Kooperation zwischen Umwelt-Campus und Pädagogischen Landesinstitut

Landkarte Standorte Informatik-Profilschulen

Algorithmen, Big-Data, künstliche Intelligenz stellen das Bildungssystem vor neue Herausforderungen. Entsprechende Kompetenzen müssen schnellen Einzug in den Alltag unserer Schulen finden. Das gilt sowohl für das Lerngebiet der Informatik, als auch für die konkrete Anwendung im Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam mit dem Pädagogischen Landesinstitut in Rheinland-Pfalz entwickeln wir Lehr- und Lernmodule zum Thema "Internet of Things and Thinking" für die 9. oder 10. Jahrgangsstufe. Bis zur Fertigstellung dieser Module verweisen wir auf die beispielhaften Ideen auf unserer Mitmachseite.

Schule hat das Ziel, jungen Menschen die Welt zu erschließen und sie dazu zu befähigen, diese mit zu gestalten. Digitalisierung ist seit der Kommerzialisierung des Internets vor 30 Jahren zu einem zentralen Bestandteil unserer Welt geworden. Das Land Rheinland-Pfalz hat mit 21 Informatik-Profil-Schulen ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt gestartet, um neue Konzepte und Prozesse zu erproben. Dabei sind Whiteboardeinsatz, Tabletklassen und Medienkompetenz nur ein erster Schritt.  Denn nur wer neue Aufgabenstellungen zu modellieren versteht, seine Probleme algorithmisch formulieren kann, wird zukünftig den gesellschaftlichen Fortschritt durch Digitalisierung aktiv gestalten können. Digitale Medien nicht nur konsumieren, sondern die Funktionsweise verstehen und Manipulationspotentiale erkennen, ist die Devise der Zukunft. Das algorithmische Denken, also das Verständnis der Sprache digitaler Systeme, wird deshalb einmal genauso selbstverständlich zu den Grundkompetenzen unserer Schulabgänger gehören, wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Das Internet der Dinge (IoT) ist die Schlüsseltechnologie vieler zukünftiger Berufsfelder (Industrie 4.0), gleichzeitig hat IoT aber auch eine herausragende Stellung im Alltag der jungen Generation (Smartwatch, Sprachassistenten, Smart-Home).  Darüber hinaus verbindet das Internet der Dinge die Informatik direkt mit einem "Ding" aus der realen Lebenswelt und macht das Thema somit direkt "anfassbar". Diesen Umstand möchten wir im Rahmen der Gestaltung von Projektwochen für alle Schülerinnen und Schüler nutzen und gemeinsam kreative eigene Ideen prototypisch umsetzen (Hackathon). Die Teams werden so zu Makern und lernen, dass Informatik mehr ist, als der Konsum fertiger Apps am Smartphone. Beispielhafte Projekte sind die intelligente Wäscheklammer, die per Telefonanruf auf sich aufmerksam macht, wenn es regnet, oder wenn die Wäsche trocken ist. Oder der intelligente Wecker, der die Weckzeit automatisch den Straßenverhältnissen auf dem Schulweg oder der kurzfristigen Stundenplanung anpasst. Oder der Parkplatz in der Innenstadt, der von sich aus freie Stellplätze meldet. Oder der Kleiderschrank, der per RFID-Technologie und Wettervorhersage dem Nutzer die optimale Ausgehkleidung anbietet. Alles Ideen der Schulteams, die wir bereits erfolgreich mit ihnen zusammen umgesetzt haben.

Nicht nur wir sind überzeugt: Nach dem Motto "try,fail fast and try again" ließe sich in Deutschland ein wahrer Innovations-Tsunami auslösen.

 

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Pressemeldung des Bildungsministeriums

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