Physikingenieur­wesen (B.Eng.)

Physikingenieurwesen ist angewandte Physik!

Der Studiengang mit dem Abschluss Bachelor of Engineering vermittelt fundierte naturwissenschaftliche Kenntnisse. Gleichzeitig lernst Du in aktuellen Forschungsprojekten, dieses Grundwissen zur praktischen Problemlösung einzusetzen. Wir arbeiten zur Zeit an neuen Oberflächen, Lithium-Ionen-Batterien, Brennstoffzellen, Sensorik und anderen aktuellen Themen, meist gemeinsam im Team mit externen Projektpartnern. Du kannst ab dem ersten Semester ins Team einsteigen, und meist können wir Dir auch eine Stelle als studentische Hilfskraft anbieten.

Schön und gut - aber was fängt man damit später an? Am besten lassen wir unsere Absolventinnen und Absolventen selbst sprechen. Du findest ihre Kurzporträts hier.

Auf einen Blick

Abschluss
Bachelor of Engineering (B.Eng.)

Studienbeginn
Winter- und Sommersemester

Regelstudienzeit
6 Semester (180 ECTS)

Zulassungsbeschränkung (N.C.)
nein

Studienort
Umwelt-Campus Birkenfeld

Praxis
Grundpraktikum, Fachpraktikum, Praxissemester (18 Wochen)

Internationalität
Auslandssemester (freiwillig)

Studiengebühren
keine (nur normale Semesterbeiträge)

Studieninhalte

Den Studierenden des naturwissenschaftlich-technischen Studiengangs werden fundierte Kenntnisse in den angewandten Naturwissenschaften vermittelt, die den unmittelbaren Einstieg ins Berufsleben in den verschiedensten technisch-physikalischen Branchen ermöglichen.

Eine Schwerpunktsetzung hin zu bestimmten physikalischen Anwendungen ist möglich und erwünscht. Insbesondere können vertiefende Kenntnisse im Bereich der Materialwissenschaften (funktionelle Oberflächen) und im energietechnischen Bereich (z.B. Brennstoffzellentechnologie) sowie im Bereich der Mess- und Regeltechnik und modernen Elektronik erworben werden. Kooperationen mit Instituten (z.B. INM) und Unternehmen ermöglichen hier einen engen Bezug zur beruflichen Praxis. Als Ausbildungsziel ist die Forschungs- und Entwicklungs-Kompetenz für den angestrebten Abschluss "Bachelor of Engineering" von elementarer Bedeutung. Hierbei steht die anwendungsorientierte Ausbildung im Vordergrund, welche u.a. in Übungen, Projektarbeiten und insbesondere in der Bachelorarbeit verstärkt zum Tragen kommt. Von Bedeutung ist die Vermittlung der wissenschaftlichen Methodik, welche sich in den Strukturen und didaktischen Konzepten der einzelnen Module widerspiegelt.

Neben einer weiteren fachlichen Qualifikation wird in Seminar-, Projekt- und Laborarbeiten Teamfähigkeit und vernetztes Denken erlernt. Durch Gruppenarbeiten, Tutorien, einer Sprachausbildung und Präsentationstrainings vermittelt das umweltorientierte Studium ausreichende Sozialkompetenz, die in der Berufswelt zunehmend wichtiger wird.

Aufbau des Studiums

Das sechssemestrige Studium kann regulär zum Winter- und Sommersemester aufgenommen werden. Zum Studium gehört ein 12-wöchiges Grund- und Fachpraktikum. Über die Art des Praktikums sollte, wenn möglich, vor Antritt mit dem Studiengangsbeauftragten Rücksprache gehalten werden, da dieser über die Anerkennung entscheidet. Fachlich qualifizierende Berufsausbildungen können anerkannt werden. Genaueres regelt die Ordnung für die Praktische Vorbildung.

In den ersten drei Semestern werden die obligatorischen Kernfächer (Mathematik, Physik, Chemie etc.) vermittelt. Im Verlauf des Studiums nehmen die allgemeinen Lehrinhalte ständig ab und machen einer breiteren physikalisch-technischen Ausbildung Platz. Diese Studienphase umfasst insbesondere Projekt- und Laborarbeiten sowie ein Seminar. Ab dem dritten Semester besteht die Möglichkeit der Wahl einer bestimmten Wahlpflichtfächerkombination, die die Neigung des jeweiligen Studierenden unterstützen soll.

Durch den modularen Aufbau des Studienganges ist gewährleistet, dass die Studierenden auch nach Beginn des Studiums noch den Studiengang wechseln können. Einige der Module in den ersten drei Semestern werden gemeinsam mit den technischen Bachelor-Studiengängen des Standortes gelesen, was einen Wechsel ebenfalls begünstigt.

Ein Auslandsstudium wird begrüßt. Insbesondere das fünfte Semester kann wahlweise im Ausland abgeleistet werden, wobei vor Antritt die Genehmigung eines äquivalenten Studienplans eingeholt werden muss.

Das sechste Semester ist der Praktischen Studienphase und der Bachelor-Arbeit vorbehalten. Die praktische Studienphase umfasst einen Zeitraum von 12 Wochen, in dem die während des Studiums erworbenen Qualifikationen durch fachspezifische Bearbeitung von Projekten in der Praxis angewandt und vertieft werden sollen. Die Abschlussarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, innerhalb von 9 Wochen ein Fachproblem selbstständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

Berufsperspektiven

Der Hochschulabschluss "Bachelor of Engineering" mit dem Untertitel "Physikingenieurwesen" mit dem dargestellten Qualifikationsprofil trifft in der Wirtschaft auf einen breiten Bedarf. Dies beruht vor allem darauf, dass neben den klassischen Anforderungen an die bisherigen Ingenieure vermehrt zusätzliche, breiter angelegte Anforderungen gestellt werden.

Zum einem handelt es sich hier um eine große technisch-naturwissenschaftliche Breite. Gerade die Verschlankung vieler Unternehmen und die relative Selbständigkeit kleiner Business-Einheiten haben dazu geführt, dass zunehmend Allround-Talente benötigt werden. Die hier ausgebildeten Physikingenieure/innen sollen keine Forschungsabteilungen leiten bzw. neue Technologien entwickeln; sie sollen vielmehr naturwissenschaftliche Verfahren und z.T. vorhandene Techniken in maßgeschneiderte Kundenprodukte umsetzen, technisch anspruchsvolle Apparaturen in Betrieb nehmen, warten oder kalibrieren und technisch erklärungsbedürftige Anlagen vertreiben. Ein typisches Beispiel sind Messgeräte zur Gasanalytik (Massenspektrometer, Gaschromatographen und IR-Spektrometer). Die Grundeinheiten dieser Geräte sind bei den (zumeist internationalen) Herstellerfirmen vorhanden. Es kommt für eine erfolgreiche Vermarktung der Geräte auf einen ausgezeichneten Kundenservice an. D.h. der Kunde erhält das Gerät fertig zugeschnitten auf seine Messanforderungen; hierzu gehören sowohl die technische Konfektionierung (z.B. Art der Detektoren) als auch die Einrichtung der Software. Als anderes Beispiel soll die Sensorik dienen. Sehr preiswerte Sensoren sind heute als Massenprodukte verfügbar. Es ist jedoch gerade in Deutschland eine Fülle von Unternehmen entstanden, die diese Sensoren entsprechend den Kundenanforderungen verschalten, auslesen, mit Alarmausgängen versehen, Schwellwerte vorprogrammieren und die Geräte dann als fertiges System ausliefern. Beide Beispiele erfordern ein gutes Grundverständnis der z.T. sehr anspruchsvollen physikalisch-chemischen Prinzipien, gute elektronische Grundkenntnisse, ein Grundverständnis der Hardware und die Fähigkeit, eine Kundenanwendung zu programmieren. In sehr vielen Fällen werden die Entwickler auch einen zumindest indirekten Kontakt zum Kunden haben. Weitere Beispiele sind die ersten kommerziellen Umsetzungen der Mikrosystemtechnik sowie Einsätze in der Steuer und Regeltechnik (z.B. Massenflussregler).

Nach dem Studienabschluss findet sich daher ein beruflicher Einsatz z.B. in:

  • Industrieunternehmen,
  • kleineren Technologiefirmen,
  • regionalen Niederlassungen größerer Unternehmen,
  • Forschungseinrichtungen

Hierbei sind folgende Tätigkeiten besonders hervorzuheben:

  • Erarbeitung interdisziplinärer Problemlösungen in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Automatisierung,
  • anwendungsorientierte Entwicklung,
  • kundenorientierter Zuschnitt technischer Anlagen, insbesondere Messapparaturen,
  • technischer Vertrieb anspruchsvoller technischer Geräte und Anlagen (z.B. wissenschaftliche Messgeräte).
Weiterführende Studiengänge

Das Studium stellt eine hervorragende Ausgangsbasis für eine weitere Qualifizierung durch weiterführende technische Studiengänge dar. Am Umwelt-Campus Birkenfeld können die folgenden Master-Studiengänge im Anschluss an einen erfolgreichen Abschluss studiert werden:

Bewerbung & Einschreibung

Notwendige Unterlagen

Bevor Sie mit der Online-Bewerbung starten, legen Sie sich bitte nachfolgend genannte Unterlagen bereit:

  • Zeugnis der Fachhochschulreife/ Hochschulreife
  • Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung, (falls diese ein Bestandteil Ihrer FH-Reife ist)
  • Entwicklungsdienstbescheinigung, Freiwilliges Soziales Jahr (falls dies ein Bestandteil Ihrer FH-Reife ist)
  • Nachweis über Studienzeiten (falls Sie bereits studiert haben)

Wichtige Hinweise zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens

  1. Starten Sie Ihre Bewerbung mit der Registrierung (Eingabe Ihrer persönlichen Daten). Nach der Registrierung erhalten Sie von der Hochschule eine Willkommens-E-mail mit Zugangsdaten und einem Verifizierungslink. Klicken Sie bitte auf den Link und loggen sich danach in das Bewerberportal ein (Loginfeld: Oberer Bildschirmrand rechts).
  2. Nach erfolgreichem Login können Sie Ihre Bewerbung starten.
  3. Am Ende der Online-Erfassung Ihrer Daten wird ein Anmeldeantrag erstellt und eine Bewerbernummer vergeben. Diesen Antrag müssen Sie ausdrucken und zusammen mit den notwendigen Unterlagen an uns übersenden. Bitte beachten Sie, dass die relevanten Dokumente (z.B. Zeugnisse) amtlich beglaubigt sein müssen.
  4. Der Semesterbeitrag muss nicht im Voraus gezahlt werden, sondern erst nach Prüfung durch die Sachbearbeiterinnen und nach Aufforderung per Mail.
  5. Über unser Online-Portal können Sie anhand Ihrer Bewerbernummer und Ihres selbst gewählten Passworts den Status Ihrer Bewerbung abrufen. Dort werden Ihnen wichtige Informationen bzgl. Ihrer Bewerbung (z.B. fehlenden Unterlagen) zur Verfügung gestellt. Sie sind verpflichtet, sich eigenverantwortlich über evtl. fehlende Unterlagen zu informieren. Eine explizite Anmahnung vonseiten der Fachhochschule kann leider nicht erfolgen. 

Weitere Informationen zur Bewerbung und Zulassung (z.B. Fristen und Zulassungsvoraussetzungen) erhalten Sie hier.

Kontakt & Beratung

Prof. Dr. Gregor Hoogers
Professor FB Umweltplanung/-technik - FR Physik u. Energietechnik

Kontakt

+49 6782 17-1250
+49 6782 17-1287

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9916 | Raum 120

Sprechzeiten

täglich nach Vereinbarung (Email)

Frag die Studies

Unsere Studierenden standen einmal vor den gleichen Herausforderungen wie Sie. Sie möchten lieber auf deren Erfahrungen zurückgreifen und Ihre Fragen direkt an Studierende stellen? Kein Problem, schreiben Sie einfach eine E-Mail an:

frag-die-studies(at)umwelt-campus.de