt Exemplare des Edelkrebses Astacus astacus beobachtet. Nach genetischen Analysen zeigte sich, dass es sich bei den Tieren in der Steinbachtalsperre wahrscheinlich um eine regional angepasste genetische Variante handelt. Der Edelkrebs ist stark bedroht (Rote Liste Kategorie 2 „stark gefährdet“) und durch invasive amerikanische Krebsarten, die Krebspest und Lebensraumzerstörung selten geworden. Aufgrund der Gefährdungssituation und der wichtigen ökologischen Funktionen, die sie in ihrem Lebensraum erfüllt, handelt es sich beim Edelkrebs um eine höchst schützenswerte Art, die in der Steinbachtalsperre ein Refugium gefunden hat.

Innerhalb dieses Projektes soll eine Bestandserfassung des Edelkrebses in der Steinbachtalsperre, ihrer Vorsperre und der Zuläufe Steinbach und nördlicher Seitenbach mit weiteren genetischen Analysen erfolgen. Ziel der Erfassung ist es, die Bestandsgröße und Altersstruktur der Edelkrebspopulation in der Talsperre zu erfassen, sowie die räumliche Verteilung in der Talsperre und der angebundenen Zuläufe. Dabei sollen auch Reproduktionshabitate identifiziert werden. Diese Untersuchungen können dann als Grundlage für weitere Projekte zur Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Sicherung und gegebenenfalls Verbesserung der Bestandssituation der Edelkrebse dienen.

Konsortium Hochschule Trier (Umwelt-Campus Birkenfeld)
Laufzeit Mai 2022 - Dezember 2023
Gefördert durch Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord Rheinland-Pfalz
Fördersumme ca. 33.000€

Projektleitung an der Hochschule Trier:

Prof. Dr. Stefan Stoll
Prof. Dr. Stefan Stoll
Professor FB Umweltplanung/Umwelttechnik - FR Umweltplanung

Kontakt

+49 6782 17-1578

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9915 | Raum 123

Sprechzeiten

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