Pressemitteilung

Umwelt-Campus Birkenfeld auf der AI CONFERENCE 2026 in Berlin

Gruppenfoto auf der AI CONFERENCE 2026 in Berlin
Die Delegation des Umwelt-Campus Birkenfeld am GreenTwin-Stand auf der AI CONFERENCE 2026 in Berlin (v. l.): Max Dengler, Professor Stefan Naumann, Kristof Ueding und Paul Rübenich | Foto: Kristof Ueding

KI-Leuchtturmprojekt GreenTwin zeigt Virtual Reality-Demonstrator und Prof. Dr. Stefan Naumann diskutiert in Berlin auf dem Podium über den ökologischen Gesamtwert von KI.

„Green AI neu denken“ lautete das Motto der AI CONFERENCE 2026, zu der das Bundesumweltministerium (BMU) am 6. Oktober nach Berlin eingeladen hatte. Ausgerichtet von der Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) gGmbH und eröffnet von Bundesumweltminister Carsten Schneider, diskutierten Fachleute aus Forschung, Wirtschaft und Politik, wie sich der Energie- und Ressourcenverbrauch von Künstlicher Intelligenz messen und senken lässt. Der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier war gleich doppelt vertreten.

Am Showcase-Stand stellten Kristof Ueding, Paul Rübenich und Max Dengler das KI-Leuchtturmprojekt GreenTwin vor. Das vom BMU geförderte Verbundprojekt mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Firma PSI Logistics hat für die Region Birkenfeld einen KI-gestützten Marktplatz entwickelt, der Einkäufe, Lieferungen und Mitfahrten an Menschen vermittelt, die ohnehin unterwegs sind und so Autofahrten auf dem Land einspart. Mitgebracht hatte das Team seinen VR-Demonstrator und Besucherinnen und Besucher konnten durch einen virtuellen Dorfladen gehen und erleben, wie Nahversorgung im Dorf künftig aussehen kann.

Auf dem Podium diskutierte Professor Stefan Naumann im Panel mit dem Titel „KI-Nutzen versus Emissionen“ gemeinsam mit Felix Behrens (Öko-Institut) und Anita Schüttler (Bundesverband Green Software), moderiert von Larissa Holzki (Handelsblatt), wie sich der Nutzen von KI gegen ihren ökologischen Fußabdruck aufrechnen lässt. Naumann leitet am Umwelt-Campus die Arbeitsgruppe Umwelt- und Nachhaltigkeitsinformatik und beschäftigt sich damit, den Energie- und Ressourcenverbrauch von Software messbar zu machen. So wurden die Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel für Software maßgeblich in Birkenfeld mitentwickelt. In die Diskussion brachte er die Sicht der Green Software-Forschung ein: Ob KI der Umwelt unterm Strich nützt, lässt sich nur dann belastbar beantworten, wenn auch der Verbrauch der KI selbst gemessen und transparent gemacht wird.

Die Delegation des Umwelt-Campus Birkenfeld freute sich sehr, GreenTwin am Showcase-Stand und die Birkenfelder Forschung bei einer so hochkarätig besetzten Konferenz präsentieren zu können. Weitere Forschungsprojekte in diesem Umfeld laufen bereits und in den Studiengängen am Campus, unter anderem Angewandte Informatik und KI sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsinformatik, werden solche Themen auch in der Lehre vermittelt.

Hintergrund

GreenTwin („Grüner digitaler Zwilling mit Künstlicher Intelligenz für CO2-sparende kooperative Mobilität und Logistik im ländlichen Raum“) wurde im Rahmen der Förderinitiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ des Bundesumweltministeriums gefördert. Projektträger ist die ZUG gGmbH. 

Max Dengler, Paul Rübenich und Kristof Ueding (v. l.) am Stand mit dem VR-Demonstrator von GreenTwin
Max Dengler, Paul Rübenich und Kristof Ueding (v. l.) am Stand mit dem VR-Demonstrator von GreenTwin; links auf dem Monitor der virtuelle Dorfladen. | Foto: Kristof Ueding
Podiumsdiskussion
Podium „KI-Nutzen vs. Emissionen“ (v. l.): Larissa Holzki (Moderation), Anita Schüttler, Felix Behrens und Professor Stefan Naumann vom Umwelt-Campus | Foto: Max Dengler
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